Ladekabel wird an ein E-Auto angesteckt.

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E-Auto zu Hause laden: sicher, bequem und günstig

Ob über Nacht, während der Arbeit im Homeoffice oder untertags und am Wochenende mit eigenem Sonnenstrom: Wenn Sie Ihr E-Auto zu Hause laden, können Sie die Ladezeiten flexibel an Ihren Alltag anpassen und Ihr E-Auto ganz nebenbei laden – einfach dann, wenn es für Sie passt und öffentliche Ladepunkte im Alltag seltener nutzen. Für regelmäßiges Laden ist eine fachgerecht installierte Wallbox die sicherste, effizienteste und komfortabelste Lösung.  

Eine Wallbox erfüllt die Anforderungen für die elektrotechnisch sichere und einfache Verwendung, hat bei Bedarf Funktionen wie einen Schutz vor unbefugter Verwendung und kann in ein intelligentes Energiemanagement wie Emilia, die VERBUND-Energie Managerin, eingebunden werden. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie bei Ladezeit, Kosten und Installation achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze 

  • Eine gewöhnliche Haushaltssteckdose ist keine geeignete Dauerlösung für regelmäßiges Laden. 

  • Eine Wallbox lädt je nach Fahrzeug sowie Elektroinstallation deutlich schneller. 

  • Die tatsächlich nutzbare Ladeleistung wird durch das schwächste Glied aus Fahrzeug, Ladeeinrichtung und Hausinstallation bestimmt. 

  • Die Ladekosten ergeben sich aus geladenen Kilowattstunden, Ihrem Strompreis und den Ladeverlusten. 

  • Mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage und intelligenter Steuerung können Sie mehr eigenen Sonnenstrom fürs E-Auto nutzen. Ohne eigene Photovoltaikanlage können sie flexible Stromtarife zur günstigeren Ladung nutzen. 

Welche Möglichkeiten gibt es, ein E-Auto zu Hause zu laden? 

Grundsätzlich können Sie ein Elektroauto über eine fest installierte Wallbox, eine mobile Ladelösung an einer geeigneten CEE-Steckdose. Es sollte nur in Ausnahmefällen eine Haushaltssteckdose für die Ladung verwendet werden. Für den regelmäßigen Alltag ist die Wallbox die empfohlene Lösung: Sie ist für höhere Dauerlasten ausgelegt, kommuniziert mit dem Fahrzeug und bietet je nach Modell Funktionen wie Zeitsteuerung, Zugriffsschutz oder PV-optimiertes Laden. 

Lösung

Typischer Einsatz

Ladeleistung 

Einordnung 

Fest installierte Wallbox 

Regelmäßiges Laden am eigenen Stellplatz 

Typisch 11 kW; bis 22 kW, wenn Fahrzeug und Anschluss dies unterstützen 

Empfohlene Dauerlösung; fachgerechte Installation erforderlich 

Mobile Ladelösung an CEE 

Flexible Nutzung, etwa an mehreren geeigneten Standorten 

Abhängig von CEE-Anschluss, Ladegerät und Fahrzeug 

Praktische Alternative bei geprüfter Steckdose und passender Absicherung 

Haushaltssteckdose 

Not- oder Ausnahmefall 

Bis etwa 2,3 kW, häufig reduziert 

Nicht für regelmäßiges Dauerladen empfohlen 

Möglichkeiten ein E-Auto zu Hause zu laden.

Wichtig: Eine 22-kW-Wallbox lädt nicht automatisch doppelt so schnell wie eine 11-kW-Wallbox. Entscheidend ist, welche AC-Ladeleistung das Fahrzeug aufnehmen kann und welche Leistung am Anschluss tatsächlich verfügbar ist. In den meisten Fällen reicht in der Praxis die Ladeleistung von Wallboxen mit 11 kW für zu Hause völlig aus. 

Nahaufnahme vom Laden eines E-Autos. Frauen Hände halten den Ladestecker und schließen ihn ans Auto an.

Welche Voraussetzungen müssen zu Hause erfüllt sein? 

Bevor Sie eine Wallbox installieren lassen, sollte eine konzessionierte Elektrofachkraft den geplanten Ladeplatz und die vorhandene Elektroinstallation prüfen. So lässt sich klären, welche Ladeleistung sicher möglich ist und ob Anpassungen erforderlich sind. 

  • Stellplatz: Der Ladepunkt muss am eigenen oder dauerhaft nutzbaren Stellplatz erreichbar sein, ohne dass Kabel Gehwege oder Zufahrten queren. Überlegen Sie auch, wie lange ein Kabel idealerweise sein soll. 

  • Elektroinstallation: Hausanschluss, Stromkreis, Leitungsquerschnitt, Absicherung und Fehlerstromschutz müssen zur geplanten Ladeleistung passen. 

  • Montageort: Wand oder Stele, Kabelführung und Wetterschutz sollten für Garage, Carport oder Außenbereich geeignet sein. 

  • Zustimmung: Bei Miete oder Wohnungseigentum sind Eigentümer:innen, Hausverwaltung und gegebenenfalls die Eigentümergemeinschaft frühzeitig einzubeziehen. 

  • Netzbetreiber: Grundsätzlich sind Wallboxen (auch mobile) beim Netzbetreiber anzumelden.

     

Planung, Anschluss und Inbetriebnahme gehören in Fachhände. Eine individuelle Prüfung schützt die Elektroinstallation und schafft die Grundlage für zuverlässiges Laden. 

Wie lange dauert das Laden eines E-Autos zu Hause? 

