Österreichs Klimaschutz-Gemeinden 2010

19.10.2010Wien

Auersbach, Murau und Thalgau sind "Österreichs Klimaschutz-Gemeinden 2010".

Auersbach: "Nachhaltiger Lebensstil Auersbach"

Öffentliche, unternehmerische und private Initiativen sorgen in der Gemeinde Auersbach für Vorbildwirkung in Sachen Klimaschutz. Auersbach zeigt, wie eine ganzheitliche und erfolgreiche Entwicklung möglich ist, wenn die Aspekte der Regionalität genutzt und ein respektvollerer Umgang mit den Ressourcen vorgelebt wird. So hat man in der Gemeinde Auersbach früh erkannt: "Je näher die Produktherstellung, desto kürzer der Transportweg". Neben dem öffentlichen Verkehr werden daher besonders die regionalen Produkte gefördert. Dank verschiedener Betriebe und einem Biogaswerk ist Auersbach schon jetzt sowohl bei Strom als auch bei Wärme zu über 80 Prozent energieautark. Die Jury überzeugte vor allem die "Einbettung in ein Energiekonzept/-programm" und die "Regionale Einbettung" des Projekts.

Murau: "Gemeinde mit eigener Strom- und Wärmeerzeugung"

Die Gemeinde Murau hat ihre Stromerzeugung bereits in den letzten Jahrzehnten selbst in die Hand genommen. Mit dem Betrieb "Murauer Stadtwerke" gelang es nun in zwei Kraftwerken beinahe 100 Prozent des Murauer Strombedarfs aus Wasserkraft zu gewinnen. Der nächste Schritt erfolgt mit der Errichtung eines Nahwärmeheizwerkes. Alle öffentlichen Objekte der Stadtgemeinde, wie zum Beispiel Schulen, das Rathaus und gemeindeeigene Wohnhäuser, werden bereits jetzt mit Biomasse beheizt. Für das Winterhalbjahr ist ein Konzept mit Stromerzeugung aus Holzvergasung vorgesehen.
Murau erhielt von der Jury vor allem für die "Energieeffizienz- und Emissionsreduktion" sowie die "Einbettung in ein Energiekonzept/-programm" die meisten Punkte in seiner Kategorie.