Corporate News: VERBUND Ergebnis Quartal 1/2020

13.05.2020Wien

Zufriedenstellende Geschäftsentwicklung trotz geänderter Rahmenbedingungen aufgrund der COVID-19-Krise

Das energiewirtschaftliche Umfeld hat sich aufgrund der COVID-19-Krise in sehr kurzer Zeit im Quartal 1/2020 verändert. Den Auswirkungen von COVID-19 können sich weder die Real- noch die Finanzwirtschaft entziehen, auch die Energiewirtschaft spürt die Folgen der weltweiten Pandemie. So reduzierten sich die Preise für CO2-Zertifikate nach Ausbruch der Krise in Europa aufgrund der geringeren Stromproduktion und eines Überangebots an CO2-Zertifikaten. Die Preise für Kohle, Gas und Erdöl fielen aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage aus Industrie und Wirtschaft ebenfalls teils erheblich. Dieses Umfeld wirkte sich negativ auf die Großhandelspreise für Strom aus.

Hinsichtlich des Krisenmanagements haben wir bei VERBUND frühzeitig auf die Krise reagiert. Vorrangiges Ziel in der derzeitigen COVID-19-Krise ist die Aufrechterhaltung der Stromversorgung in Österreich – sowohl im Bereich der Produktion als auch im Übertragungsbereich. Um dies zu gewährleisten, ist die bewährte VERBUND-Krisenmanagementorganisation sowie der -Krisenstab im Einsatz, welche in enger Abstimmung mit dem staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagement zusammenarbeiten.

VERBUND ist in diesem schwierigen Umfeld aber dank seiner geringen Verschuldung und seiner Absicherungsstrategie der eigenen Stromproduktion für 2020 gut positioniert. So können wir im Quartal 1/2020 trotz Corona-Krise auf eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung verweisen.

Das EBITDA sank nur leicht um 4,9 % auf 331,0 Mio. €. Das Konzernergebnis reduzierte sich um 12,1 % auf 156,5 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Positiv auf die Ergebnisentwicklung  wirkten die gestiegenen Terminmarktpreise 2020 für Strom, die bereits 2019 abgesichert werden konnten und die geringfügig höheren Ergebnisbeiträge aus den Segmenten Neue Erneuerbare und Absatz. Negativ auf die Ergebnisentwicklung wirkte die geringere Wasserführung, die im Quartal 1/2020 zwar mit einem Erzeugungskoeffizient von 1,09 um 9 % über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 12 Prozentpunkte unter dem Vergleichsquartal Q1/2019 lag. Zusätzlich negativ wirkten die durch die Auswirkungen der Coronakrise gesunkenen Spotmarktpreise für Strom sowie die gesunkenen Ergebnisbeiträge aus dem Segment Netz, die durch die geringere Nachfrage nach Strom rückläufig waren. Der Free Cashflow betrug im Quartal 1/2020 150,2 Mio. €, die Nettoverschuldung konnte somit um 6,7 % auf 2.104,2 Mio. € reduziert werden.
 

Ergebnisausblick für 2020 angepasst

Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft in den Quartalen 2– 4/2020 sowie der Chancen- und Risikolage wird für das Geschäftsjahr 2020 ein EBITDA zwischen rund 1.090 und 1.250 Mio. € und ein Konzernergebnis zwischen rund 470 und 560 Mio. € erwartet. VERBUND plant für das Geschäftsjahr 2020 eine Ausschüttungsquote zwischen 40 % und 50 % bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis.

Kontakt

Andreas Wollein Andreas Wollein

Leiter Finanzmanagement, M&A und Investor Relations

E-Mail senden

Kennzahlen Einheit Q1/2019 Q1/2020 Veränderung in %
Umsatzerlöse Mio. € 1.208,4 1.257,3 4,0
EBITDA Mio. € 348,0 331,0 -4,9
Operatives Ergebnis Mio. € 258,3 236,2 -8,5
Konzernergebnis Mio. € 178,1 156,5 -12,1
Ergebnis je Aktie 0,51 0,45 -12,1
EBIT-Marge % 21,4 18,8
EBITDA-Marge % 28,8 26,3
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 379,8 298,2 -21,5
Free Cashflow vor Dividende Mio. € 305,6 150,2 -50,9
Free Cashflow nach Dividende Mio. € 305,6 150,2 -50,9
Performance der VERBUND-Aktie % 14,9 -26,2
Nettoverschuldungsgrad % 38,1 30,7
Weitere Informationen sowie den Zwischenbericht 1/2020  finden Sie auf www.verbund.com > Investor Relations > Aktuelles Finanzergebnis.