VERBUND Ergebnis Quartal 1/2014 Schwieriges Marktumfeld belastet Ergebnis

07.05.2014Wien

VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Wasserkrafterzeuger Europas, präsentiert das unter den derzeitigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet niedrige Ergebnis für das erste Quartal 2014. Bei einer unterdurchschnittlichen Wasserführung der Flüsse lag der Erzeugungskoeffizient um 7,0 % unter dem langjährigen Durchschnitt und um 27 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Das EBITDA fiel um 33,9 % auf 207,1 Mio. €, das Konzernergebnis lag mit 40,9 Mio. € um 46,8 % unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft liegt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 bei einem EBITDA von rund 850 Mio. € und einem Konzernergebnis von rund 150 Mio. €.

Das schwierige wirtschaftliche Marktumfeld für VERBUND hat sich im ersten Quartal weiter verschärft. Das Niveau der Großhandelspreise für Strom ist weiter gesunken. Dafür sind vor allem drei Faktoren maßgeblich: die zu starke Subventionierung neuer erneuerbarer Energien, die Überkapazitäten am europäischen Strommarkt sowie der nicht funktionierende CO2-Markt in Europa. Sowohl die von der EU beschlossene Stärkung des Emissionshandels in Form des „Backloading“ als auch die geplante Reform der Ökostrom-Förderung in Deutschland reichen nicht aus, um die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Geschäftsergebnis

Das operative Geschäft war im Quartal 1/2014 von einer unterdurchschnittlichen Wasserführung der Flüsse geprägt. Der Erzeugungskoeffizient von 0,93 lag um 7,0 % unter dem langjährigen Durchschnitt und um 27 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Die Erzeugung aus Wasserkraft sank somit um 1.077 GWh. Insgesamt war die Eigenerzeugung von VERBUND im Quartal 1/2014 mit 6.544 GWh um 22,9 % niedriger als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die negativen Rahmenbedingungen spiegeln sich  auch in gefallenen durchschnittlichen Absatzpreisen. Das EBITDA fiel daher deutlich um 33,9 % auf 207,1 Mio. €, das Konzernergebnis lag mit 40,9 Mio. € um 46,8 % unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

Optimierung Gasportfolio

Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen sind Gaskraftwerke in Europa nicht wirtschaftlich zu betreiben. VERBUND arbeitet weiterhin an der Optimierung für das gesamte Gas-Portfolio. Für das Gaskombi-Kraftwerk Mellach läuft zur Zeit der Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens bezüglich des langfristigen und ölpreisgebundenen Gasliefervertrags mit Zwangsabnahmemengen. Für den gesamten Standort Mellach/Werndorf werden – unter Berücksichtigung der bis ins Jahr 2020 laufenden Fernwärmelieferverpflichtung für die Stadt Graz– alle Optionen geprüft. Die Beteiligung an der italienischen Sorgenia wurde auf Null abgeschrieben. Die beiden französischen Gaskraftwerke Toul und Pont-sur-Sambre stehen zum Verkauf bzw. werden zur Einmottung vorbereitet.

Erfolgreiche Marktoffensive

Mit September 2013 senkte VERBUND als erster Stromanbieter in Österreich den Strompreis für Haushalts/ Landwirtschafts- und Gewerbekunden um rund 10 %. Die Strompreissenkung sowie der schnelle Anbieterwechsel werden von der multimedialen Werbekampagne „Danke, Wasserkraft!“ mit den Publikumslieblingen Stermann und Grissemann beworben. Im ersten Quartal 2014 konnte VERBUND den Kundenstock um rund 17.000 Neukunden erweitern und erreichte per Ende März 322.000 Privatkunden.

Ausblick 2014 bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus

Wasserkraft ein EBITDA von rund 850 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 150 Mio. €. Für 2014 ist eine Ausschüttungsquote von rund 50 % geplant – bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis.

Konzernpressesprecherin

Ingun Metelko Ingun Metelko

Unternehmenssprecherin

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