Speicherkraftwerk Salza

Das VERBUND-Kraftwerk Salza ist ein Speicherkraftwerk und in der Gemeinde St. Martin am Grimming in der Steiermark gelegen. Es wurde von 1947 bis 1949 erbaut.

Technische Beschreibung 

Der rund 6 km lange Stausee Salza liegt harmonisch eingebettet in der engen Talschlucht der Mitterndorfer Salza, sein Nutzinhalt beträgt 10,5 Mio. m3. Als Abschlussbauwerk wurde eine 53 m hohe Staumauer mit einer Basisbreite von 12 m ausgeführt. Insgesamt wurden rund 23.000 m3 Beton in das Sperrenbauwerk
eingebracht. Rund 0,5 km unterhalb der Salza-Sperre wurde am rechten Ufer der Salza das Krafthaus errichtet. Im Krafthaus ist ein Maschinensatz, bestehend aus einer Francis-Spiralturbine und einem direkt gekuppelten Drehstrom-Synchrongenerator eingebaut. Der erzeugte Strom wird in das regionale Verteilnetz der Steweag-Steg eingespeist.

Von 2007 bis 2008 wurde die Sperre Salza nach knapp 60 Betriebsjahren umfassend revitalisiert und dem Stand der Technik angepasst.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber: VERBUND Hydro Power GmbH                                 
Inbetriebnahme: 1949
Typ:  Speicherkraftwerk
Region: Österreich, Steiermark
Gewässer: Salza
Leistung: 8,5 MW
Jahreserzeugung: 26.798,2 MWh
Turbinen: Francis 
Fischwanderhilfen:                      nein

Detailinformationen zu Geschichte, Bau und Technik

Salza Krafthaus
Nach Abschluss der Vorplanungen und der Erklärung zum bevorzugten Wasserbau durch die Steirische Landesregierung am 18. November 1946 begannen die wasserrechtlichen Verhandlungen. Gleichzeitig sicherte die Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG (STEWEAG) die Finanzierung des Bauvorhabens. Mit dem Baubeginn im Winter 1946/47 setzen Erschließungsarbeiten wie die Anlegung von Zufahrtswegen und die Einrichtung des Bauhofs ein. Die Baugenehmigung wurde durch das Bundesministerium für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung am 10. März 1947 erteilt. Am 9. Mai desselben Jahres fand der Spatenstich für das Krafthaus statt, das nach Plänen des Architekten Fritz Haas errichtet werden sollte. Nach dem Aushub der Baugrube begannen im April 1948 die Betonierarbeiten an den Fundamenten. Bereits am 15. Oktober 1948 wurde die Gleichenfeier des Hauptbaus begangen, auch die Eindeckung des Krafthauses war zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Im Februar 1949 wurde die Turbine angeliefert, im April folgte der Generator. Die Montagearbeiten dauerten ungefähr vier Wochen; sie wurden von der Grazer Maschinenfabrik Andritz und der Elin Union aus Weiz ausgeführt. Den Abschluss der Bauarbeiten markiert die offizielle Betriebseröffnung durch den Landeshauptmann am 5. September 1949. In den Jahren 1962/63 wurde die Turbine teilweise umgebaut, der Turbinenregler blieb jedoch im Original erhalten. 1991 erhielt das Werk einen neuen 10.000 kVA-Maschinentransformator von der Elin Union.

Wohnsiedlung:
Gleichzeitig mit dem Werk wurden zwei Werkswohnhäuser mit je vier Wohneinheiten errichtet. Nach der Nutzung als Ferienheim für die Mitarbeiter der STEWEAG gingen die Häuser an die STEWEAG-Tochter Aqua.net Wasser- und Freizeitanlagen Steiermark Ges.m.b.H. über und wurden 2003 verkauft.

