New Deal für die Energiewirtschaft

23.09.2015Fuschl

Start der VERBUND-Energiekonferenz energy2050 in Fuschl / Salzburg

Zu Beginn der energy2050 wünschte sich der Gastgeber, VERBUND-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber, eine neue, mutige  Aufbruchsstimmung in der Energiewirtschaft: „Wir brauchen einen New Deal! Der Marktplatz Energie formiert sich neu, er wird geprägt sein durch Kundenfokus und Unternehmertum. Klimaschutz hat Priorität, Marktwirtschaft ist die Handlungsprämisse für ein funktionierendes System. Die Zeit für mutige Veränderungen, die wir gemeinsam umsetzen, ist jetzt.“
 
Die Energiewelt in 2050
„Es war ein bunter Kongress“, so Anzengruber. Hier in aller Kürze einige der spannendsten Botschaften der energy2050 - eine Nachlese gibt es im VERBUND-Blog flow: http://www.verbund.com/bg/de/blog

• Aktuell haben weltweit 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Energie - bis zum Jahr 2050 werden noch immer 300 Mio. Menschen unter Energiearmut leiden.
• Der globale Energiebedarf wird auch 2050 nicht zu 100 % aus Erneuerbaren zu decken sein, möglicherweise gelingt es bis zum Ende des Jahrhunderts.
• Der weltweite Energiebedarf wird sich in den nächsten 25 Jahren verdoppeln.
• Klimaschutz bleibt oberstes Ziel: Lösung kann ein CO2 Regime sein, das das Kaufverhalten der Konsumenten verändert.
• 2050 wird Energie nicht mehr dumm, sondern smart sein: Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Die intelligente und verantwortungsvolle Nutzung von Daten ist dafür eine Grundvoraussetzung.
• Die Energiewende ist auch eine Kapitalwende.
• Für den New Deal für die Energiezukunft braucht es neue Partnerschaften.

Start-ups und Next Generation
Im Rahmen der energy2050 wurden energienahe Start-ups vorgestellt: Fünf Jungunternehmer präsentierten ihre Produktideen und Energie-Lösungen und stellten sich dem Publikums-Voting. Sieger und Gewinner des 25.000 € Preisgelds ist Eologix, ein Grazer Start-up, das Sensor-Lösungen für Windturbinen-Rotorblätter bietet.

Innovativen Input lieferte auch die nächste Generation der Energie-Experten: Im Vorfeld zur energy2050 wurde in einem zweitägigen „energyLAB“ gemeinsam mit allen Stakeholdern der Marktplatz der Zukunft gebaut. Wie der aussieht? Hier geht’s zum Video „Marktplatz Energiezukunft“: https://www.youtube.com/watch?v=JjZ8qvWDEB4

VERBUND bereitet sich intensiv auf diesen Marktplatz Energiezukunft vor:
„100% Ausrichtung auf erneuerbare Energien in der Stromerzeugung ist unser mittelfristige Ziel“, so Wolfgang Anzengruber. „Wasserkraft ist unser zentrales Erzeugungs-Asset. Als wesentlicher Teil der erneuerbaren Familie wird die Wasserkraft auch das Fundament für unsere zukünftigen Erfolge sein.“ Speicherlösungen sowie stabile Netze, „die weiterhin verbinden“ sind weitere Tragsäulen. Ein „New Deal“ bedeutet auch neue Partnerschaften und Allianzen, „wir wollen eine Plattform der Energiezukunft sein und mit Unternehmergeist am Energiemarktplatz der Zukunft erfolgreich sein.“

Fotos unter https://www.verbund.com/cc/de/news-presse/mediathek

Bereits zum siebenten Mal veranstaltet VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Wasserkrafterzeuger Europas, die Energie-Konferenz energy2050. Von 23. bis 25. September steht der “Marktplatz Energiezukunft” im Mittelpunkt hochkarätiger Diskussionen, Debatten und Praxis-Vorträge. 
 
Massiver energiewirtschaftlicher Wandel prägt den Energiemarkt in Europa und weltweit. Seit der Liberalisierung und der Energiewende sind die Akteure des Marktes gefordert, Rahmenbedingungen zu gestalten, Innovationen voranzutreiben und den neuen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die diesjährige VERBUND-Energiekonferenz energy2050 mit dem Titel  “Am Marktplatz Energiezukunft. Was wollen die Kunden, was kann die Branche?” befasst sich mit den politischen, technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten für ein zukunftsfähiges Energiesystem. 
 
