2. Tag, Donnerstag, 28. September 2017

2. Etappe: Im Zentrum des Tages stehen Energietrends und konkrete Umsetzungsbeispiele in Europa, Deutschland und Österreich.

Wie reagiert die Europäische Politik auf die Energietrends? Wie reagiert die Industrie? Ist Europa auf Kurs? Was sind die dringendsten Aufgaben, Schritte und Forderungen für das Gelingen der Energiezukunft in Europa und Österreich?

Der Nachmittag des zweiten Tages wird spannenden Case Studies gewidmet: Hier kommt die Energiezukunft!

Moderation: Birgit Fenderl und Gernot Frischenschlager, ORF

vorläufiger Programmstatus

9:00 - Keynote: Wie reagiert die europäische Politik auf die weltweiten Energietrends?

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, ist eine Wärme- und Verkehrswende unabdingbar. Welche Rolle spielt dabei Strom? Welche Hemmnisse stehen Schlüsseltechnologien wie Power-to-X, Elektromobilität oder digitalen Lösungen entgegen? Wie sieht die Roadmap Wärme der europäischen Politik aus? Welche sind die Pläne zum CO2-Sorgenkind Verkehr? Wie können wir eine nachhaltige Verkehrs- und Wärmewende gestalten und für wirtschaftlichen Aufschwung nützen?

Stefan Moser, Abteilungsleiter für Versorgungssicherheit, DG Energie, Europäische Kommission, Brüssel


9:30 - Keynote: Wie reagiert die europäische Industrie auf die weltweiten Energietrends?

Aufbau eigener Energieerzeugungsanlagen versus Kosteneinsparungen, Investitionen in erneuerbare Energien versus Versorgungssicherheit, Innovation versus Fachkräftemangel, hohe Energiekosten trotz Energieeinsparungen versus Produktivitätssteigerung… Die europäische Industrie steht vor zahlreichen Dilemmas und muss Standortentscheidungen treffen. Wie ist der Fahrplan der europäischen Industrie vor den weltweiten Energietrends? Welche Chancen birgt die Energiezukunft für die europäische Industrie?

Jost Ahrens, Senior Vice President Corporate Strategy, OMV AG, Österreich


10:00 - Case Study: Sourcing external innovation into Siemens - the role of next47 as innovation driver for our parent company

Innovation has always been the license to operate for companies like Siemens. Though, the landscape of innovation has changed rapidly. Whereas 20 years ago a few Global technology players covered a lion share of solution development, today we see innovations emerge from different local ecosystems boasting enterprises and of all sizes and background. Fast adoption of technologies create new markets and customer expectations. This triggers established companies like Siemens to open up and embrace innovation both from the internal side via R&D and from the external side by sourcing innovation into Siemens. next47 has been designed as an independent investment arm to identify and develop next generation businesses for Siemens and thus contributes the core business of tomorrow. We operate close to local ecosystems worldwide to let startups profit from Siemens and Siemens profit from startups.

Robert Hardt, Partner next47, Siemens AG

10:30 - Kaffeepause

11:00 - EnergyLAB2050: Was erwarten sich die Regionen in Österreich und Bayern von der Energiezukunft?

Im Vorfeld von energy2050 erarbeiteten rund 60 junge High-Potentials aus Österreich und Bayern in innovativen Arbeitsformaten Zukunftsszenarien für Energie mit hoher Wertschöpfung in ihren Regionen.

11:25 - Elevator Pitch Talk: Sind wir in Europa auf Kurs?

Politik und Industrie treffen in diesem Elevator Pitch Talk auf die junge Generation und gleichen ihre Energie-Fahrpläne ab. Ist Europa insgesamt auf Kurs? Welche Erwartungen gibt es an die Politik? Was fordert wiederum die Politik von der Industrie und den Jungen? Wie können sie gemeinsam die weltweiten Energietrends aufgreifen und für Europa und seine Regionen nützen?

Jost Ahrens, Senior Vice President Corporate Strategy, OMV AG, Österreich
Stefan Moser, Abteilungsleiter für Versorgungssicherheit, DG Energie, Europäische Kommission, Brüssel
2 energyLAB-Teilnehmer


12:00 - Keynote: Was sind die dringendsten Aufgaben, Schritte und Forderungen für das Gelingen der Energiezukunft in Europa und Österreich?

