Ist eine Gasheizung gefährlich?

Etwa ein Viertel aller Haushalte in Österreich ist auf Erdgas zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung angewiesen. Aber wie gefährlich ist eine Gasheizung? Wir klären Sie über die Gefahren auf und wie Sie sie vermeiden können.

Ist eine Gasheizung gefährlich? VERBUND klärt auf.

Ist Erdgas giftig?

Bis Ende der 70er Jahre wurde in Wien sogenanntes Stadtgas verwendet, dem Kohlenmonoxid beigemischt war. Wegen der giftigen Zusammensetzung und des hohen Anteils an Kohlenmonoxid wurde Stadtgas durch Erdgas ersetzt. Erdgas verbrennt effektiver und ist an sich nicht giftig. Jedoch werden bei der Verbrennung von Erdgas Abgase freigesetzt, u.a. Kohlenmonoxid, kurz CO. Das Abgas wird für den Menschen gefährlich, wenn es durch den Kamin nicht mehr richtig nach draußen geführt werden kann. Dann tritt Kohlenmonoxid in den Raum und kann schnell zu einer Vergiftung führen. Es ist geruchlos und dadurch besonders gefährlich, denn der Körper kann schon nach wenigen Minuten nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen. Daher ist eine Wartung Ihrer Gasheizung, z.B. eine regelmäßige Thermenwartung, besonders wichtig.


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Wie riecht Erdgas?

Erdgas und Kohlenmonoxid sind geruchlos. Bei einem Leck könnten die Gase aus Ihrer Heizung unbemerkt austreten. Um das zu vermeiden, wird deshalb Erdgas mit Duftstoffen vermischt, die unangenehm riechen sollen und auch schon bei geringer Konzentration wahrgenommen werden. Der Duftstoff kann von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich sein. Viele verwenden aber Schwefel, das durch seinen Geruch nach faulen Eiern zu erkennen ist. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Netzbetreiber nach, welcher Duftstoff verwendet wird.
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Was ist bei einem Gasleck zu tun?

Wenn Sie Gasgeruch in Ihren Wohnräumen bemerken sollten, bewahren Sie Ruhe und beachten Sie folgendes:

  • Öffnen Sie Fenster und Türen und lüften Sie gut durch.
  • Löschen Sie alle offenen Flammen z.B.: Kerzen oder Zigaretten.
  • Verwenden Sie keine elektrischen Geräte - es könnten bei der Verwendung Funken entstehen, die sich möglicherweise entzünden.
  • Wenn möglich drehen Sie den Gassperrhahn ab.
  • Verlassen Sie die Wohnung oder das Haus und rufen Sie den kostenlosen Gasnotruf 128 an, der rund um die Uhr erreichbar ist.
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Wie können Sie sich schützen?

Solange eine Gasheizung regelmäßig gewartet wird und Abgase ungehindert über den Kamin abgeführt werden können, ist Erdgas ein sehr sicheres Heizmittel. Eine regelmäßige Reinigung und Prüfung der Schornsteine ist für den Abzug der Abgase wichtig. Halten Sie deshalb den jährlichen Termin mit Ihrem:Ihrer Rauchfangkehrer:in ein. Im Sommer kann durch hohe Temperaturen die Abfuhr der Abgase gestört werden. Lüften Sie deshalb regelmäßig Ihre Wohnräume. Für zusätzlichen Schutz ist ein Kohlenmonoxidmelder ratsam. Dieser misst laufend die Kohlenmonoxid Konzentration in der Luft. Wenn der voreingestellte Grenzwert erreicht ist, ertönt ein Warnton ähnlich wie bei einem Rauchmelder. Ist ein Austausch Ihrer Gasheizung notwendig, achten Sie darauf, ob eine Installation einer raumluftunabhängigen Gasheizung möglich ist. Diese kann Ihre Sicherheit ebenfalls erhöhen, da die Luftzufuhr von draußen kommt.
Tipps zur Thermenwartung
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Wie zukunftssicher sind Erdgasheizungen?

Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung von Erdgas entsteht, ist geringer als bei anderen fossilen Energieträgern, wie Erdöl oder Kohle. Für die Erreichung der aktuellen Klimaziele ist eine Reduktion des Erdgasverbrauches allerdings notwendig. Bund und Länder fördern deshalb bei Neubauten alternative klimafreundlichere Heizformen wie Fernwärme, Biomasseanlagen oder Heizwärmepumpen. Auch Sanierungen oder der Umstieg von fossilen Heizsystemen wird gefördert. Umrüstungen von bestehenden Erdgasheizungen stellen allerdings aufgrund der Kosten und teilweise fehlender Infrastruktur eine große Herausforderung für die Zukunft dar. Wenn Sie noch nicht umrüsten können und mit Ihrer bestehenden Gasheizung trotzdem zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen wollen, können Sie klimaneutrales Gas1 von VERBUND beziehen. VERBUND kompensiert mit der Förderungen von erneuerbaren Klimaprojekten die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung von Gas entstehen.


Zu VERBUND-Gas wechseln
1 Durch die Verwendung von Gas entstehen CO2-Emissionen. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen diese an einem anderen Ort eingespart werden. VERBUND schafft den CO2-Ausgleich durch Investitionen in saubere Energiegewinnung. Es wird genau die Menge an CO2, die durch die Verwendung von Gas freigesetzt wird, woanders wieder ausgeglichen. Nähere Informationen zu unseren Projekten finden Sie unter www.verbund.at/klimaneutralesgas.