Klimaschutz: Mit neuem Schwung durchstarten

Mehr Tiere in den Städten, weniger Abgase in der Luft: Die letzten Monate brachten die Natur zum Aufblühen. Was wir daraus für den Klimaschutz lernen können.

Die Luft ist klarer. Die Flüsse sind sauberer. Die Vögel zwitschern ausgelassener in den Bäumen. Kaum zu glauben, was passiert, wenn viele Menschen einen Gang zurückschalten. Fakt ist: Unser Verhalten hat großen Einfluss auf die Natur – und wir können ihre Zukunft mitgestalten.
Frau umarmt Baum

Saubere Luft: Mensch und Natur atmen auf

Die letzten Monate haben es einmal mehr bewiesen: Weniger Verkehr und Industrieabgase bringen eine sauberere Luft. Laut einer Studie eines internationalen Forscherteams in der Fachzeitschrift Nature Climate Change sanken im April 2020 die globalen CO2-Werte um bis zu 17 % gegenüber 2019. Einer der Hauptgründe war, dass heuer zu dieser Zeit viel weniger Autos mit Benzin- oder Dieselantrieb unterwegs  waren.

Für die Zukunft bedeutet das: Ein Umstieg auf saubere Mobilität – zum Beispiel mit Elektroautos – ist wichtiger denn je. Auch weil dadurch umweltschädigende Stickstoffe reduziert werden. So wurden im Frühjahr in heimischen Städten wie Graz oder Wien bis zu ein Drittel weniger Stickoxide in der Luft gemessen. Diese Verbesserung ist besonders wichtig, weil pro Jahr mehr als 6.500 Österreicherinnen und Österreicher an den Folgen von Luftverschmutzung sterben.  

Biodiversität – die Rückkehr der Natur

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies für diese Webseite, um YouTube-Videos ansehen zu können.
Blumenwiese vor Bergen und Bergsee.

Ruhe statt Stress: Tieren mehr Raum bieten

Was passiert, wenn der Mensch Lärm und Licht reduziert? Es gibt mehr Raum für Wildtiere. Das zeigte sich 2020 an vielen Orten: In Chile zog ein Puma durch die Straßen. In Venedig wurden Delphine im Wasser gesichtet. In österreichischen Städten waren vermehrt Rehe, Füchse oder Igel unterwegs. Andere Tiere profitierten von mehr Sicherheit: Erdkröten legen zum Beispiel zur Paarungszeit weite Strecken zurück und werden normalerweise regelmäßig von Autos überfahren.

Auch künftig gilt es, Tieren und Pflanzen mehr Platz zu bieten. Ein wichtiger Schritt dazu ist die EU-Biodiversitätsstrategie2030, die im Mai von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde. Ein Ziel der Strategie ist, ein Drittel der Landgebiete und ein Drittel der Meere Europas unter Naturschutz zu stellen. Darüber hinaus sollen geschädigte Ökosysteme wiederhergestellt werden – etwa durch das Pflanzen von drei Milliarden Bäumen bis 2030 oder den Ausbau der Biolandwirtschaft.
Freie Fahrt für Wasserbewohner: Um die Artenvielfalt bei Kraftwerken zu schützen, baut VERBUND Fischwanderhilfen. So gelangen Fische sicher zu ihren Laichplätzen. Zudem wurde fast ein Drittel der Flächen um die mehr als 130 Wasserkraftwerke in Österreich und Bayern unter Naturschutz gestellt. Ein Beispiel: Beim Salzachkraftwerk Kreuzbergmaut in Salzburg finden sich – zehn Jahre nach Fertigstellung – 24 geschützte Pflanzen- und Tierarten. Mehr: Verantwortung bei VERBUND
Tal zwischen zwei Bergen.

Grüner Zusammenhalt: Regional denken und einkaufen

Der Trend zu Regionalität kann ebenfalls positive Auswirkungen auf die Natur haben. In Österreich verbrachte 2020 jeder zweite Reisende seinen Sommerurlaub in der Heimat. Warum also nicht in Zukunft öfters Ferien daheim machen und auf CO2-intensive Flugreisen verzichten? Auch regionales Fleisch, Obst und Gemüse steht hoch im Kurs. Online-Plattformen wie frischzumir.at unterstützen Betriebe aus der Umgebung und fördern eine nachhaltige Lebensmittelproduktion.

Im Haushalt, in der Arbeit oder unterwegs – jede und jeder Einzelne kann zum Aufblühen der Natur beitragen. Drei praktische Tipps für den Alltag:

  • Sauberer Strom: Der Umstieg auf erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Windenergie und Sonnenkraft reduziert den CO2-Ausstoß und schützt das Klima.
  • Nachhaltig fortbewegen: Ob zur Arbeit oder privat – wer das Auto stehen lässt und mit Bahn, Bus oder Rad fährt, schenkt der Umwelt Luft zum Atmen.
  • Grüne Oase: Der eigene Garten bietet Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Co. Eine nützliche Broschüre dazu findet sich hier: Lebensraum Garten.
Voriger Slide Nächster Slide
Jetzt heißt es durchstarten : Um Österreichs Natur für Generationen zu bewahren, braucht es frische Ideen und saubere Energiealternativen. Mit Strom aus Wasser, Wind und Sonne treibt VERBUND die Energiezukunft voran. Damit die heimische Tier- und Pflanzenwelt auch von zukünftigen Generationen bestaunt werden kann. Mehr Infos und Tipps: VERBUND-Themenwelten.