Laufkraftwerk Teufelsbruck

Genau dort, wo der Inn eine enge Schleife zieht, findet man das Kraftwerk Teufelsbruck, im Nordosten von Oberbayern, bei der Schambacher Höhe.

Mann in der Küche

32.792 Haushalte 

versorgt das Kraftwerk Teufelsbruck

Umweltbewusst

109.538 vermiedene
Tonnen CO2*

Genau dort, wo der Inn eine enge Schleife zieht, findet man das Kraftwerk Teufelsbruck, im Nordosten von Oberbayern, bei der Schambacher Höhe. 
Bereits vor 80 Jahren war beim Bau des Kraftwerks daran gedacht worden, eine Fischwanderhilfe anzulegen. Heute ein Muss für die Durchgängigkeit von Gewässern, damals ein Zeichen für sehr fortschrittliches, ökologisches Denken. Ende 2014 wurde diese Fischwanderhilfe auf den neuesten Stand gebracht und lockt nun auch größere Fischarten, wie Huchen, Äschen, Barben oder Nasen an.
Das Kraftwerk Teufelsbruck wurde im gleichen Jahr wie das vorgelagerte Kraftwerk Wasserburg und nachgelagerte Gars errichtet, und gleicht sich auch in der Bauweise und Technologie. Mit einer Leistung von 25 MW ist das Kraftwerk in der Lage rund 33.000 Haushalte mit Strom aus 100% Wasserkraft zu versorgen. 
 

* Quelle: ENTSO-E Erzeugung 2017

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber VERBUND Innkraftwerke GmbH
Inbetriebnahme 1938
Typ Laufkraftwerk
Land Deutschland
Region Bayern
Gewässer Inn
Leistung 25 MW
Jahreserzeugung 150.487 MWh
Turbine Kaplan
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe
Jedes Wasserkraftwerk am Inn besteht aus:
  • dem Maschinenhaus mit den Turbinen,
  • den Wehrfeldern zur Hochwasserabfuhr,
  • den Dämmen und Deichen für den begleitenden Hochwasserschutz
  • und - wenn die Binnenentwässerung durch die Dämme unterbrochen wurde - aus Pumpwerken und Gräben, die die landwirtschaftliche Nutzung wie vor dem Staustufenbau gewährleisten. 
Die VERBUND-Wasserkraftwerke am Inn sind also nicht nur Anlagen zur Stromerzeugung, sondern verbessern auch den Hochwasserschutz in der Region. Ein weiterer Fokus von VERBUND liegt auf der Verbesserung der ökologischen Gegebenheiten an den Standorten beziehungsweise die Wiederherstellung von natürlichen Flusslandschaften. Dafür setzen wir zahlreiche Maßnahmen, wie:
  • Herstellung der Durchgängigkeit mit Fischwanderhilfen,
  • Gewässerstrukturierungen,
  • Anbindung von Seitengewässern. 

Um die Lebensräume für Fische mit allen ihren Habitatsansprüchen – vom Laich bis zum ausgewachsenen Exemplar - zu gewährleisten wird zusätzlich ein Kiesbankmanagement im naturnahen Fischpass oder unterhalb der Staustufe durchgeführt. Eine weitere wichtige Komponente für den langfristigen Erhalt der Fischfauna ist die Aufrechterhaltung der Sedimentdurchgängigkeit mit Sedimentmanagement, einem Thema der EU –Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) für den Arterhalt im vom Menschen überformten Fluss.

Zwischen Krafthaus und landseitigem Betriebsgebäude wurde bereits 1938 beim Bau der Anlage ein Beckenfischpass als Fischaufstiegshilfe eingeplant. 2014 wurde die Fischwanderhilfe als Schlitzpass mit 53 Betonbeckenpässen neu ausgeführt. Das Umgehungsgerinne überwindet die gesamte Kraftwerks-Fallhöhe von rund acht Metern. 
Weitere Maßnahmen am Inn sind: Im Unterwasser der Stufe Wasserburg wurden Kies-Laichplätze ökologisch optimiert sowie Altwassersysteme teilweise neu angelegt und reaktiviert. Nahe dem Kraftwerk Teufelsbruck wurden auch Amphibientümpel und Stillwasserflächen angelegt. Zusätzlich entstanden im Staugebiet Lebensräume für Heuschrecken und Schmetterlinge – besonders geeignet für die Spanische Flagge – sowie ein etwa sechs Hektar großer Feuchtlebensraum mit idealen Bedingungen für typische regionale Tier- und Pflanzenarten.
Fischwanderhilfe

Technische Beschreibung

Das von 1935 bis 1938 errichtete Kraftwerk Teufelsbruck stellt gemeinsam mit den gleichzeitig errichteten Stufen Wasserburg und Gars die erstmalige Verwendung des Typs „Buchtenkraftwerk“ am Inn dar. 
Im linksufrig an der Innenseite der Flussschleife situierten Krafthaus sind fünf Maschinensätze, bestehend aus je einer vertikalen Kaplan-Turbine und einem Drehstromgenerator, eingebaut. So erzeugt das Kraftwerk Teufelsbruck jährlich rund 150 GWh Strom. 
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