Glühbirne, Energiesparlampe oder LED-Lampe?


Mit dem Ende der Glühbirne begann der Einzug der Energiesparlampen in unser Zuhause. Doch nicht jeder konnte und kann sich mit den mehr oder weniger „neuen“ Birnen anfreunden. Energiesparlampen und LEDs haben leider nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen. Wo liegt nun der Unterschied zwischen Glühbirnen, LEDs und Energiesparlampen? Welche sind besser, was sind die Vor- und Nachteile?

Energiesparlampen – Die Vor- und Nachteile

Zu dunkel und unangenehmes Licht?

Energiesparlampen benötigen eine gewisse Anlaufzeit bis sie hell leuchten, deshalb wurden sie anfangs auch vielfach kritisiert. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl und sie sind von der Lichtqualität kaum noch von Glühbirnen zu unterscheiden. Wir empfehlen Energiesparlampen dort einzusetzen, wo das Licht länger leuchtet und nicht ständig aus- und eingeschaltet wird.

Zu teuer und schnell kaputt?

Ja, die Energiesparlampe ist in der Anschaffung etwas teurer als es die Glühbirnen waren, jedoch haben sie eine 10 bis 20 Mal längere Lebensdauer und rechnen sich daher im Vergleich zur Glühbirne.

Wirklich energiesparend?

Glühbirnen sind kleine teure Heizkörper, da sie einen Wolframdraht besitzen, der sich erhitzt. Dabei werden gerade mal 5 Prozent des verwendeten Stroms für die Lichtumwandlung genutzt, der Rest geht verloren. Energiesparlampen funktionieren anders: Sie erhitzen sich nicht, sind mit elektrisch leitenden Gas gefüllt und die Innenseite ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Sie verbrauchen ca. 80 Prozent weniger Energie als Glühbirnen.

Giftig und gefährlich?

Manche Lampen leuchten auf Quecksilberbasis, wodurch sie als Sondermüll entsorgt werden müssen. Bitte auf keinen Fall in den Hausmüll oder in den Glascontainer werfen, sondern am Wertstoffhof oder bei Sammelstellen abgeben! Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, sollte man das Zimmer sofort lüften. Es gibt aber auch Energiesparlampen mit Splitterbruch und quecksilberfreie Alternativen.

LED Lampe – Die Alternative

LED bedeutet Licht emittierende Diode. Die Halbleiter in der LED-Lampe leuchten, wenn Strom durchfließt. Im Vergleich zu Glühbirnen benötigen sie bis zu 80 % weniger Energie um die gleiche Helligkeit zu erzeugen. Eine Anschaffung lohnt sich vor allem dort, wo Lampen oft und lange eingeschalten werden. Mit einer Lebensdauer von ca. 25.000 Stunden gewinnt die LED gegenüber der Energiesparlampe mit ca. 20.000 Stunden. Sie verbraucht zudem noch weniger Energie. Mittlerweile gibt es auch hier eine große Auswahl, somit gilt das Argument des „unangenehmen Lichts“ nicht mehr. 

Welches Leuchtmittel hat nun die beste Bilanz?

Nehmen wir an, eine LED leuchtet ca. 8 Stunden pro Tag. Bei einer Lebensdauer von 25.000 Stunden hält diese 8,5 Jahre.  Eine Glühbirne  hält ca. 2.000 Stunden. Dh. man würde im gleichen Zeitraum 12,5 Glühbirnen verbrauchen. Somit ist die LED-Lampe am effektivsten was Anschaffungskosten und Stromverbrauch betrifft. 

Die richtige Lichtfarbe

Achten Sie beim Kauf auf die richtige Lichtfarbe. Für Wohnbereiche eigenen sich die Lichttöne „warmweiß“ und „extra-warmweiß“. Diese entsprechen der herkömmlichen Glühbirne. Die Lichtfarben „neutralweiß“ und „tageslichtweiß“ eignen sich zum Ausleuchten von Arbeitsplätzen, da sie eher eine kühle Atmosphäre erzeugen.

Watt oder Lumen?

Energiesparlampen und LEDs erreichen mit weniger Watt mehr Helligkeit als Glühbirnen. Deswegen wird hier nicht in Watt, sondern in Lumen gemessen. Rechnen Sie die Watt mal 10, das ergibt ungefähr den angegebenen Lumenwert auf der Verpackung.