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VERBUND feiert einen bedeutenden Meilenstein beim Projekt Kaprun 2029: Am 29. April 2026 erfolgte der Durchschlag im neuen Druckwasserstollen für das Kraftwerk Kaprun Hauptstufe. Nach 14 Monaten Präzisionsarbeit in teils komplexen geologischen Verhältnissen trafen zwei Tunnelvortriebe exakt aufeinander – der 5,6 Kilometer lange Abschnitt, der mit einer Tunnelbohrmaschine vorgetrieben wurde, und der vom Maiskogel mittels Sprengvortrieb erstellte Abschnitt. Damit ist ein durchgängiges Stollensystem von rund 7,2 Kilometern Länge zwischen den Baubereichen Maiskogel und Limberg entstanden. Der neue Triebwasserweg ist das Herzstück des Projekts und wird nach Fertigstellung im Jahr 2028 insgesamt 9 Kilometer lang sein.
An der Durchschlagfeier nahmen neben den VERBUND Wasserkraft-Geschäftsführern Karl Heinz Gruber und Michael Amerer auch Bürgermeister Bernhard Auernigg (Piesendorf) sowie die Tunnelpatin Kathrin Aberger-Dick und zahlreiche Anrainerinnen und Anrainer teil.
Karl Heinz Gruber zeigte sich vom Baufortschritt beeindruckt: „Der heutige Durchschlag ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Projekt Kaprun 2029 und zeigt eindrucksvoll, wie Präzision und Teamarbeit auch unter herausfordernden Bedingungen zum Erfolg führen."
Nach dem Durchschlag werden die Arbeiten in beiden Baubereichen fortgesetzt: Im Baubereich Maiskogel werden nun die Wasserschloss-Unterkammer aufgeweitet und ein 1,2 Kilometer langer Schrägstollen erstellt. Und im Baubereich Limberg ist die Tunnelbohrmaschine bereits vollständig abgebaut und es läuft die Betonierung der Innenschale. Die Ausbauarbeiten am insgesamt 9 Kilometer langen Druckstollen sollen 2027 abgeschlossen werden, die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Im Rahmen des Projekts Kaprun 2029 erneuert VERBUND sämtliche Anlagenteile der Kraftwerksgruppe Kaprun umfassend. Hintergrund ist die Erneuerung der Wasserbenutzungsrechte im Jahr 2029, wofür der aktuelle Stand der Technik bei allen Anlagenteilen nachgewiesen werden muss. Herzstück der Erneuerung ist der in den 1940er- und 1950er-Jahren errichtete Druckstollen des Kraftwerks Hauptstufe, der komplett neu gebaut wird. VERBUND investiert rund 370 Millionen Euro in das Projekt und sichert damit die nachhaltige Stromerzeugung aus Wasserkraft für die kommenden Jahrzehnte. Das Projekt trägt wesentlich zur Versorgungssicherheit und der Erreichung der österreichischen Klimaziele bei.
Das im Rahmen der Wiederverleihung geplante Projekt PSW Schaufelberg wird weiter konkretisiert. Die technische Planung schreitet voran, parallel werden die Unterlagen für 17 Fachbereiche der Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt. Die Einreichung ist weiterhin bis Ende 2026 vorgesehen.
Die Generatoren von Limberg III werden aktuell vom Hersteller rund um die Uhr vor Ort in der Kaverne instandgesetzt, um die Betriebsbereitschaft schnellstmöglich herzustellen.
Bei Maschine 2 sind die Arbeiten weit fortgeschritten: Die 252 Unterstäbe des Rotors sind bereits montiert und somit ist die Wicklung zu 50 % eingebaut. Aktuell laufen die ersten zugehörigen Spannungstests und in Folge werden die Arbeiten mit dem Einbau der 252 Oberstäbe fortgesetzt. Das Einheben des Rotors ist für August 2026 vorgesehen. Bei Maschine 1 wurden mittlerweile alle Rotorstäbe ausgebaut und derzeit laufen die Reinigungsarbeiten und weitere Vorbereitungen für den Einbau der neuen Wicklung.
Die Reparaturarbeiten unterliegen einem strengen Zeitplan und verlaufen planmäßig: Die Fortsetzung der Inbetriebnahme von Maschine 2 ist weiterhin für September 2026 und von Maschine 1 für Dezember 2026 vorgesehen.
Nach dem Transformatorschaden im November 2025 im Kraftwerk Kaprun Oberstufe (Limberg I) laufen die Instandsetzungsarbeiten nach Plan. Der beschädigte Trafo wurde vom Hersteller unter Aufsicht von VERBUND und externen Experten vollständig demontiert, befundet und anschließend fachgerecht verschrottet. Die Schadensanalyse und Fehlersimulation befinden sich in der finalen Phase, das Ergebnis wird im Sommer 2026 erwartet. Eine umfassende Evaluierung im Umfeld des Transformators zeigte, dass keine Schäden an anderen Komponenten auftraten.
Mittlerweile wurde der neue Transformator bestellt. Die planmäßige Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks Oberstufe ist für Ende Q1/2027 geplant.
Auch die Eigenstromversorgung im Kraftwerk konnte mittels drei provisorischer Ersatztransformatoren wiederhergestellt werden. VERBUND nutzt den Stillstand aktiv, um vorgezogene Revisionsarbeiten durchzuführen und so die Anlagenverfügbarkeit nach der Wiederinbetriebnahme zu optimieren.
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