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist der Netzausbau unabdingbar. Welche Kosten sind damit verbunden? Und vor allem: Wer trägt die Kosten? Wie schreitet die von der EU geplante Energieunion voran? Welche Regelungen sind hierfür notwendig und welche Herausforderungen stehen für ein EU-einheitliches Strommarkt Design im Weg? Welche neuen Geschäftsmodelle werden die Energiebranche in Zeiten der Digitalisierung nachhaltig prägen? Strom, Wärme und Verkehr müssen zusammenwachsen, um klimaneutral zu werden. Technisch ist das kein Problem. Aber was ist mit den Kosten? Stimmen hierfür die politischen Rahmenbedingungen?

Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, TU Clausthal


Vortrag

12:30 - Mittagspause

14:00 - Case Study Industrie: Wasserstoff-Elektrolyse – Dekarbonisierung der Stahlproduktion

voestalpine gilt in der Stahlbranche als Umwelt- und Effizienzbenchmark. Das Unternehmen will in Richtung schrittweiser Dekarbonisierung der Stahlproduktion gehen, um langfristig von Kohle über nachfolgende Brückentechnologien vor allem auf Erdgasbasis hin zu einer möglichen Anwendung von CO2-neutralem Wasserstoff zu gelangen. Mit dem EU-geförderten Projekt H2FUTURE errichten die Projektpartner voestalpine, Siemens, VERBUND, APG, K1-MET und ECN in Linz eine der weltweit größten Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, um die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff zu testen. Mit H2FUTURE werden zentrale Fragestellungen der Sektorkopplung wie die Evaluierung von Potenzialen für den Einsatz von grünem Wasserstoff in den Prozessstufen der Stahlherstellung bearbeitet. Darüber hinaus wird die Übertragbarkeit der Technologie auf weitere Industriesektoren, die Wasserstoff im Produktionsprozess einsetzen, untersucht. Weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung der reaktionsschnellen PEM-Elektrolyse-Anlage in die Regelenergiemärkte durch Entwicklung von Demand-Side-Management-Lösungen, also dem Ausgleich von kurzfristigen Schwankungen im zunehmend volatileren Stromnetz durch Lastmanagement bei großen Verbrauchern.

Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Vorstandsdirektor, voestalpine AG

Vortrag

14:25 - Case Study Mobilität: Elektromobilität für Verkehrswende - Herausforderung für Infrastruktur, Speichertechnologien, Autohersteller, Netze, Raumplaner und Kunden!

BMW i ist ein umfassendes Konzept für nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität. Es steht für visionäre Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen, inspirierendes Design und ein neues Verständnis von Premium, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert und mit innovativen Fahrzeugen begeistert.
So hat sich die BMW i schon frühzeitig Gedanken über Produkte und Services gemacht, die die Nutzung eines Elektrofahrzeugs vereinfachen und optimieren. Unter dem Label "360° ELECTRIC" können Kunden diese innovativen Angebote mit Schwerpunkten in den Bereichen "Laden zuhause", "Laden unterwegs" und "Flexible Mobilität" in über 40 Ländern nutzen.
Außerdem hat die BMW Group gemeinsam mit diversen Partnern weltweit zahlreiche Projekte initiiert und unterstützt, um den Ausbau von Schnallladeinfrastruktur zu fördern, die v.a. für Langstrecken-Mobilität äußerst wichtig ist.

Dirk Arnold, Leitung des Produktmanagements BMW i und e-Mobilität, BMW Group

Vortrag

14:50 - Case Study Forschung: Regelungskonzept für das Haus der Zukunft

Michaela Killian hat ein prädiktives nichtlineares Regelungskonzept entwickelt, das voll automatisiert den Komfort steigert und den Energiebedarf senkt. Dieses Konzept ist seit Oktober 2015 im Unipark Nonntal (Salzburg) implementiert, die ersten, vorläufigen Ergebnisse sind bereits sehr vielversprechend. Für die Entwicklung dieser komplexen Gebäudeautomatisierung wurde sie 2016 mit dem Resselpreis der TU Wien ausgezeichnet.

