Laufkraftwerk Jettenbach

Das VERBUND-Kraftwerk Jettenbach ist eine Stauanlage am Inn und in der gleichnamigen Gemeinde in Oberbayern gelegen.

Mann in der Küche

250 Haushalte 

versorgt das Kraftwerk Jettenbach I

Umweltbewusst

850 eingesparte
Tonnen CO2*

Fischwanderhilfe

Fischwanderhilfe vorhanden

 

Highlight

1923 als erstes Wehr am bayerischen Inn erbaut

 

*Quelle: ENTSO-E Erzeugung 2017

Das Kraftwerk Jettenbach I wurde 1924 fertiggestellt und eröffnet. Es staut den Inn 8 km zurück. Eine Einrad-Francisturbine verarbeitet die Mindestwassermenge von 5 m3/s und erzeugt im Durchschnitt circa 1 GWh Strom pro Jahr.

Im Stauraum von Jettenbach, kurz vor dem Wehr, wird ein Teil des aufgestauten Wassers durch eine Schützenanlage in den Innwerkkanal geleitet und zum Laufkraftwerk Töging geführt.

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber VERBUND Innkraftwerke GmbH
Inbetriebnahme 1924
Typ Laufkraftwerk
Land Deutschland
Region Bayern
Gewässer Inn
Leistung 01 MW
Jahreserzeugung 1.100 MWh
Turbine Francis
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe
Umweltschutz bei Verbund

Ökologie & Umweltschutz

Die Wehranlage Jettenbach ist mit einer Fischwanderhilfe ausgestattet und durchgängig. Alle Wasserkraftwerke am Inn bestehen:
• aus dem Maschinenhaus mit den Turbinen
• den Wehrfeldern zur Hochwasserabfuhr
• den Dämmen und Deichen für den begleitenden Hochwasserschutz und
• aus Pumpwerken und Gräben, die die landwirtschaftliche Nutzung wie vor Staustufenbau gewährleisten.

Die VERBUND-Wasserkraftwerke am Inn sind also nicht nur Anlagen zur Stromerzeugung, sondern gewährleisten auch den Hochwasserschutz in der Region. Ein weiterer Fokus von VERBUND liegt auf der Verbesserung der ökologischen Gegebenheiten an den Standorten beziehungsweise die Wiederherstellung von natürlichen Flusslandschaften. Dafür setzen wir zahlreiche Maßnahmen: von der Herstellung der Durchgängigkeit mit Fischwanderhilfen bis hin zu Gewässerstrukturierungen und der Anbindung von Seitengewässern. Um den Lebensraum der Fischfauna mit allen Habitatsansprüchen zu gewährleisten wird zusätzliche ein Kiesbankmanagement im naturnahen Fischpass oder unterhalb der Staustufe durchgeführt. Die Sedimentdurchgängigkeit mit Sedimentmanagement, einem Thema der EU–WRRL für den Arterhalt im vom Menschen überformten Fluss, ist ebenso eine wichtige Komponente für den langfristigen Erhalt der Fischfauna.
Unsere aktuellsten Naturschutzprojekte

Wehranlage: Die Wehranlage besitzt 6 Öffnungen mit einer lichten Weite von 17 m. Als Wehrverschlüsse sind Doppelschützen gewählt, die an Windwerke mit Laschenketten gehängt sind. Der Antrieb ist in einem mit Holz verkleideten Eisenbetonüberbau als Wehrhochbau untergebracht. Links schließen sich fast rechtwinklig 21 Kanaleinlauföffnungen von je 5,6 m Breite an, die durch je 2 Schützentafeln verschließbar sind. In dem Gebäude rechts befindet sich ein kleines Kraftwerk, das mit einer Einrad-Francisturbine die im Inn verbleibende Mindestwassermenge von 5m3/s verarbeitet. Über die Wehranlage und das Einlaufbauwerk führen Straßenbrücken. Das Wehr ist auf 4.000 m3/s ausgelegt, die höchste damals bekannte Wassermenge betrug 2.900 m3/s und wurde 1899 erreicht.

Innwerkkanal zwischen Kraftwerk Jettenbach und Kraftwerk Töging: Bei km 128 wird das vom Wehr Jettenbach zurückgehaltene Wasser durch die Schützenanlage in den Kanal geleitet. Es war 1923 der erste Wehrbau im bayerischen Inn. Der 20 km lange Oberwasserkanal beginnt mit einem 300 m langen und 125 m breiten Reinigungsbecken, in dem sich bei Verringerung der Fließgeschwindigkeit das mitgeführte Material ablagern sollte. Zur Erhöhung der Dichtigkeit und Verminderung der Rauigkeit wurde der Kanal, der sich nach 6 km von 52 m auf 30m Wasserspiegelbreite bei 8 m Tiefe verengt, mit Beton ausgekleidet. Die durchschnittliche Wassergeschwindigkeit bei möglichst geringem Gefälleverlust beträgt 2.0 m/s.

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