Ein Kochtopf steht auf einer Gasplatte und die Gasplatte wird aufgedreht.

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Gasverbrauch in Österreich

Wie hoch ist der Gasverbrauch in Österreich? Und wie lässt sich der Verbrauch im eigenen Haushalt einschätzen? 2025 lag der Gasverbrauch der Endkund:innen in Österreich bei rund 80,4 Terawattstunden (TWh). Damit wurde wieder mehr Gas verbraucht als 2024. Der Verbrauch lag aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2021. Entscheidend für den Gasverbrauch sind unter anderem Wohnfläche, Gebäudezustand, Dämmung, Heizverhalten, Warmwasserbereitung, Haushaltsgröße und Außentemperatur. 

Das Wichtigste zum Gasverbrauch in Kürze

  • Gasverbrauch im Haushalt: Wie viel Gas ein Haushalt benötigt, hängt vor allem von Wohnfläche, Gebäudezustand, Dämmung, Heizverhalten und Warmwasserbereitung ab. 

  • Wohnfläche wichtiger als Personenzahl: Für die Einordnung des Heizenergieverbrauchs ist der Gasverbrauch pro m² meist aussagekräftiger als die reine Anzahl der Personen im Haushalt. 

  • Winter erhöht den Verbrauch: Niedrige Außentemperaturen steigern den Heizbedarf deutlich. Ein höherer Gasverbrauch in den Wintermonaten ist daher grundsätzlich normal. 

  • Gasverbrauch berechnen: Der Gaszähler misst in m³, abgerechnet wird in kWh. Die Umrechnung erfolgt nach der Formel m³ × Brennwert × Zustandszahl = kWh. 

  • Gasverbrauch in Österreich: 2025 lag der Gasverbrauch der Endkund:innen bei rund 80,4 TWh – mehr als 2024, aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2021. 

Wie hoch ist der Gasverbrauch in Österreich?

Der Gasverbrauch in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während der Endkund:innen-Gasverbrauch 2021 noch bei mehr als 96 TWh lag, sank er bis 2024 auf rund 74 TWh. 2025 stieg der Verbrauch wieder auf rund 80,4 TWh. 

Jahr

Gasverbrauch der Endkund:innen in Österreich

2021

96,28 TWh 

2022

85,62 TWh 

2023

75,32 TWh 

2024

74,36 TWh 

2025

80,41 TWh 

Gasverbrauch Endkund:innen in Österreich.

Quelle: E-Control / AGGM, Versorgungssicherheitsbericht Gas 2026. 

Der Rückgang nach 2021 hatte mehrere Ursachen. Neben hohen Energiepreisen spielten unter anderem mildere Winter, ein bewussterer Energieverbrauch sowie der zunehmende Umstieg auf andere Energieträger eine Rolle. 

2025 nahm der Gasverbrauch wieder zu. Ein Grund waren niedrigere Temperaturen während der Heizperiode. Zusätzlich wurde mehr Gas zur Stromerzeugung eingesetzt. Auch langfristig zeigt sich damit: Der Gasverbrauch Österreichs hängt nicht nur von Haushalten und Unternehmen ab, sondern auch von Wetter, Wirtschaft und Stromproduktion. 

Private Haushalte machten 2024 rund 28 % des energetischen Gasendverbrauchs aus. Den größten Anteil hatte der produzierende Bereich.  (Quelle: energie.gv.at – Wie ist der Gasverbrauch?)

Gasverbrauch im Haushalt

Jede Wohnsituation ist anders, und somit unterscheidet sich auch der Gasverbrauch im Haushalt. 

Eine kleine, gut gedämmte Wohnung kann erheblich weniger Gas benötigen als ein unsaniertes Einfamilienhaus. Gleichzeitig kann sich auch der Verbrauch zweier gleich großer Wohnungen unterscheiden – etwa durch Dämmstandard, gewünschte Raumtemperatur oder die Frage, ob Gas zusätzlich für Warmwasser verwendet wird. 

Für eine erste Einordnung ist deshalb insbesondere die beheizte Wohnfläche hilfreich. 

Wohnfläche

Gasverbrauch pro Jahr (Richtwerte) 

ca. 60 m² 

rund 8.400 kWh 

ca. 100 m² 

rund 14.000 kWh 

Gasverbrauch pro Jahr pro Wohnfläche

Quelle: klimaneutralestadt.at – Carbon Accounting (PDF) 

Diese Werte dienen ausschließlich als Orientierung. Sowohl die Dämmung als auch die Energieeffizienz können einen großen Unterschied machen. Der eigene Verbrauch kann daher deutlich darüber oder darunter liegen. 

Welche Faktoren beeinflussen den Gasverbrauch?

Wie hoch Ihr persönlicher Gasverbrauch ausfällt, wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Für einen sinnvollen Vergleich sollten daher nicht nur die verbrauchten Kilowattstunden betrachtet werden. 

