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Die VERBUND Innkraftwerke haben am 10. Juni 2026 das neue Tragwerk der Brücke über den Innkanal in Töging-Höchfelden millimetergenau an seinen endgültigen Platz gehoben. Der spektakuläre Einhub der neuen „Blauen Brücke“ dauerte rund eineinhalb Stunden und war über mehrere Wochen akribisch vorbereitet worden.
Für das Versetzen des vormontierten Tragwerks kam ein 600-Tonnen Raupenkran zum Einsatz. Das rund 44 Meter lange Brückentragwerk wurde in einem Stück angehoben und über dem Innkanal mit hoher Präzision in seine endgültige Position gesetzt. Die reine Stahlkonstruktion der neuen Brücke wiegt rund 160 Tonnen. Zusammen mit bereits montierten Schalungsteilen und Leitungsrohren bewegte der Kran rund 190 Tonnen an ihren Bestimmungsort.
Tobias Heiserer, Werksgruppenleiter VERBUND Innkraftwerke: „Die ,Blaue Brücke‘ ist für viele Menschen in Töging inzwischen zu einem geflügelten Wort geworden. Deshalb freut es uns besonders, dass die neue ,Blaue‘ nun ihren zukünftigen Platz eingenommen hat und die komplexen Einhubarbeiten damit abgeschlossen sind. In den kommenden Wochen folgen die weiteren Montage- und Anschlussarbeiten bis zur Fertigstellung und der Freigabe für den Verkehr im November des heurigen Jahres. Das neue Bauwerk ist aber bereits heute ein gut sichtbares Zeichen für die Erneuerung dieser wichtigen Verkehrsverbindung.“
Die neue Brücke ersetzt das Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1986 und bringt für Töging und die Region wesentliche Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Nutzungsqualität. Künftig wird die Brücke nicht nur eine höhere Tragfähigkeit aufweisen, sondern auch breitere Fahr- sowie Geh- und Radwege bieten.
Da eine reine Sanierung des bestehenden Bauwerks diese Verbesserungen nicht in gleicher Weise ermöglicht hätte, haben sich die Stadt Töging und VERBUND gemeinsam für einen Neubau entschieden.
Das obenliegende Stahltragwerk erfüllt zentrale technische und funktionale Anforderungen. So ermöglicht die Konstruktion die von der Wasserwacht geforderte lichte Höhe von 1,70 Metern unter der Brücke, ohne die Straßenrampen unverhältnismäßig anheben zu müssen. Gleichzeitig steigt die Tragfähigkeit der Brücke von bisher 30 Tonnen auf künftig 60 Tonnen, wodurch sie auch für den Schwerlastverkehr geeignet sein wird. Die moderne Stahlbauweise erleichtert zudem Wartung und Instandhaltung und unterstützt eine langlebige Nutzung des Bauwerks.
VERBUND investiert rund 4 Millionen Euro in den Neubau und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit sowie zur Verbesserung des Fuß-, Rad- und Wirtschaftsverkehrs in der Region. Auch im Bauablauf wird auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen geachtet: Der im Zuge der Arbeiten abgetragene Humus wurde gesichert gelagert und wird im Rahmen der Renaturierung wiederverwertet.
Die Fertigstellung der Brücke ist für August 2026 vorgesehen. Die gesamten Baumaßnahmen werden voraussichtlich noch bis Ende November 2026 einzelne lokale Einschränkungen mit sich bringen.
• Bauart: Stählerne Bogenbrücke mit obenliegendem Tragwerk
• Stützweite: 44,20 Meter
• Gesamtbreite: 11,70 Meter
• Fahrbahn: Verbreiterung von 5,50 auf 6,00 Meter
• Geh- und Radweg: Verbreiterung von 1,75 auf 2,75 Meter
• Tragfähigkeit: Erhöhung von 30 auf 60 Tonnen
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