Leitungsprovisorium: früherer Betrieb

10.03.2008Wien

Die Fallböen des Sturmtief „Emma“ vom 1. März haben wie berichtet auch Leitungen der VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) in Mitleidenschaft gezogen. Eine von der APG beauftragte Analyse der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bestätigt als Ursache eine meteorologische Ausnahmesituation.

Dank der enormen Leistung von rund 150 Mitarbeitern der APG und der Partnerfirmen LBG und ALB geht das Leitungsprovisorium mit Ersatzmasten heute  - einen Tag früher als geplant - in Betrieb. Mit dem Leitungsprovisorium wird das überregionale und regionale Übertragungsnetz der APG weiter stabilisiert. Dank des enormen Einsatzes der Leitungstrupps und der effizienten Koordination der Planung konnte das Leitungsprovisorium in Rekordzeit errichtet werden, obwohl die Schäden aufgrund der meteorologischen Ausnahmesituation und der Länge des betroffenen Leitungsabschnitts (2,5 km) zusätzliche Arbeiten notwendig machten. Mehr als 150 Mitarbeiter der APG und der Partnerfirmen LGB und ALB waren im Einsatz, die gesamte Leitung wurde mehrmals in voller Länge überprüft. Besonders erfreulich war die Zusammenarbeit mit der örtlichen Bevölkerung.

„Dank der guten Vorbereitung durch regelmäßige Einsatzübungen konnte die Situation rasch beherrscht und die überregionale Versorgung der Landesgesellschaften gesichert werden“, zieht APG-Vorstand Dr. Heinz Kaupa eine erste Bilanz der Ereignisse. „Wir dürfen uns bei allen Mitarbeitern sowie bei den Anrainern, Grundbesitzern und den Gemeinden sehr herzlich für ihre Unterstützung bei den Arbeiten und ihr Verständnis bedanken“.

Wissenschaftliche Analyse belegt Ausnahmesituation
Eine von der APG in Auftrag gegebene wissenschaftliche Analyse der ZAMG bestätigt die Vermutung, dass es sich in der betroffenen Region um eine meteorologische Ausnahmesituation handelte wie sie in dieser Dimension nicht vorherzusehen war.

Heftige Gewitterfallböen – so genannte Downbursts – trafen in Verbindung mit schwerem Niederschlag auf die Strommaste der APG. Diese waren verstärkt gebaut, konnten aber diesen Kräften nicht standhalten.  Downbursts mit dieser Intensität wurden in Österreich noch nicht dokumentiert, die Wahrscheinlichkeit, dass sie auftreten ist vergleichbar mit der eines Jahrhunderthochwassers.

Sicherheit durch bewährtes System
Das System der Freileitungen ist weltweit seit Jahrzehnten bewährt und bietet vor allem im Übertragungsnetz optimale Versorgungssicherheit. Wie der aktuelle Fall zeigt, können Schäden im Gegensatz zu anderen Systemen rasch behoben werden während die Versorgungssicherheit erhalten bleibt. 

Nächste Schritte gemeinsam mit den Behörden
Nun muss gemeinsam mit den zuständigen Behörden festgelegt werden, wann und wie die betroffenen Leitungsabschnitte wieder aufgebaut werden können: „Für uns stehen die Sicherheit der Bevölkerung und die Sicherheit der Stromversorgung im Vordergrund. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und suchen nun mit Experten und den zuständigen Behörden eine optimale Lösung.“ betont APG-Vorstand Thomas Karall.