Gestiegenes Operatives Ergebnis trotz außerordentlich schwacher Wasserführung

27.07.2011Wien

VERBUND präsentiert für die Quartale 1-2/2011 ein leicht verbessertes operatives Ergebnis, aber ein rückläufiges Konzernergebnis.

Kennzahlen Einheit

Q1-2/2011

Q1-2/2010

Veränderung %

Umsatzerlöse Mio. €

1.867,9

1.582,0

18,1

Operatives Ergebnis
Mio. €

388,7

382,3

1,7

Umsatzrentabilität (ROS; EBIT-Marge)
%

20,8

24,2

-

EBITDA Mio. €

505,1

495,4

2,0

EBITDA-Marge % 27,0
 31,3  
Konzernergebnis Mio. €

176,3

210,3

-16,2

Ergebnis je Aktie

0,51

0,68

-25,6

Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. €

491,7

420,9

16,8

Nettoverschuldungsgrad %
 103,4  96,8  -

In den Quartalen 1-2/2011 konnte trotz der stark unterdurchschnittlichen Wasserführung im Quartal 2/2011 ein Anstieg des operativen Ergebnisses erzielt werden. Der Erzeugungskoeffizient lag im ersten Halbjahr 2011 mit 0,86 um 14 % unter dem vieljährigen Durchschnitt (6 %-Punkte unter dem Vorjahreswert). Dies führte zu einem negativen Effekt von 82,5 Mio. € auf das operative Ergebnis. Auch die Erzeugung aus Jahresspeicherkraftwerken lag unter dem Vorjahresniveau. Die VERBUND-Eigenerzeugung aus Wasserkraft sank daher im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % auf 11.752 GWh. Im Gegenzug stieg die Erzeugung aus Wärmekraft im Vergleich zum Vorjahr um 34,1 % auf 2.454 GWh. Insgesamt verringerte sich die VERBUND-Eigenerzeugung um knapp 1 %.

Das Konzernergebnis wurde insbesondere durch das negative Beteiligungsergebnis belastet. Die Kursverluste aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten bei den türkischen Gemeinschaftsunternehmen, der Wegfall positiver Ergebniseffekte aus steuerlichen Investitionsbegünstigungen bei der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) und die schwierige Marktsituation sowie die Restrukturierungen bei der französischen POWEO S.A. (Group) und ihren Tochterunternehmen führten zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnisbeitrags der Auslandsbeteiligungen.

Die europäischen Großhandelspreise sind nach der Atomkrise in Japan und dem deutschen Atom-Moratorium gestiegen. Im Rahmen der Absicherungsstrategie verkauft VERBUND einen Großteil der jährlichen Eigenerzeugung bereits ein Jahr im Voraus. Die Entwicklung der Großhandelspreise schlägt sich daher nicht unmittelbar im Halbjahresergebnis 2011 nieder, sondern erst 2012.

Schrittweise Bereinigung am französischen Markt
Im Juli wurden Verträge zum Verkauf des französischen Renewables-Portfolios unterzeichnet. Das Closing wird im zweiten Halbjahr 2011 erwartet.

Anteile an Innkraftwerken verkauft
Anfang Juli 2011 wurde der – bereits beim Erwerb angekündigte – Verkauf von Anteilen an den bayerischen Innkraftwerken abgeschlossen. Die österreichischen Energieversorger Wien Energie und EVN halten nun gemeinsam 26 % der Anteile. Als Kaufpreis wurde der ursprüngliche Erwerbspreis von VERBUND plus einer angemessenen Verzinsung vereinbart.

Ausblick auf das Gesamtjahr
Unter der Annahme einer durchschnittlichen Wasserführung im zweiten Halbjahr 2011, wird für das Gesamtjahr 2011 ein nahezu gleichbleibendes operatives Ergebnis sowie Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Dividende wird sich an einer Ausschüttungsquote von 45 bis 50 % orientieren.

Kontakt

Andreas Wollein Andreas Wollein

Leiter Finanzmanagement, M&A und Investor Relations

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