Wohnfläche

Je mehr Fläche beheizt werden muss, desto höher ist grundsätzlich der Wärmebedarf. Deshalb eignet sich der Gasverbrauch pro Quadratmeter oft besser als die reine Personenzahl, um Haushalte miteinander zu vergleichen. Die Wohnfläche allein reicht für eine verlässliche Aussage allerdings nicht aus: Ein gut gedämmtes Haus kann trotz größerer Fläche weniger Heizenergie benötigen als ein kleinerer, unsanierter Altbau. 

Gebäudezustand und Dämmung

Fenster, Außenwände, Dach und Dämmstandard beeinflussen, wie schnell Wärme aus dem Gebäude verloren geht. Je geringer die Wärmeverluste sind, desto weniger Energie muss die Heizung aufbringen, um eine angenehme Raumtemperatur zu halten. Deshalb können sich die Verbrauchswerte von Neubauten und älteren Gebäuden deutlich unterscheiden. 

Wohnung vs. Einfamilienhaus

Auch die Gebäudeart spielt eine Rolle. Wohnungen innerhalb eines Mehrparteienhauses grenzen häufig an andere beheizte Wohneinheiten und besitzen weniger Außenflächen. Ein Einfamilienhaus verfügt dagegen meist über mehr Außenwände sowie Dach- und Bodenflächen, über die Wärme verloren gehen kann. Wohnfläche, Baujahr und Dämmstandard sind daher besonders wichtig, wenn Sie den Gasverbrauch eines Einfamilienhauses beurteilen möchten. 

Heizung und Warmwasser

Wird Gas ausschließlich zum Heizen genutzt oder zusätzlich zur Warmwasserbereitung? Auch das wirkt sich auf den Jahresverbrauch aus. 

Bei Haushalten, die Warmwasser mit Gas erzeugen, steigt der Verbrauch unter anderem mit der Anzahl der Bewohner:innen und ihrem persönlichen Warmwasserbedarf. 

Anzahl der Personen

Anders als beim Stromverbrauch lässt sich der Gasverbrauch nicht einfach über die Anzahl der Personen im Haushalt erklären. Für die Raumheizung ist häufig entscheidender, wie viel Fläche beheizt wird und wie energieeffizient das Gebäude ist. Ein Single in einem großen Einfamilienhaus kann daher mehr Gas verbrauchen als eine Familie in einer kleineren, gut gedämmten Wohnung. 

Außentemperatur und Raumtemperatur

Je niedriger die Außentemperatur, desto größer ist die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen – und desto mehr Heizenergie wird benötigt. Auch die gewünschte Raumtemperatur beeinflusst den Verbrauch. Wer dauerhaft stärker heizt, benötigt entsprechend mehr Energie. 

Gasverbrauch nach Wohnfläche und Haushaltsgröße (Richtwerte)

Wie viel Gas ein Haushalt benötigt, hängt nicht allein von der Anzahl der Bewohner:innen ab. Besonders wichtig sind Wohnfläche, Gebäudezustand, Dämmung und Heizverhalten. Die folgenden Werte geben eine grobe Orientierung für Wohnungen.

Beispielhafte Wohnfläche 

Gasverbrauch pro Jahr (Richtwerte) 

30 m² 

ca. 2.400–4.500 kWh 

50 m² 

ca. 4.000–7.500 kWh 

70 m² 

ca. 5.600–10.500 kWh 

90 m² 

ca. 7.200–13.500 kWh 

100 m² 

ca. 8.000–15.000 kWh 

120 m² 

ca. 9.600–18.000 kWh 

Gasverbrauch pro Jahr pro Wohnfläche. Quelle: eww.at – Energiesparen / Verbrauchsvergleich 

Hinweis: Die Werte sind Richtwerte und keine festen Verbrauchsgrenzen. Der tatsächliche Gasverbrauch kann insbesondere durch Baujahr, Dämmstandard, Warmwasserbereitung, Heiztechnik und gewünschte Raumtemperatur deutlich abweichen. 

Wichtig: Beim Heizen ist die Größe und Energieeffizienz der Wohnfläche meist wichtiger als die reine Personenzahl. Die Haushaltsgröße beeinflusst den Gasverbrauch vor allem dann zusätzlich, wenn auch das Warmwasser mit Gas erzeugt wird. 

Als grobe Faustregel zeigt sich bei Wohnungen außerdem: Mit zunehmender Wohnfläche steigt in der Regel auch der Gasverbrauch. Für die Einordnung des eigenen Haushalts ist deshalb der Verbrauch in Kilowattstunden pro Jahr in Kombination mit der Wohnfläche besonders hilfreich.

Zwei Frauen sitzen in eine Decke gekuschelt mit je einer Tasse auf der Couch. Vor ihnen steht ein Tisch mit Kerzen und Keksen.

Warum ist der Gasverbrauch im Winter höher?

Der Gasverbrauch ist in den Wintermonaten in der Regel deutlich höher als im Sommer. Der Grund: In Haushalten mit Gasheizung entfällt ein großer Teil des Verbrauchs auf die Raumwärme. 