„Wir brauchen einen New Deal in der Energiewirtschaft“, so VERBUND-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber, Gastgeber der energy2050. „Der Marktplatz Energie formiert sich neu, er wird geprägt sein durch Kundenfokus und Unternehmertum. Klimaschutz hat Priorität, Marktwirtschaft ist die Handlungsprämisse für ein funktionierendes System. Die Zeit für mutige Veränderungen, die wir gemeinsam umsetzen, ist jetzt.“ 
 
Technologie und Innovation als Schlüssel
Die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit setzt intensive Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung voraus. Um die Stromnetze intelligenter zu machen, bündelt der Technologiekonzern Siemens eine Vielzahl von Aktivitäten in diesem Bereich in Österreich. „Technologie und Innovationen sind der Schlüssel zur sicheren und leistbaren Stromversorgung von morgen“, erklärt Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens Österreich. „Als kleines Land können wir intelligente Technologien früher installieren und testen – ein klarer Vorteil. Hier können wir internationales Vorbild sein.“ Die Seestadt Aspern hat bereits eine solche Vorbildwirkung. In einer europaweit einzigartigen Konstellation können Siemens-Technologien zur Optimierung des Energiesystems in der realen Anwendung getestet werden. Wolfgang Hesoun: „Die Forschungsaktivitäten, die Siemens in der Seestadt Aspern bündelt, markieren einen wesentlichen Wegpunkt im Übergang vom klassischen Stromnetz hin zum Smart Grid. Die Ergebnisse unserer Anstrengungen bringen klare Vorteile für Netzbetreiber und Kunden: Sichere, effiziente und flexible Stromnetze.“ 
 
Digitalisierung als Chance
Für VERBUND sieht Vorstandsvorsitzender Anzengruber die Energiezukunft in  der Bewahrung alter Stärken – Wasserkraft-Expertise sowie jahrzehntelange Erfahrung in Stromerzeugung und im Stromgeschäft - während gleichzeitig die Chancen eines digitalisierten Energiemarktes zu nutzen sind: Im Rahmen der energy2050 wird die VERBUND-Eco-Home-Lösung für das smarte Zuhause präsentiert: Einfache Plug-and-Play Anwendungen für mehr Sicherheit und Wohnkomfort daheim, und das bei nahezu Echtzeit-Kontrolle des Gesamtstromverbrauchs. „Aber am Marktplatz Energiezukunft kann man nicht alleine gewinnen. VERBUND setzt auf neue Kooperationen und 
Energie-Partnerschaften.” Am zweiten Kongresstag stellen sich 5 europäische Start-ups aus energienahen Bereichen dem Publikums-Voting für den mit 25.000 € dotierten Hauptpreis.
 
energy2050
Die VERBUND-Energiekonferenz energy2050 findet von 23. bis 25. September im Sheraton Fuschlsee in Salzburg statt. Unter dem Titel “Am Marktplatz Energiezukunft. Was wollen die Kunden, was kann die Branche?” diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über die Herausforderungen der Energiezukunft.
 
Unter den Vortragenden: 
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Deutschland
Ingo Becker, CFA, Head of Utilities Sector Research, Kepler Chevreux
Hans ten Berge, Geschäftsführung, EURELECTRIC
Dipl. Ing. Walter Boltz, Vorstand, Energie-Control Austria
Michael Frank, Direktor, Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen
Dr. Christoph Frei, Generalsekretär, World energy Council, Großbritannien
Ray Hammond, Trendforscher und Querdenker, Großbritannien
Ing. Wolfgang Hesoun, Vorsitzender des Vorstands, Siemens AG Österreich
Oliver Koch, Stellvertretender Referatsleiter, ENER.B2 Großhandelsmärkte, Strom und Gas, Generaldirektion Energie, EU Kommission
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Forschungsstelle für Energiewirtschaft
Dr. Jan Michael Mrosik, CEO Division Energy Management, Siemens AG, Deutschland
Univ. Prof. DDr. Horst Pirker, Vorsitzender der Geschäftsführung, CEOVerlagsgruppe News Gesellschaft m.b.H.
Dr. Barbara Schmidt, Generalsekretärin, Östereichs Energie
Rolf Schumann, Senior Vice President, SAP SE, Deutschland
Ph.D. Konstantin Staschus, Generalsekretär, ENTSO-E
Clemens Triebel, Chief visionary officer, younicos AG, Deutschland
Dr. Michael Wunnerlich, Mitglied der Geschäftsführung und Geschäftsführer BDEW-Vertretung bei der EU, BDEW e.V.
Mag. Alexander Zeh, Geschäftsführer GfK Austria, Global Lead Financial Services
KR Mag. Wolfgang Zrost, Präsident, Industriellenvereinigung Salzburg
 
 
Über Siemens
Siemens steht in Österreich seit 135 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Siemens Österreich zählt zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Das Unternehmen ist ein wesentlicher heimischer Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Energieübertragungslösungen und Pionier bei Infrastrukturlösungen, u.a. im Schienenverkehrsbereich mit dem weltweiten Headquarter für Urban Transport in Wien, sowie bei Automatisierungs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund 10.400 Menschen. Mit österreichweit sechs Werken und einer Niederlassung in jedem Bundesland beschäftigt das Unternehmen in diesem Land rund 6.600 weitere lokale Lieferanten und Geschäftspartner. Weitere Informationen: www.siemens.at 

 
Über VERBUND
VERBUND ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Mehr als neunzig Prozent seines Stroms erzeugt das Unternehmen aus Wasserkraft. VERBUND hat in Österreich einen Marktanteil im Kleinkundensegment von rund 7 Prozent, im Industriesegment führt das Unternehmen mit rund 20 Prozent.  VERBUND handelt in 12 Ländern mit Strom und erzielte 2014 mit rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 2,8 Mrd. Euro. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist VERBUND von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 notiert VERBUND an der Börse Wien, 51 % des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich.
Weitere Informationen: www.verbund.com
 
 
 
 
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