Freudenau fürs Frühjahr gewappnet

08.04.2020Wien

Entgegen allen Einschränkungen durch die derzeitige Lage müssen die wichtigsten Arbeiten an den Kraftwerken abgeschlossen werden. Unverzichtbar ist die Einsatzbereitschaft nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch im Hochwasserfall. In Wien-Freudenau wird darum die Wartung des Wehrfeldes finalisiert.

Eine trockenes Betonbecken von 15 Metern Tiefe weckt derzeit die Aufmerksamkeit beim Kraftwerk Freudenau. Die derzeit laufenden Arbeiten geben den seltenen Blick auf das sonst überflutete „Tosbecken“ unterhalb des Kraftwerks frei. Grund dafür ist die dringende Wartung des Wehrfeldes Nr.1, die nur im Trockenen stattfinden können. 

Das Herz des Wehrfeldes ist die gewaltige Stahlklappe. Sie reguliert den Abfluss der Donau, wenn mehr Wasser fließt, als die Turbinen schlucken können. Zusammen mit drei weiteren Wehrfeldern kann so vom Kraftwerk aus der Wasserspiegel im Stauraum von Wien genau geregelt werden. Damit die Klappe bei Bedarf auf Knopfdruck aufgehen kann, braucht es regelmäßige Inspektion. An und in der gewaltigen Klappe werden Dichtungen werden geprüft, Korrosionsschutz erneuert, Lager inspiziert und vor allem die Leittechnik komplett erneuert. Eine neue Heizung schützt die Wehrklappe im Winter vor Vereisung.

Auch in Zeiten von Corona hat diese Arbeit absolute Priorität. Das Wehrfeld muss einsatzbereit gemacht werden, weil sich die Donau bei mehr Wasser durch Schneeschmelze schlimmstenfalls ungewollt aufstauen könnte. 

Arbeiten unter verschärften Bedingungen

Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, wurde die Kraftwerks-Mannschaft aufgeteilt. Wo Kontakt nicht zu vermeiden ist, schützen sich die Mitarbeiter mit Maske, Brille und Handschuhen.

Trotz aller Verzögerungen soll die Arbeit nach Ostern beendet sein, um für das Donauwasser nach der Schneeschmelze einsatzbereit zu sein.
 

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Pressesprecher Erzeugung

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