Thermenwartung: Worauf müssen Sie achten und was kostet's?

Um für die kalten Tage im Jahr vorbereitet zu sein und ein wohlig warmes Zuhause zu haben, ist es nötig die Gastherme regelmäßig zu warten. Die Wartung Ihrer Gastherme dient nicht nur zu Ihrer Sicherheit, sondern spart zudem Geld ein. Worauf müssen Sie achten? Wie läuft eine Wartung ab und wer übernimmt die Kosten? Wir liefern Ihnen nachfolgend Antworten rund um das Thema Thermenwartung.
 
Thermenwartung

Frage 1: Warum soll eine Wartung erfolgen?

Eine regelmäßige Überprüfung garantiert Ihnen eine funktionierende Heizung und dient zu Ihrer eigenen Sicherheit. Außerdem stoßen schlecht gewartete Geräte mehr Schadstoffe aus, haben einen höheren Gasverbrauch und verursachen somit höhere Energiekosten. Warten Sie Ihr Gerät, schonen Sie Ihr Konto und die Umwelt. Lesen Sie nach wie Sie zusätzlich Heizkosten sparen
 
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Frage 2: Ist die regelmäßige Überprüfung verpflichtend?

Die regelmäßige Wartung Ihrer Gasanlage ist nicht nur empfehlenswert, sondern eine gesetzliche Vorgabe. Die Wartungspflicht ist im österreichischen Mietrechtsgesetz und der ÖVGW Richtlinie G K71 und G K72 festgelegt. Es gibt eine einheitliche Regelung, wer für die Übernahme der Wartungs- und Reparaturkosten zuständig ist. Ist eine Gasanlage nicht ordnungsgemäß gewartet, kann es im Schadensfall sogar zu Haftungsausschlüssen und Schadenersatzforderungen kommen.
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Frage 3: Wer übernimmt welche Kosten?

Die Kosten für die Wartung der Gasanlage übernimmt der Betreiber bzw. Mieter. Wenn Sie also in einer Mietwohnung leben, sind Sie als Mieter verpflichtet Ihre Gasgeräte regelmäßig und fachgerecht überprüfen zu lassen und die Kosten dafür zu tragen. Auch wenn Sie sich nur für kurze Zeit in einem Mietverhältnis befinden. Muss Ihre Gasanlage repariert oder ausgetauscht werden, ist Ihr Vermieter für die Kosten verantwortlich, solange Sie die Wartungspflicht als Mieter erfüllt haben.
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Frage 4: Wer soll beauftragt werden?

Die Durchführung der Wartung soll in jedem Fall von Fachleuten übernommen werden. Das bedeutet durch einen Installateur oder durch Servicetechniker des Geräteherstellers. Eine profesionelle Thermenwartung kostet zwischen 130 und 150 Euro. Vergleichen Sie die Preise online oder telefonisch und fragen Sie nach möglichen zusätzlichen Kosten wie z.B. für die Anfahrt oder Ersatzteile. Sie können bei manchen Anbietern einen Wartungsvertrag vereinbaren, der meist die Kosten sinken lässt.
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Frage 5: Wie oft soll eine Thermenwartung erfolgen?

Wenn keine fixe Fristen z.B. via Mietvertrag vereinbart sind, sollte eine Wartung alle 2 Jahre erfolgen bzw. Sie halten sich an die angegebenen Intervalle vom Hersteller.
Wenn Sie ein sehr altes Gerät besitzen, ist eine jährliche Prüfung empfehlenswert. Schlecht gewartete Geräte haben einen höheren Gasverbrauch und verursachen somit höhere Energiekosten. 
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Frage 6: Wie ist der Ablauf?

Eine Wartung dauert in der Regel 1 – 1 ½ Stunden je nach Verschmutzungsgrad. Stellen Sie sicher, dass das Gerät für den Fachmann frei zugänglich ist. Sie umfasst die Reinigung des Gasbrenners, des Abgasweges und des Wärmetauschers inklusive Lamellen, die Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes sowie die Entlüftung und die Funktionskontrolle der Gasanlage. Achten Sie darauf, dass die durchgeführte Wartung schriftlich festgehalten wird und die Wartungsplakette am Gerät angebracht wird.
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Frage 7: Werden die Abgaswerte auch geprüft?

Die Abgaswerte werden bei einer regulären Wartung nicht geprüft. Ihr Rauchfangkehrer begutachtet im Zuge der jährlichen Hauptkehrung die eigens dafür auf Ihrem Gerät angebrachte Prüfplakette auf Gültigkeit. Sie ersetzt nicht die regelmäßige Wartung der Gasanlage. Werden die Grenzwerte überschritten, muss ein berechtigtes Fachunternehmen für die Behebung des Mangels beauftragt werden. 
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Frage 8: Was kann selbst getan werden?

Bei der regelmäßigen Wartung Ihrer Gasanlagen ist das Risiko für einen Anlagenausfall oder einen Kohlenmonoxidunfall besonders gering. Nichtsdestotrotz kann die Ansammlung von Kohlenmonoxid entstehen, wenn der Abzug blockiert ist. Daher ist auch die Reinigung und Prüfung Ihrer Schornsteine wichtig. 
Möchten Sie sich zusätzlich schützen, kaufen Sie einen Kohlenmonoxidmelder und achten Sie darauf, dass Sie richtig lüften. Lesen Sie nach wie Sie für einen optimalen Luftaustausch sorgen. 
 
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Frage 9: Was tun bei Gasgeruch?

Herkömmliches Erdgas ist eigentlich geruchsneutral. Um jedoch auf ein mögliches Gasleck aufmerksam zu werden, wird dem geruchslosen Gas der uns bekannte Duftstoff künstlich hinzugefügt. Können Sie nicht erkennen, woher der Geruch kommt, öffnen Sie die Fenster und schließen Sie die Gasabsperrhähne. Benutzen Sie in keinem Fall elektrische Geräte – selbst beim Licht einschalten oder beim Benutzen Ihres Handys kann ein elektrischer Funke entstehen und das Gas in der Luft kann sich entzünden. Entfernen Sie sich von Ihrer Wohnung und verständigen Sie den Gasnotruf unter 128.