Die 5 größten Mythen über E-Autos

Zu teuer, zu wenig Reichweite, umständlich und überhaupt steckt die Technologie ja noch in den Kinderschuhen! Es kursieren viele Mythen rund um die Elektromobilität. Wir räumen damit auf und zeigen, dass die Anschaffung eines Elektroautos sinnvoll ist.

Ein Elektroauto von VERBUND fährt im urbanen Raum.

Mythos 1: Elektroautos sind in der Anschaffung viel zu teuer

Ja, es stimmt zwar, dass Elektroautos in der Anschaffung teurer sind als Diesel- oder Benzinautos, doch steuerliche Erleichterungen, Förderungen sowie die niedrigen Betriebs- & Wartungskosten gleichen die Mehrkosten im Anschaffungspreis innerhalb weniger Jahre aus. Dazu sei gesagt, bei einem Elektrofahrzeug entstehen 50% weniger Betriebs- und Wartungskosten. Elektroantriebe haben weniger Fahrzeugteile, die schnell verschleißen wie z.B. Kupplung und Getriebe, und eine längere Lebensdauer. Ölwechsel und Abgasuntersuchungen entfallen ebenfalls.
Ein E-Auto von VERBUND fährt durch eine herbstliche Landschaft.

Mythos Nr. 2: Die Reichweite von Elektroautos ist zu niedrig und deshalb ist die Benutzung zu umständlich

Die Reichweite eines Elektroautos hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Außentemperatur, vom Alter des Akkus, dem Fahrstil oder dem Fahrzeugmodell. Gehen wir von einer Reichweite zwischen 150 und 500 km je nach Fahrzeugmodell aus, reicht das in der täglichen Autonutzung für die meisten Fahrten komplett, da selten mehr als 100 km pro Tag zurückgelegt werden. 75% der erwerbstätigen Österreicher:innen legen pro Tag weniger als 20 km für Autofahrten in die Arbeit zurück. Diese Distanz ist mit einem Elektroauto problemlos zu bewältigen und beweist, dass E-Autos perfekt für den Alltag sind.*
Akkuanzeige eines Elektroautos

Mythos Nr. 3: Das Aufladen dauert zu lange und es gibt zu wenige Ladestationen

Besitzen Sie ein Haus und die entsprechende Hardware wie z.B. eine Wallbox, können Sie das E-Auto ganz bequem über Nacht aufladen. Somit müssen Sie sich unterwegs keine Gedanken übers Laden machen. Natürlich hat nicht jede:r diese Möglichkeit. Das Netz der Ladestationen wird laufend ausgebaut, beispielsweise bieten einige Fast Food Restaurants oder Supermarktketten auf ihren Parkplätzen Ladestationen an. Das SMATRICS-Netz bietet z.B. heute schon mehr als 435 Ladepunkte an. SMATRICS ist ein Hochleistungsladenetzwerk mit Strom aus 100% Wasserkraft (was wichtig für Förderungen ist, da diese nur gewährt werden, wenn man nachweisen kann, dass man das E-Auto mit Strom aus erneuerbaren Energien lädt). 210 davon laden mit Highspeed, somit dauert eine Vollladung je nach Fahrzeugmodell nur noch 20 Minuten.
 
Zwei Männer fahren in einem Elektroauto.

Mythos Nr. 4: Elektroautos sind nicht sicher

Strom in Kombination mit Wasser gilt als gefährlich. Man denke nur an die Badewanne und den Föhn. Das Laden der E-Autos ist völlig sicher, auch bei Regen, denn Strom fließt erst, sobald der Kontakt von Auto und Stecker hergestellt ist. Was dem:der Fahrer:in eines Elektroautos bewusst sein muss: Das E-Auto ist deutlich leiser als ein motorbetriebenes Fahrzeug. Autohersteller verbauen bereits Module, welche Fahr-Geräusche simulieren, um Fußgänger:innen zu „warnen“.
 
Elektroauto fährt in Richtung Staumauer

Mythos 5: Das Konzept steckt in den Kinderschuhen. Wer weiß, ob sich das durchsetzt?

Stimmt so nicht, die Geschichte von E-Autos reicht bis ins Jahr 1881 zurück! Ganze 12 km/h leistete das weltweit erste Elektromobil. 
Die Nutzung und Neuzulassungen in Österreich steigen heute stetig. Mit Dezember 2021 waren 77 Tausend E-Autos in Österreich zugelassen, mit über 33 Tausend Neuzulassungen - das waren doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. 

Und eines darf man bei all den Vorteilen nicht vergessen: E-Auto fahren macht richtig Spaß! Eine entsprechende Vielfalt gibt es mittlerweile auch an elektrischen Modellen und sie wird auch in Zukunft weiter steigen.