DI Dr.techn. Michaela Killian, Technische Universität Wien

Vortrag

15:15 - Kaffeepause

16:00 - Case Study Kommunen: Innovatives Forschungsprojekt Seestadt Aspern: Nachhaltige Smart City mit Komfort & Energieeffizienz durch intelligente Vernetzung

Aspern ist nicht einfach nur ein großes Stadtentwicklungsprojekt, sondern mit der Aspern Smart City Research GmbH (ASCR) wurde ein Joint Venture zwischen der Stadt Wien, den städtischen Versorgungsunternehmen sowie Siemens ins Leben gerufen. Mit diesem Joint Venture im Wert von 40 Millionen Euro hebt sich Aspern von
Dutzenden anderer Großprojekte weltweit ab. Ein Forschungsplan, der die Domänen Smart Grid, Smart Building sowie Smart Information and Communication beinhaltet, soll die Stadt zu einer Versuchsumgebung für die Integration von Technologien machen, die Energieeffizienz und nachhaltige Stadtentwicklung fördern. Die wichtigsten Bestandteile sind Technologien für das Energiemanagement in intelligenten Gebäuden, Lösungen für das Niederspannungsnetz – das Stromverteilungssystem von Transformatoren bis
zu den einzelnen Gebäuden und Wohnungen – sowie Lösungen zur Verwaltung der großen Datenmengen, einschließlich der notwendigen Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Gegensatz zu fast allen anderen großen Stadtentwicklungsprojekten hat sich die ASCR zum Ziel gesetzt, dass alle
Elemente dieser Systeme, egal von welchem Hersteller, optimal miteinander kommunizieren, um Daten und Informationen austauschen zu können.

Harald Loos, Head of Corporate Technology Research in Digitalization and Automation Austria, Siemens AG Österreich 


Vortrag

16:20 - Case Study Technologie: Blockchain für Energie

Das Wiener Start-up-Unternehmen Grid Singularity (GSyGmbH) entwickelt aktuell in Kooperation mit weltweit führenden IT-Spezialisten (www.ethcore.io) eine internet-basierte dezentrale Plattform für Energiedatenmanagement und -datenaustausch, die auf der blockchain-Technologie aufbaut. Die innovative Technologie ermöglicht die Aufzeichnung von Schlüsseldaten in Echtzeit und verhindert die spätere Veränderung der Daten. Sie soll zu einem wertvollen Werkzeug für alle Energiemarktteilnehmer (Erzeuger, Netzbetreiber, Investoren, Händler und VerbraucherInnen) werden. Der Hauptvorteil der Plattform liegt in der Interoperabilität, was zu bedeutenden Infrastrukturkosteneinsparungen führt. Ewald Hesse: „Damit bauen wir mit unseren internationalen Partnern so etwas wie ein Smartphone voller Apps für den Energiesektor. Basierend auf einem neuen dezentralen Internet, ohne einen zentralen Datensammler in der Mitte".

Ewald Hesse, CEO und Gründer, GridSingularity 


Vortrag

16:40 - Case Study Digital Transformation - Game Changer Internet of Things

Was ist eigentlich "Digitale Transformation" oder "Internet der Dinge" und was hat die SAP damit zu tun? Herr Gonzalez wird erklären, warum SAP eine zentrale Rolle dabei spielt Firmen für die Digitale Transformation" vorzubereiten und ihnen somit ermöglicht die Chancen, die sich hier bieten, zu nutzen.

Glenn Gonzalez, Expert on Digital Transformation, SAP Austria GmbH

Vortrag

17:00 - Und Action! Wir bringen die Energiezukunft auf die Bühne!

Im Vorfeld von energy2050 hat VERBUND europäische Start-Ups mit kniffligen Aufgabenstellungen zu intelligenten Lösungen herausgefordert. Die besten Ergebnisse erleben Sie in einer kreativen Performance.

17:50 - Ende des 2. Konferenztages

19:00 - Get Together in der Schloss-Remise