Pumpspeicherkraftwerk Kaprun Oberstufe & Limberg 2

Das Pumpspeicherkraftwerk Kaprun-Oberstufe/Limberg 2 in der Gemeinde Kaprun in Salzburg, ist Teil einer großen Erzeugungsgruppe aus Speicher-Stauseen und Kraftwerken. 

Mann in der Küche

34.117 Haushalte 

versorgt das Kraftwerk Kaprun-Oberstufe/Limberg 2

Umweltbewusst

113.966 vermiedene
Tonnen CO2*

 

Effizienzsteigerung

Neuer Generator und Pumpturbine für 2020 geplant, Steigerung des RAV um 5%

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Eingebettet in die Gebirgszüge der Hohen Tauern am Fuße Österreichs höchsten Berges, dem Großglockner, befinden sich hier die Stauseen Mooserboden, Wasserfallboden, Margaritzeund Klammsee, die vom Pasterzengletscher und weiteren Gebirgsbächen gespeist werden.

Das Pumpspeicherkraftwerk Kaprun Oberstufe/Limberg 2 pumpt Wasser aus dm tiefer liegenden Stausee Wasserfallboden in den Stausee Mooserboden und wandelt diese Kraft des Wassers bei Bedarf wieder in elektrische Energie um und liefert so wertvolle Ausgleichs- und Regelenergie für das Stromnetz.

Sicherheit für die Energieversorgung

Die beeindruckenden Staumauern der Kapruner Hochgebirgsstauseen und der intelligente Zusammenschluss von Speicherseen mit Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken machen die Kraftwerksgruppe Kaprun zu einem wichtigen Element der österreichischen Energieversorgung. 

Das Wasser, das in den Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden gespeichert und in den Kraftwerken Kaprun-Oberstufe und Kaprun-Hauptstufe zur Stromerzeugung verwendet wird, stammt zu rund 50 % aus dem Süden der Alpen; es ist großteils Schmelzwasser vom Pasterzengletscher des Großglockners.

Wasser aus dem tiefer liegenden Stausee Wasserfallboden kann mit den Pumpen im Kraftwerk Kaprun-Oberstufe in den Stausee Mooserboden gepumpt werden.

Übersicht über das VERBUND-Kraftwerk Kaprun:

VERBUND-Kraftwerk Kaprun Querschnitt
Kraftwerk Kaprun: Querschnitt

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber VERBUND Hydro Power GmbH
Inbetriebnahme 1956
Typ Pumpspeicherkraftwerk
Land Österreich
Region Salzburg, Kärnten
Gewässer Möll, Käferbäche, Kapruner Ache, Leiterbach, Ebmattenbäche, Wielingerbach
Leistung 593 MW
Jahreserzeugung 152.092 MWh
Turbine Kaplan
Durchgängigkeit keine Fischwanderhilfe

Die Kraftwerksbaustelle von Limberg II (Bauzeit 2006-2011) im ökologisch sensiblen Hochgebirge erforderte besonderes Fingerspitzengefühl. Schon in der Planungsphase legte VERBUND besonderen Wert auf den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. 

Umwelt & Natur im Fokus beim Bau von Limberg 2

Gemeinsam mit dem Institut für Ökologie des Hauses der Natur in Elsbethen/Salzburg erfolgten die Vorerhebungen nach strengsten Richtlinien. Die Expertinnen und Experten erfassten die Flora und Fauna und analysierten mögliche Auswirkungen des Projekts auf die Anrainerinnen und Anrainer im Tal sowie den Tourismus. Besonders wertvolle Bereiche mit gefährdeten Pflanzenarten, speziellen Vegetationsstrukturen und landschaftsprägenden Bäumen wurden zu Tabuzonen erklärt und abgesichert. Seltene Pflanzen – wie zum Beispiel die unterhalb der Limbergsperre wachsende Alpensüßdolde – wurden markiert und schonend an geschützte Standorte verpflanzt. Vorhandene Feuchtvegetationen wurden dauerhaft gesichert, und neu angelegte Gewässer fördern vor allem die Amphibienfauna – darunter Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche und Alpensalamander.

Renaturierungsmaßnahmen

Um erdoffene Felslager- und Baustelleneinrichtungsflächen zu begrünen, setzte VERBUND das eigens vom Ökologie-Institut entwickelte „Saat-Soden-Kombinationsverfahren“ ein. Die neue Methode ermöglicht eine Renaturierung in Lagen mit sehr kurzer Vegetationszeit und langsamem Pflanzenwachstum. Eine Fläche von rund 16,5 ha mit Ausbruchsmaterial von Tunnel, Kaverne und Triebwasserweg ist heute wieder Almwiese mit wertvollen Pflanzen. Auch das beim Bau der Drossensperre vor rund 50 Jahren zurückgelassenes Ausbruchmaterial sowie Betonfundamente wurden ebenfalls renaturiert.

 

Nachhaltiger Bau des Pumspeicherkraftwerks Limberg ll

Speicher Mooserboden und Wasserfallboden:

Das Stauziel des Speichers Mooserboden liegt auf 2.036 m Seehöhe. Die topografische Situation erforderte zwei Abschlussbauwerke für den Speicher: Die Moosersperre und die Drossensperre. Das Stauziel des tieferliegenden Speichers Wasserfallboden liegt auf 1.672 m Seehöhe mit dem Abschlussbauwerk, der Limbergsperre. 

Limberg I:

Das Krafthaus wurde am Fuß der Limbergsperre zur Gänze auf Fels errichtet. Im Krafthaus sind zwei Maschinensätze mit horizontaler Welle (zwei Francis-Turbinen) und einer Engpassleistung von zusammen 112 MW (ohne Eigenbedarfsmaschinensätze) installiert. Jeder der Maschinensätze besteht aus einer Francis-Turbine, einem Motorgenerator, einer Zahnkupplung und einer zweistufigen doppelflutigen Pumpe. Im Krafthaus wurde eine 110-kV-Innenraumschaltanlage ausgeführt. Die Energie wird über eine 110-kV-Doppelleitung zur Freiluftschaltanlage Kaprun abgeleitet.

Limberg II

Limberg II, die „grüne Batterie“, stellt die bedeutendste Erweiterung der Kraftwerksgruppe Kaprun seit der Inbetriebnahme der Oberstufe im Jahre 1956 dar. Zwei Kavernen, eine Kraftkaverne und eine Trafokaverne wurden unterirdisch in den Felsen gebaut. Zwei vertikal eingebaute Pumpenturbinen mit einem Schluckvermögen von je 72 m³/sec liefern mit je 240 MW im Pump- und Turbinenbetrieb wertvolle Spitzenenergie. 

 

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