Fischwanderhilfe Greifenstein erstmals bewässert

17.01.2018Stockerau

Im Zuge des EU-LIFE+ Projektes „Netzwerk Donau“ erhält das Kraftwerk Greifenstein an der Donau eine neue Fischwanderhilfe. Die Bauarbeiten wurden noch vor den Weihnachtsfeiertagen abgeschlossen. Durch die heutige Öffnung des Wehrs oberhalb des Kraftwerks fließt erstmals Donauwasser im neuen Umgehungsbach - damit ist das Kraftwerk für Fische passierbar.

Ein naturnaher Bach ermöglicht den Fischen, die 10 Meter Höhendifferenz des Donaukraftwerks zu überwinden. Notwendig ist dazu ein 4,4 Kilometer langes Gerinne, dass eingebettet in die ökologisch wertvollen Flächen in der Greifensteiner Au errichtet wurde. Über 400.000m³ Schotter wurden insgesamt in der Au beim Kraftwerk Greifenstein bewegt.  

Aufgrund der geringen Fischbewegungen in der kalten Jahreszeit wird eine Probebefischung mittels Reuse im März beginnen. Dann werden Experten auch die Wirksamkeit der Fischwanderhilfe beweisen können.

In Greifenstein bieten Kolke (Tiefstellen) und eigens verankerte Raubäume Lebensraum für Wasserlebewesen und Vögel. Zwei Dotationsbauwerke garantieren die erforderliche Wassermenge auch bei Nieder- und Hochwasser-Lagen.

Vernetzung ökologischer Zonen an der Donau

Die Barrierefreiheit für Fische ist nur eines der Ziele im Projekt „LIFE+ Netzwerk Donau“. Hauptanliegen ist die Verbindung bestehender ökologisch gesunder Flächen und Renaturierungsprojekte. Die Fischwanderhilfe Greifenstein liegt im Europaschutzgebiet "Tullnerfelder Donauauen", dem größten zusammenhängenden Augebiet Österreichs.

Partner für eine gesunde Donau

Unterstützt wird das Projekt von sechs Finanzierungspartnern: der EU im Rahmen des LIFE+ Programms, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, den Landesregierungen von Ober- und Niederösterreich sowie den Landesfischereiverbänden Ober- und Niederösterreich. 
 

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Florian Seidl Florian Seidl

Pressesprecher Erzeugung

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