Draukommission berät künftige Hochwasser-Maßnahmen

22.11.2013Klagenfurt

Gemeinsame Sitzung der slowenischen und österreichischen Vertreter in Klagenfurt.

Die Aufarbeitung des Drauhochwassers 2012 und die daraus abzuleitenden Maßnahmen für die Zukunft standen im Mittelpunkt der Draukommissions-Sitzung, zu der sich Vertreter der slowenischen und österreichischen Ministerien, Behörden und Stromerzeuger für zwei Tage in Klagenfurt getroffen haben. Eine eigens dafür eingesetzte „Arbeitsgruppe Drauhochwasser“ legte der Kommission einen abgestimmten Bericht zum Hochwasserereignis vom 5. November 2012 mit einigen Hinweisen und Empfehlungen für eine zukünftige Vorgehensweise bei derartigen Extremereignissen vor.

Die Ständige Österreichisch-Slowenische Kommission für die Drau (Draukommission) hielt in den vergangenen beiden Tagen in Klagenfurt ihre 22. Ordentliche Sitzung ab. Die Kommission setzt sich aus Vertretern der zuständigen Ministerien, Behörden und Stromerzeuger aus Österreich und Slowenien zusammen. Einer der wesentlichen Punkte der diesjährigen Sitzung war der Stand der Aufarbeitung des Drauhochwassers vom 5. November 2012. Eine eigens dazu eingesetzte „Arbeitsgruppe Drauhochwasser“ legte der Kommission ihren fachlichen Hochwasserbericht vor, in dem nicht nur die nachträgliche Berechnung des Ereignisses, sondern auch einige Empfehlungen für die künftige Abwicklung von Hochwasserereignissen enthalten sind.

Das österreichische Lebensministerium informierte in der zweistaatlichen Kommission über die bislang für ein verbessertes Hochwassermanagement getroffenen Maßnahmen. Auf Basis der Erfahrungen aus dem Hochwasser 2012 wurde etwa im Frühjahr 2013 eine temporäre Erweiterung der Betriebsordnungen für die Kraftwerke von VERBUND an der Drau umgesetzt.

Nach Vorliegen der detaillierten Berechnungen und Auswertungen der Ereignisse wurde im Zusammenspiel mit allen Experten mit Ende Oktober 2013 von VERBUND ein konkreter Vorschlagskatalog für eine dauerhafte Anpassung der Betriebsordnungen bei der zuständigen Wasserrechtsbehörde vorgelegt. Der Katalog beinhaltet bereits die Empfehlungen der gemeinsamen Arbeitsgruppe. Weitere vertiefende Diskussionen in den kommenden Wochen auf Expertenebene in beiden Ländern sollen nach Einarbeitung aller Stellungnahmen bis Ende Juni 2014 zu einer endgültigen Bewilligung führen.

Weiters wurde im Rahmen der Sitzung der Draukommission angeregt, den zwischen VERBUND mit dem Land Kärnten bereits umgesetzten Zugriff auf die Kraftwerks-Pegeldaten in geeigneter Form auch auf die zuständigen Gremien in Slowenien auszuweiten.

Alle Unterlagen und Dokumente zum Drauhochwasser 2012 sind unter www.verbund.com/drauhochwasser2012 abrufbar

Pressesprecher für Kärnten und Steiermark

Robert Zechner Robert Zechner

Pressesprecher für Steiermark und Kärnten

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