Salza Sperre:
Nach Abschluss der Vorplanungen und der Erklärung zum bevorzugten Wasserbau durch die Steirische Landesregierung am 18. November 1946 begannen die wasserrechtlichen Verhandlungen zum Bau der Sperre Salza am 20. November 1946. Mit dem Baubeginn im Winter 1946/47 setzen Erschließungsarbeiten wie das Anlegen von Zufahrtswegen und die Einrichtung des Bauhofs und von Lagerbauten ein. Die Baugenehmigung wurde durch das Bundesministerium für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung am 10. März 1947 erteilt. Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten musste in Umlaufstollen ausgebrochen werden, der das anfallende Wasser während der Bauzeit ableitete und somit eine trockene Sperrenbaugrube gewährleistete. Im Mai 1947 erfolgte der Durchschlag des Umlaufstollens, danach erfolgte die Einrichtung der Baustelle im Talboden. Eine 8,7 km lange Rollbahn zur Beförderung des Baumaterials wurde vom Bahnhof St. Martin zur Sperrenbaustelle eingerichtet, die im Oktober 1947 betriebsbereit war. Im November begannen die Betonierarbeiten an der Sperre, die bis Oktober 1948 andauerten. Unmittelbar anschließend wurde mit der Montage der Rohrleitung begonnen, die im oberen Flachbereich über die Trasse der Rollbahn geführt wurde. Die Absperrorgane des Umlaufstollens konnten im Dezember 1948 montiert werden. Im März 1949 erfolgte die Schließung der Mauerkühlspalten mittels Verpressen. Anschließend begann der Aufstau. Zwei Monate später verschloss man die Pressfugen und montierte die Drosselklappen im Druckstollen. Einen Rückschlag im Baugeschehen brachte der April 1949 mit sich, als umfangreiche Niederschläge im Gebiet der Zuflüsse der Salza niedergingen, die zu Hochwässern führten, die die Durchflussmengen des Umlaufstollens überschritten. Infolge von Verklausung im Absperrorgan war eine ausreichende Abfuhr nicht mehr möglich. Der Stauspiegel stieg an und überströmte ab 26. Mai 1949 die Sperrenkrone für annähernd drei Monate. Taucher lösten die Verklausung und ermöglichten so ein kontrolliertes Abfließen des Speicherwassers. Die offizielle Eröffnung des Kraftwerks Salza wurde am 5. September 1949 begangen.

1990, nach mehr als 40 Jahren Betrieb, wurde die Sperrenmauer teilsaniert.
Zur Vorbereitung einer für 2007/08 geplanten Generalsanierung erfolgte 2005/06 die Erweiterung der Pass Stein-Straße durch die Firma Swietelsky. 2007 wurde der Einbau eines zweiten Grundablasses, die Sanierung des ersten Grundablasses sowie die Sanierung der Luft- und Wasserseite der Gewölbemauer durch die Baufirma Hinteregger vorgenommen. Für 2008 ist die seitliche Erhöhung der Sperrenkrone geplant, um bei Hochwasserüberfall die Flanken zu schonen und ein Ausschwemmen zu verhindern. In der Mitte werden zwei Strömungsteiler zur Brechung des Wasserüberfalls aufbetoniert.
 
Krafthaus:
Architektur: Fritz Haas
Planung: Planungsabteilung der STEWEAG, Mitarbeit Hermann Grengg.
Ausführung: Mayreder, Keil, List & Co., Graz. Teiml & Spitzy, Graz.

Sperre:
Entwurf: Hermann Grengg.
Planung: Planungsabteilung der STEWEAG.
Ausführung: Mayreder, Keil, List & Co., Graz. Teiml & Spitzy, Graz.
 
Krafthaus:
Das Krafthaus des Salza-Kraftwerks liegt südöstlich der Salza-Sperre am Fuß des Grimming und am rechten Ufer der Mitterndorfer Salza. Erreichbar ist die Anlage über einen Zubringer, der bei der Ortschaft Salza von der Ennstal-Bundesstraße abzweigt. 

Das Krafthaus besteht aus den Trakten des Maschinenhauses, des Betriebsgebäudes und einem Anbau für Lager und technische Einrichtungen. Alle drei Baukörper werden von hohen Walmdächern abgeschlossen und besitzen Außenflächen mit Rieselwurf und glatten Fensterfaschen. Maschinenhaus und Betriebsgebäude sind rechtwinklig und axialsymmetrisch aneinander gebaut und beide etwa 16 m hoch. 