Statistik Austria weist für 2023/24 einen gesamten Energieverbrauch privater Haushalte von rund 294.900 TJ aus. Davon entfielen rund 207.500 TJ – also etwa 70 % – auf die Raumheizung. (Quelle: Statistik Austria – Energieeinsatz der Haushalte)

Sinkt die Außentemperatur, muss die Heizung mehr Energie liefern, um die gewünschte Raumtemperatur konstant zu halten. Wie stark sich ein kalter Winter auf den Verbrauch auswirkt, hängt wiederum vom Gebäude ab. 

Auch auf gesamtösterreichischer Ebene lässt sich der Temperatureffekt beobachten: Laut E-Control hätte der Gasverbrauch 2025 bei statistischen Normaltemperaturen bei rund 78,9 TWh gelegen – tatsächlich waren es rund 80,4 TWh. 

Ein höherer Verbrauch im Winter ist daher zunächst normal. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit ähnlich kalten Heizperioden als der Vergleich einzelner Monate.

Wie kann ich den eigenen Gasverbrauch berechnen?

Am einfachsten finden Sie Ihren tatsächlichen Gasverbrauch pro Jahr auf Ihrer Jahresabrechnung. Dort wird der Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) angegeben. 

Am Gaszähler selbst wird der Verbrauch hingegen üblicherweise in Kubikmetern (m³) gemessen. Für die Abrechnung wird diese Gasmenge in Kilowattstunden umgerechnet.

Formel zur Umrechnung 

Gasverbrauch in kWh = Gasverbrauch in m³ × Brennwert × Zustandszahl 

Brennwert und Zustandszahl beziehungsweise der daraus resultierende Umrechnungsfaktor werden auf Ihrer Gasrechnung angegeben. Der tatsächliche Faktor kann variieren – deshalb ist eine pauschale Umrechnung wie „1 m³ entspricht immer exakt 10 kWh“ nur als grobe Faustregel geeignet. 

Beispiel: Zeigt Ihr Gaszähler innerhalb eines Abrechnungszeitraums einen Verbrauch von 1.000 m³, wird dieser Wert mit dem für Ihren Standort geltenden Umrechnungsfaktor in kWh umgerechnet. 

Für die genaue Kontrolle sollten Sie die Werte Ihrer Gasrechnung verwenden. 

Ein Kochtopf steht auf einer Gasplatte und die Gasplatte wird aufgedreht.

Ist mein Gasverbrauch zu hoch?

Ob ein Gasverbrauch hoch oder niedrig ist, lässt sich nicht anhand einer einzigen Kilowattstunden-Zahl beantworten. 15.000 kWh pro Jahr können beispielsweise für eine bestimmte Wohnsituation vollkommen plausibel und für eine andere vergleichsweise hoch sein. 

Für eine realistische Einschätzung gehen Sie am besten in drei Schritten vor: 

  1. Jahresverbrauch prüfen: Entnehmen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer letzten Jahresabrechnung. 

  2. Passende Vergleichsgruppe wählen: Vergleichen Sie möglichst ähnliche Wohnflächen und Gebäudearten. 

  3. Besonderheiten berücksichtigen: Prüfen Sie Dämmstandard, Warmwasserbereitung, Raumtemperatur und Witterung. 

Achten Sie außerdem stärker auf die Entwicklung Ihres eigenen Verbrauchs über mehrere Jahre als auf einen einzelnen Durchschnittswert. Steigt der Jahresverbrauch bei vergleichbaren Temperaturen deutlich, lohnt es sich, mögliche Ursachen genauer zu prüfen.

Wie kann ich meinen Gasverbrauch senken?

Wer weniger Gas verbraucht, kann nicht nur Energiekosten reduzieren, sondern nutzt Energie auch effizienter.  
 
Die besten Tipps: 

  • Raumtemperatur bewusst einstellen und Räume nicht unnötig überheizen 

  • Heizkörper freihalten und regelmäßig entlüften 

  • kurz und intensiv statt dauerhaft gekippt lüften 

  • Thermostate sinnvoll einstellen 

  • Warmwasserverbrauch überprüfen 

  • Heizungsanlage beziehungsweise Therme regelmäßig warten lassen 

Noch mehr praktische Möglichkeiten finden Sie in unseren Tipps zum Heizkosten sparen und in unserem Überblick über die häufigsten Heizmythen

Auch eine regelmäßige Thermenwartung trägt dazu bei, dass die Anlage sicher und möglichst effizient arbeitet.

Häufige Fragen zum Gasverbrauch in Österreich

Gasverbrauch kennen und passenden Gastarif finden

Wer den eigenen Gasverbrauch kennt, kann Kosten und Tarifangebote besser einschätzen. Ihren Jahresverbrauch finden Sie auf Ihrer letzten Gasabrechnung. 

Sie möchten Ihren Gasanbieter wechseln oder einen passenden Tarif finden? Informieren Sie sich über Gas von VERBUND und prüfen Sie Ihre Möglichkeiten. 

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