VERBUND setzt Effizienzprogramm fort

11.11.2014

VERBUND treibt die Umsetzung der strategischen Ausrichtung konsequent voran und setzt das bereits 2013 gestartete Effizienzprogramm fort. Das laufende Programm führt zu einer Reduktion von 250 Stellen, der Großteil ist bereits umgesetzt. Das führende österreichische Stromunternehmen plant nun eine weitere deutliche Straffung des Investitionsplans und will den Personalstand bis 2020 um weitere rund 250 Stellen reduzieren.

VERBUND setzt nächste Maßnahmen für seine strategische Ausrichtung in einem dramatisch veränderten Energiemarkt: Das Unternehmen hat sich 2014 aus Italien, Frankreich, Bulgarien sowie bereits 2013 aus der Türkei zurückgezogen und konzentriert sich auf das geographische Marktgebiet Österreich und Deutschland. Der Ausstieg aus der thermischen Erzeugung außerhalb Österreichs ist weitgehend erfolgt, VERBUND setzt auf CO2-freie Erzeugung aus Wasser- und Windkraft. Zukünftige Wachstumsfelder stellen neben ausgewählten Wasserkraftprojekten und Effizienzsteigerungen bei vorhandenen Kraftwerken auch Energiedienstleistungen und energienahe Angebote für Privat-, Industrie,  wie auch Geschäftskunden dar.

Bereits im Herbst 2013 hat VERBUND ein umfassendes Maßnahmenpaket mit Straffung der Investitionen, Restrukturierung des thermischen Portfolios sowie Senkung der Kosten bei Instandhaltung und Personal gestartet:

Der Investitionsplan wurde deutlich zurückgenommen sowie zeitlich gestreckt. Der Fokus liegt auf der Fertigstellung von laufenden Bauprojekten sowie auf Effizienzsteigerung und Revitalisierungen von bestehenden Kraftwerken. Darüber hinaus hat das interne Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm im Jahr 2013 bereits Kosteneinsparungen von 30 Mio. € gebracht, im Jahr 2014 kommen weitere 65 Mio. € dazu. Insgesamt werden bis 2015 damit die geplanten Kosteneinsparungen von mehr als 130 Mio. € jedenfalls erzielt. Aus diesem seit Herbst 2013 laufenden Programm resultiert eine Stellenreduktion um rund 250 Personen. Für rund 80 % dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es sozial verträgliche Lösungen gemäß des vereinbarten Sozialplans. Die restlichen rund 20 % stehen dem internen Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Weitere Kosten- und Effizienzmaßnahmen 2014 bis 2020

Am 11. November 2014 informierte der VERBUND-Vorstand persönlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über weitere notwendige Schritte zur konsequenten Umsetzung der Strategie:

  • Der Personalstand im thermischen Bereich wird sich aufgrund der Schließungs- und Verkaufsmaßnahmen um rund 80 Stellen in Österreich verringern, in Frankreich fallen rund 30 Stellen aufgrund des Verkaufs weg.
  • Der bereits im Vorjahr gestraffte Investitionsplan soll neuerlich deutliche Abstriche erhalten, woraus ein Abbau von cirka 60 Stellen resultiert.

Der Fokus auf Wasserkraft und energienahe Dienstleistungen auf den Märkten Österreich und Deutschland reduziert die Komplexität des Unternehmens deutlich und stellt gleichzeitig neue Anforderungen an VERBUND. Die Struktur und Organisation folgen dieser Entwicklung: 

  • Für den Zeitraum bis 2020 wurde daher ein weiterer Personalabbau von 110 Mitarbeiter in Verwaltung, Administration und im kaufmännischen Bereich festgesetzt.
  • Der Personalaufnahmestopp - mit Ausnahme von Lehrlingen - bleibt aufrecht, der erfolgreiche interne Arbeitsmarkt wird fortgesetzt. Weitere rund 75 notwendige Nachbesetzungen werden nicht extern, sondern über den internen Arbeitsmarkt  abgedeckt.

Wie bei VERBUND üblich greifen hier die gemäß des vereinbarten Sozialplans vorgesehenen sozialverträglichen Maßnahmen.

„Wir erleben herausfordernde Zeiten und reagieren proaktiv mit den richtigen Maßnahmen und Weichenstellungen. Das ist ambitioniert, aber VERBUND geht bei der Stellenreduktion und beim Personalabbau sozial verträglich vor. Die konsequente Weiterführung unseres strategischen Weges wird unsere erfolgreiche Positionierung als profitabler CO2-freier Grünstromerzeuger und Energiedienstleister in Europa stärken“, so Anzengruber. 

Konzernpressesprecherin

Ingun Metelko Ingun Metelko

Unternehmenssprecherin

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