Maschinenhaus:
An der südöstlichen, als Schauseite ausgebildeten Längsfassade des auf einer Fläche von etwa 20/14 m errichteten Maschinenhauses sind großflächige, hochrechteckige Fensterfelder mit Holzsprossenteilung eingeschnitten, während oberhalb der Kranbahn kleine, hochformatige Fenster angeordnet sind. Ein zweiflügeliges Tor mit Kassetten-Gliederung führt in das Innere der Maschinenhalle zu einem Montageplatz und gegenüberliegend zu einem zweiten, gleich gestalteten Tor. Im südwestlichen Bereich der Maschinenhalle ist der horizontal eingebaute Maschinensatz situiert. Auf den Mauerbänken der glatt verputzten Innenwände ruht die Kranbahn. Über dieser tragen schlanke Mauern den Dachstuhl und die flache Holzdecke, die aus einem Rahmen und einem Mittelfeld besteht. Während die südöstliche Wand durch große Fenster geöffnet wird, sind die nordwestliche Längsseite und die südwestliche Stirnseite geschlossen ausgebildet. An der Stirnseite sind im Erdgeschoß axialsymmetrisch drei Türgruppen angeordnet, die zu Räumen des Betriebsgebäudes führen. Im Obergeschoß befindet sich ein Balkon, der durch eine zweiflügelige Tür mit dem Schaltraum im Obergeschoß des Betriebsgebäudes verbunden ist. Vertikal an den Wänden montierte Leuchtstoffröhren sorgen für die Beleuchtung.

Betriebsgebäude:
Das Betriebsgebäude ist etwa 17 m lang, etwa 11 m breit und wurde als Kopfbau an die Stirnseite des Maschinenhauses angebaut, Der zweigeschoßige Baukörper besitzt in beiden Geschoßen kleine, hochrechteckige Fensteröffnungen, die einschaligen, zweiflügeligen Fenster sind durch eine Quersprosse geteilt. Im Obergeschoß sind an der nordöstlichen und an der südöstlichen Außenmauer drei querrechteckige Nischen und drei Konsolen für die Überspannungs-Ableiter situiert. In das Innere gelangt man durch eine einflügelige Tür an der Südseite oder durch die drei zweiflügeligen Verbindungstürn an der Stirnseite der Maschinenhalle. Der Betriebstrakt enthält im Erdgeschoß den Wartenraum, den Fernmelderaum, Personalräume und eine Werkstatt. Ein Geländemodell des Kraftwerks ist im Vorraum untergebracht. Im Obergeschoß, in das ein zweiarmiges Stiegenhaus führt, befinden sich der Schaltraum mit den Leistungsschaltern, ein Lager und ein Batterieraum.

Nebentrakt:
An der Längsseite der Maschinenhalle schließt rechtwinklig ein eingeschoßiger Nebentrakt an, dessen Räume durch ein zweiflügeliges Tor und zwei nachträglich eingebaute, einflügelige Türen erschlossen wird. Hinter einer hochrechteckigen, mit Jalousien verkleideten Öffnung befindet sich unmittelbar neben der Maschinenhalle die Zuluft-Versorgung für den Generator, in den anschließenden Räumen sind der Eigenbedarfs-Transformator und ein Lager untergebracht. Neben dem Betriebsgebäude ist der Haupttransformator aufgestellt.

Die zwei Häuser der ehemaligen Werkskolonie sind östlich des Krafthauses am linken Salza-Ufer situiert.

Sperre:
Östlich des Grimming-Stocks gelegen verläuft der lang gezogene Salza-Stausee im Tal der Mitterndorfer Salza in der Gegend des Marienfalls von Bad Heilbrunn im Norden bis zur Salza-Talsperre, die sich nördlich der Ortschaft St. Martin im Ennstal befindet. Die Zufahrt erfolgt über die am rechten Ufer des Speichers entlangführende, 5,5 km lange Pass Stein-Straße.

