Mit jedem Atemzug die Energie spüren.

Christian Redl im Video über seine Motivation. 

„Ich hab gewusst, ich hab es ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.“

Seine ganze Energie auf ein einziges Ziel konzentrieren – so hat Christian Redl sein neues Leben als professioneller Freitaucher begonnen. Das ist die Story vom Antrieb, ins eiskalte Wasser zu springen.
Christian Redl in Vorbereitung auf den Tauchgang

„Meine Motivation hat mich zu dem gemacht, was ich bin.“

„Ich habe monatelang trainiert, mein ganzes Geld in die Sache gesteckt, weil ich einfach daran geglaubt habe, dass ich es schaffen kann. Daran glauben musste. Jeder negative Gedanke hätte zu viel Energie gekostet.“

Seinem Antrieb folgen und Energie maximal nutzen.

Freitaucher, auch Apnoetaucher genannt, kommen allein mit der Luft aus, die sich in ihren Lungen befindet. Sie nehmen also einen letzten Atemzug, bevor sie abtauchen und bewältigen damit einen Tauchgang von mehreren Minuten. Diese Art die Unterwasserwelt zu erleben, hat Christian Redl schon früh fasziniert. Bereits mit 20 hat er begonnen ohne Pressluftflasche, also frei, zu tauchen. Anfangs nur nebenbei.

Doch bald hat er seine Leidenschaft zu seinem Lebensinhalt gemacht und den Schritt gewagt, professioneller Apnoetaucher zu werden. Um vom Luftanhalten auch leben zu können, musste er etwas machen, das sonst kaum einer wagt: Freitauchen unter Eis.

Christian Redl Weltrekorde

Extreme Herausforderungen.

Freitauchen unter Eis verlangt dem Körper ungleich mehr ab. Gerade diese Herausforderung hat Christian Redl motiviert – so sehr, dass er zehn Weltrekorde aufstellen konnte. Bei einigen davon war er selbst sein stärkster Konkurrent und musste sich selbst immer wieder übertreffen.

Weltrekorde

  1. Februar 2003 Streckentauchen Unter Eis mit 90 Meter (mit Hilfe von Flossen)
  2. Februar 2003 Streckentauchen Unter Eis mit 150 Meter (mit Hilfe von einem Scooter)
  3. September 2006 Streckentauchen in einer Höhle mit 101 Meter
  4. September 2007 Tieftauchen in einer Höhle mit 60 Metern
  5. November 2008 Tieftauchen in einer Höhle mit 71 Metern
  6. März 2009 Streckentauchen Unter Eis mit 93 Meter (mit Hilfe von Flossen)
  7. Februar 2010 Streckentauchen Unter Eis mit 100 Meter (mit Hilfe von Flossen)
  8. März 2011 Tieftauchen Unter Eis mit 61 Meter
  9. Oktober 2012 Höchster Tauchgang auf 5.160 Metern Seehöhe
  10. Februar 2016 Streckentauchen Unter Eis mit 200 Meter (mit Hilfe eines Scooters)

Machen wir mehr aus unserer Energie.

Im warmen Poolwasser schafft es Christian Redl übrigens etwa sieben Minuten lang die Luft anzuhalten. Ein Freitaucher kommt also mit der Energie, die einen normalen Menschen einige wenige Sekunden antreibt, sehr viel weiter. Er holt das absolute Maximum aus seinem Energievorrat. Eine Möglichkeit, die wir alle haben – und nutzen sollten: Wir können allein mit den Ressourcen, die uns die Natur gibt, auskommen. Denn wir haben Wasserkraft. Sie effizient gewinnen, speichern und verwenden, bringt uns einer sauberen Energiezukunft deutlich näher.