Seine eigenen Grenzen überschreiten.

Christian Redl verrät, wie man mit wenigen Atemzügen zu mehr Energie kommt.

Christian Redl - Weltrekordhalter

Volle Konzentration aufs Atmen.

Wenn jemand weiß, wie man ressourcenschonend arbeitet, dann ein Freitaucher wie Christian Redl. Er schöpft die ganze Kraft seiner Lunge aus und kann mehrere Minuten unter Wasser verbringen. Über eine Minute kommt übrigens jeder, meint er und alles, was man tun muss, um länger die Luft anzuhalten, ist, länger auszuatmen.

Und so geht`s:

Einatmen, doppelt so lange ausatmen. Das wiederholt man einige Male, bis man sich entspannt fühlt und bereit zum Tauchen ist. Dann holt man ein letztes Mal tief Luft, taucht ab und erlebt, wie man doppelt so lange unter Wasser bleiben kann. Im Video verrät Christian Redl, wie es detailliert geht und was ruhig atmen noch alles bewirkt. Hier ist das Tutorial, um das Doppelte aus seiner Energie zu machen.
Christian Redl - Weltrekordhalter

Warum wir unter Wasser überleben.

Wir sind so gebaut, dass wir einige Zeit unter Wasser bleiben können. Sobald unser Gesicht nass wird, geht unser Körper in Tauchmodus: Wir halten die Luft an, der Herzschlag verlangsamt sich und der Blutkreislauf konzentriert sich auf die überlebenswichtigen Organe. Hilft uns dieser sogenannte Tauchreflex beim Luftanhalten, sorgt der Atemreiz dafür, dass wir rechtzeitig wieder Luft holen. Dieses Zucken im Zwerchfell ist das Alarmsignal unseres Körpers, so schnell wie möglich wieder an die Oberfläche zu gehen.

Christian Redl - Weltrekordhalter

„Manchmal muss ich mich zwingen, Luft zu holen.“

„In sehr schönen Momenten unter Wasser – etwa, wenn man mit Buckelwalen oder Haien schwimmt – muss man sich selbst daran erinnern, dass man kein Fisch ist. Dann wird es höchste Zeit aufzutauchen. Man muss immer bei sich bleiben, darf nicht zu weit gehen. Denn man droht sonst, einen Überlebensmechanismus zu unterdrücken.“

Unmögliches möglich machen.

Was Christian Redl macht, halten selbst manche Ärzte für unmöglich. Und doch beweist er immer wieder, dass es möglich ist, mit den eigenen Ressourcen hauszuhalten. Ein Prinzip, das übrigens jeder anwenden kann – täglich.