Das Stauziel des etwa 5 km langen Speichersees liegt bei 769 m Seehöhe, sein Fassungsvermögen beträgt 11 Mio. m³. Die bis zu 53 m hohe Sperre ist als Gleichwinkel-Gewölbemauer mit einer maximalen Basisbreite von 12 m ausgeführt, wobei die Mauer in der Mitte niedriger ausgeführt ist und zu den beiden Flanken um 1 m ansteigt. Ihre abgerundete Krone ist 121 m lang, 3 m breit und dient bis zum Einbau von drei geteilten Überfall-Feldern 2007/08 als durchgehender, freier Überlauf für das Hochwasser. Dünne Stahlseile dienen als Sicherung des Übergangs. Die luftseitige Oberfläche der Mauer erhält durch Ausblühungen an den Betonierfugen und durch unterschiedlich starke Versinterungen der Blöcke lebhafte, von Rosttönen über hell- bis dunkelgrau reichende farbige Schattierungen, die sich, zusammen mit der organisch gerundeten Krone, an die umgebenden Felsformationen angleichen. 
Im Zentrum des Sperrenfußes sind hinter einem Stahldeckel zwei Notauslass-Rohre angeordnet, die das Wasser des Speichers von seinem tiefsten Punkt ablassen können. Unmittelbar vor dem Sperrenfuß liegt luftseitig das Tosbecken.
Eine in gleicher Richtung wie die Sperrenmauer gewölbte Gegensperre wurde am luftseitigen Sperrenfuß auf einer Seehöhe von 731 m errichtet und diente zunächst zur Absicherung der zwischen ihr und der Sperrenmauer eingerichteten Baustelle, nach Ende der Bauarbeiten zur Abgrenzung des zwischen Sperre und Gegensperre angelegten Rückhaltebeckens.
Der Einlauf des für die Trockenlegung der Baustelle eingerichteten Umlaufstollens liegt hinter dem orographisch rechten Bereich der Sperre und ist mit einer Vorsperre ausgestattet. Der Umlaufstollen führt in einem Bogen an der rechten Sperrenflanke vorbei und mündet nach Passieren einer Schieberkammer unterhalb der Gegensperre in das Bett der Salza. Der Druckstollen-Einlauf ist orographisch linksseitig hinter der Sperre situiert und führt neben der linken Sperrenwange vorbei. Über Zugangsstollen sind sowohl die Schieberkammer von Grundablass I als auch die Rohrbruchklappen-Kammer des Druckstollens erreichbar.

Pegelhaus:
Unmittelbar hinter dem rechten Sperrenufer ist wasserseitig das Pegelhaus situiert, das auf hohen Sichtbetonstützen über annähernd quadratischem Grundriss mit Zeltdach errichtet wurde. Die Außenflächen sind mit Rieselwurf und aufgeputzten, glatten Faschen um die Öffnungen gestaltet. Die quadratischen, einflügeligen Fenster sind mit Kreuzsprossen geteilt, vom Ufer führt eine einflügelige Tür in das Innere des Gebäudes, das die Anzeigen für die Mess-Einrichtungen der Sperre aufnimmt.

Am rechten Sperrenufer führt von der Plattform der Zufahrtsstraße ein in seinem oberen Teil erneuerter Stufenabgang zum Sperrenufer. Außerdem ist an einem Steinpfeiler neben dem Straßentunnel eine Tafel der Steirischen Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG (STEWEAG) mit Datierung und Maßangaben zur Sperre und zur Pass Stein-Straße angebracht.

Triebwasserweg zum Krafthaus Salza:
Vom Speicher führt ein 320 m langer Druckstollen und nach der Rohrbruchklappen-Kammer anschließend eine 470 m lange Druckrohrleitung zum Krafthaus Salza, welche einen Lawinenstrich und die Salza mittels Rohrleitungsbrücken überquert. Ein Fensterstollen in km 0,18 des Druckstollens führt zur Apparatekammer.
Die verbleibende Wassermenge der Salza fließt über den Salza-Wasserfall Richtung Südosten östlich am Krafthaus Salza entlang.
 
