Klimawandel in Österreich – Was tun?

Der Klimawandel zeigt auch in Österreich seine Wirkung. So können die steigenden Temperaturen gebremst werden.

Was bedeutet der Klimawandel für Österreich? Wie wird unsere Zukunft aussehen? Und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die heimische Natur für kommende Generationen zu erhalten?

Fakt ist: Der Klimawandel hat Österreich erreicht. Die weitere Entwicklung liegt zum Teil aber auch in unserer Hand. 

Würfel Grad

Wir müssen jetzt handeln, das steht außer Frage.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist die Durchschnittstemperatur in Österreich seit dem Beginn der Industrialisierung um rund 2 Grad gestiegen. Der Hauptgrund liegt in den massiv angestiegenen Treibhausgas-Emissionen. Die Folgen sind etwa zunehmende Hitzetage und mehr Unwetter. Neben diesen extremen Wetterereignissen sind auch schleichende Veränderungen festzustellen. Dazu zählen der vorzeitige Vegetationsbeginn oder der Rückgang der Gletscher.

Salzburg Regen

Blick in die Bundesländer: Von Starkregen bis Dürre

Die Folgen des Klimawandels unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern: Im Westen – Vorarlberg, Tirol und Salzburg – leiden vor allem die alpinen Landschaften, denn die Gletscher schmelzen. In Kärnten, Niederösterreich und Oberösterreich sind die Wälder besonders betroffen. In der Steiermark nehmen extreme Wetterbedingungen und Starkregen zu, dazu kommen Dürre und Hagelunwetter. Das Burgenland leidet unter Trockenheit und Wien unter extremer Hitze.

Starkregen Österreich

Klimarekorde in Österreich

„Mehr Schnee im Winter, weniger Tropenhitze im Sommer – früher war das Wetter anders.“ Solche Aussagen hören wir in Österreich immer wieder. Aktuelle Zahlen belegen, wie sehr der Klimawandel tatsächlich unsere Umwelt verändert.

  • Mehr Hitzetage: Heute gibt es im Schnitt 15 Tage mit über 30 Grad im Jahr. Anfang des 20. Jahrhunderts waren es noch zwei Tage. Bereits 2013 wurde in Österreich erstmals die 40-Grad-Marke erreicht.
  • Steigende Hochwasser: In den letzten 14 Jahren gab es acht schwere Hochwasserereignisse. Die Schäden betrugen jeweils über 300 Millionen Euro. Zum Vergleich: In den 20 Jahren davor waren es lediglich zwei schwere Hochwasser.
  • Schwindende Gletscher: In Österreich gibt es über 900 Gletscher. Durch den Klimawandel verlieren sie an Masse. Für die nächsten 15 Jahre wird erwartet, dass die Hälfte verschwunden sein wird. Auch die Zukunft des Wintertourismus ist damit gefährdet.
Glaskugel

Blick in die Kristallkugel: Zwei Klimaszenarien

Unser Handeln kann die Zukunft entscheidend verändern – das belegen aktuelle Studienergebnisse. Für Österreich entwickelten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gemeinsam mit Partnern zwei Klimaszenarien in Österreich bis zum Jahr 2100.

Rauchende Industrieschlote, ratternde Benzinmotoren, ungebremster Konsum: Bleibt der Treibhausgas-Ausstoß unverändert, verdreifacht sich die Konzentration bis zum Jahr 2100. Für das Klima in Österreich bedeutet das: Die durchschnittliche Temperatur steigt bis zum Ende des Jahrhunderts um 4 Grad an. Die Hitzetage werden um rund 17 Tage im Jahr zunehmen.
Was passiert, wenn wir das Energiesystem auf nachhaltige Beine stellen? Gelingt es die weltweiten Treibhausgas-Emissionen nach 2040 zu reduzieren, pendeln sie sich bis 2080 bei etwa der Hälfte des heutigen Niveaus ein. In Österreich wird die durchschnittliche Temperatur lediglich um rund 2 Grad angehoben. Die Hitzetage steigen um nur sieben Tage im Jahr.

Tipp: der Klima-Zielpfadrechner

Der Österreichische Klima-Zielpfadrechner wurde vom Umweltbundesamt entwickelt. 

Er vermittelt, wie sich verschiedene Klimaschutzstrategien auf die Emissionsentwicklung bis zum Jahr 2050 auswirken. Einfach ausprobieren und auf Social Media teilen.

UN Flagge

So kann der Klimawandel aufgehalten werden

Mit den Klimazielen von Paris haben sich 2018 die UN-Länder erstmals verpflichtet, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Seither hat sich viel getan; doch viele Länder überlegen sogar, aus dem Pakt auszusteigen. Umso wichtiger ist es, selbst aktiv zu werden und Initiativen für eine klimafreundlichere Zukunft zu unterstützen.

  • Massiver Ausbau des KWK-Anteils (Kraft-Wärme-Kopplung) an der Stromerzeugung bis 2020 Kohle-Kraftwerke geben etwa 60 Prozent der Energie als Wärme an die Luft ab und sind damit nicht mehr zeitgemäß.
  • Verdreifachung des Anteils an Erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmebereich Deutliche Reduktion des Energiebedarfs im Straßenverkehr . Ziel: Senkung des Flottenverbrauchs auf 3 Liter auf 100 Kilometer bis 2030. (aktuell liegt dieser bei 7,7 Liter/100 Kilometer).
  • Ausbau der Biomasse Erzeugung, vor allem bei der Wärmeversorgung.
U-Bahn Wien

Was jeder einzelne beitragen kann:

Jeder kann dazu beitragen, unsere Naturwunder für die Zukunft zu erhalten. Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, einen nachhaltigen Energieanbieter wählen, weniger mit dem Flugzeug verreisen oder den Konsum tierischer Lebensmittel reduzieren – es gibt viele Wege, das Leben nachhaltiger zu gestalten. Ein wirksamer Hebel ist die achtsame Nutzung von Energie: Tipps zum Energiesparen.
Klimawandel Stausee

Nachhaltige Energieversorgung

Der Klimawandel in Österreich ist in vollem Gange. Mit klimafreundlichem Strom aus 100 % sauberer Wasserkraft tragen wir von VERBUND zum Erhalt der heimischen Naturräume bei und sichern die Energieversorgung für Generationen. Mehr dazu unter: Strom aus 100 % Wasserkraft.

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