Krafthaus:
Auf einer Unterkonstruktion aus Stahlbeton ist der Hochbau des Maschinenhauses in verputztem Ziegelmauerwerk errichtet. Sichtbeton-Teile wie die Konsolen der Überspannungs-Einrichtungen erhielten durch Überstocken ein natursteinähnliches Aussehen. Die Walmdach-Konstruktion der Maschinenhalle ist als doppelt stehender Dachstuhl mit einer Mittelpfette und Kehlbalken ausgeführt, die Dachdeckung besteht aus Faserzement-Schindeln. Über der Maschinenhalle ist eine flache Holzdecke montiert. Die Holzfenster besitzen Einfachverglasung, ihre Sohlbänke wurden aus Beton mit gestockter Oberfläche gefertigt. Türen und Tore sind überwiegend aus Holz hergestellt, nur die nachträglich eingebauten Türen bestehen aus Stahlblech. Die Untersicht des in Beton ausgeführten Stiegenhauses im Betriebsgebäude erhielt eine gestockte Oberfläche. Als Bodenbeläge kamen in der Maschinenhalle und im Stiegenhaus Terrazzoplatten zum Einsatz, im Betriebsgebäude auch Linoleumbeläge und Parkettböden sowie ein Holzstöckelpflaster in der Werkstatt.

Sperre:
Für die Sperrenmauer wurden 22.000 m³ Beton verbaut, der mit Zuschlagstoffen aus der Kiesfabrik Ennswiese erzeugt wurde. Die Betonierung erfolgte in vertikalen Blöcken, wobei bewehrter Beton lediglich für die Errichtung der Mauerkrone und des Zugangsstollens eingesetzt wurde. 
Die Mauermasse ist in neun vertikale Blöcke unterteilt, die von der rechten Flanke beginnend nach den Buchstaben "A" bis "D", benannt sind, auf die der mittlere Block "M" folgt, während die weiteren vier Blöcke nach links fortschreitend mit "W" bis "Z" bezeichnet werden. In Block "M" wurde ein Lotschacht mit einer Lotmessungs-Vorrichtung eingebaut. 

Pegelhaus: 
Die Unterkonstruktion aus Stahlbetonpfeilern trägt das aus verputztem Ziegelmauerwerk ausgeführte Gebäude, dessen Zeltdach mit Faserzement-Schindeln gedeckt ist. Die einfach verglasten Fenster besitzen Holzrahmen und -sprossen, auch die Tür ist aus Holz hergestellt. Der innen verputzte Raum wird von einer flachen Holzdecke abgeschlossen.

Straßenverbreiterung:
Die rechtsufrige Straßenverbreiterung ruht auf Betonrippen-Decken und Stahlbeton-Pfeilern, der neue Teil des Stiegenabgangs zur Sperre wurde als Stahlkonstruktion mit Stahlgitter-Stufen hergestellt.
 
Krafthaus: 

Turbinen und Generatoren:
Die Francis-Spiralturbine des Werks wurde 1949 von Andritz geliefert und besitzt einen Laufraddurchmesser von 1,45 m. Bei einem Nenndurchfluss von 8.6 m³/sec. erreicht sie eine Leistung von 7.740 kW. Der gekuppelte 8.000 kVA-Drehstrom-Synchrongenerator von der ELIN Union arbeitet mit einer Netzspannung von 6,3 kV. Im Winter dient die Abwärme des Generators zur Heizung der Maschinenhalle, im Sommer wird sie über in die Fensterparapete eingebaute Lüftungsklappen nach außen abgeführt.

Transformatoren:
Um die gewonnene elektrische Energie auf 30 kV hochzuspannen, verfügt das Werk über eine 8.000 kVA-Maschinentransformator von der Elin Union. Die Ableitung erfolgt über zwei 30 kV-Abzweige ins Regionalversorgungsnetz der STEWEAG nach Öblarn und Trautenfels. Zur Schaltung der Energie nutzt die STEWEAG eine Hälfte der Schalthalle im Obergeschoß. Für die Eigenbedarfsversorgung besitzt das Werk einen 200 kVA-Transformator von der Elin Union.

Hubwerke:
Die Maschinenhalle ist mit einem Brückenkran von Andritz (Baujahr 1949) ausgestattet. Er besteht aus genieteten Stahlprofilen und ist mit einem 28 t-Hubwerk ausgestattet.

Sperre:

Absperrorgane:
In die Triebwasserleitung wurde in der Absperrkammer eine Rohrbruchklappe und eine Revisionsklappe eingebaut.

Grundablässe:
Die beiden Grundablässe sind mit Absperrschützen ausgestattet.