Die Ladezeit hängt vor allem von der nachzuladenden Energiemenge und der tatsächlich nutzbaren Ladeleistung ab. Als einfache Näherung gilt: nachzuladende Energie in kWh ÷ Ladeleistung in kW = theoretische Ladezeit in Stunden. Ladeverluste, Temperatur und die Ladeelektronik des Fahrzeugs verlängern die reale Dauer etwas.

Rechenbeispiel: Bei einem 60-kWh-Akku entspricht das Laden von 20 auf 80 Prozent einer Energiemenge von 36 kWh. Mit 11 kW dauert das theoretisch rund 3,3 Stunden; in der Praxis sollten Sie etwas mehr Zeit einplanen. 

Für viele private Anwendungen reichen 11 kW völlig aus, weil das Auto häufig mehrere Stunden oder über die ganze Nacht zu Hause geparkt wird. 22 kW bringen nur dann einen Zeitvorteil, wenn Fahrzeug, Wallbox, Ladekabel, Hausinstallation und Netzanschluss diese Leistung unterstützen. Die höhere Ladeleistung bedeutet jedoch zumeist auch höhere Kosten (Leitungsquerschnitte, Netzgebühren etc.). Zukünftig ist es wahrscheinlich sogar vorteilhaft – sofern nicht benötigt – die Ladeleistung zu reduzieren, um Netzgebühren einzusparen. 

Was kostet es, ein E-Auto zu Hause zu laden? 

Die laufenden Kosten lassen sich transparent berechnen: nachzuladende Energie × Strompreis × Ladeverlust-Faktor. Wie viel das Laden tatsächlich kostet, hängt vor allem vom Strompreis, der benötigten Energiemenge und den Ladeverlusten ab. Diese können je nach Fahrzeug, Ladeleistung und Temperatur unterschiedlich ausfallen. Wie viel eine Ladung kostet, lässt sich deshalb am besten anhand des eigenen Strompreises und des eigenen Verbrauchs berechnen.

Beispiel mit Annahmen: Für 36 kWh im Akku werden bei angenommenen 6 Prozent Ladeverlusten rund 38,16 kWh aus dem Netz benötigt. Bei einem beispielhaften Gesamtstrompreis von 0,30 Euro/kWh kostet dieser Ladevorgang rund 11,45 Euro. Die Werte dienen nur zur Orientierung. Auch die Kosten pro 100 Kilometer lassen sich einfach abschätzen: Fahrzeugverbrauch in kWh/100 km × Strompreis × Ladeverlust-Faktor. Bei einem Verbrauch von 18 kWh/100 km, einem Strompreis von 0,30 Euro/kWh und angenommenen 6 Prozent Ladeverlusten ergeben sich im Beispiel rund 5,72 Euro pro 100 Kilometer.  

E-Auto wird zu Hause geladen.

E-Auto mit PV-Strom intelligent laden 

Mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie einen Teil des Ladestroms direkt am eigenen Dach erzeugen. Besonders effizient wird das Zusammenspiel, wenn die Wallbox auf PV-Überschuss reagiert und den Ladevorgang an die verfügbare Erzeugung anpasst. Zeitgesteuertes Laden kann zusätzlich helfen, günstige Tarifzeiten oder geplante Abfahrtszeiten zu berücksichtigen. 

Ein Energiemanagement wie Emilia, die VERBUND-Energie Managerin, stimmt Wallbox, PV-Anlage und weitere Verbraucher aufeinander ab und kann Lastspitzen reduzieren.  Der gezielte Eigenverbrauch von PV-Strom lohnt sich in der Regel: Die dadurch eingesparten Stromkosten sind meist höher als die Vergütung, die für eine Einspeisung des Stroms erzielt werden kann. Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten dennoch die Kosten der PV-Anlage berücksichtigt werden.

Welche Ladelösung passt zu Ihrer Wohnsituation? 

Eigenheim mit eigenem Stellplatz 

Hier lässt sich eine Wallbox meist am einfachsten planen. Prüfen Sie Montageort, Leitungsweg, verfügbare Anschlussleistung und mögliche PV-Einbindung gemeinsam mit einer Elektrofachkraft. 

Mietwohnung oder Mehrparteienhaus 

Klären Sie Zustimmung, Eigentumsverhältnisse, technische Kapazität und die spätere Stromzuordnung möglichst früh. Bei mehreren Ladepunkten kann ein gemeinsames Lastmanagement sinnvoll bzw. notwendig sein. Die Hausverwaltung ist hierfür der erste Ansprechpartner. 

Dienstwagen zu Hause laden 

Für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber sind nachvollziehbare Messwerte und geeignete Auswertungen wichtig. Stimmen Sie technische Lösung, Datenbereitstellung und Erstattungsprozess vorab mit dem Unternehmen ab. Meistens wird eine mess- und eichrechtskonforme Wallbox empfohlen. Ladelösungen für Dienstwagen entdecken 

Zu Hause und unterwegs laden 

Die Wallbox deckt den Alltag am eigenen Stellplatz ab. Für längere Strecken ergänzt eine Lade-App den Zugang zu öffentlichen Ladepunkten und hilft bei der Routen- und Ladeplanung. Unterwegs laden mit der VERBUND V-Go App 

In 5 Schritten zur passenden Ladelösung 

  1. Bedarf klären: Wie viele Kilometer fahren Sie, wann steht das Auto zu Hause und welche AC-Ladeleistung unterstützt es? 

  2. Standort wählen: Bestimmen Sie einen gut erreichbaren Montageort mit möglichst kurzem, geschütztem Leitungsweg. 

  3. Elektroinstallation prüfen lassen: Eine Fachkraft bewertet Anschlussleistung, Stromkreis, Schutztechnik und erforderliche Abstimmungen. 

  4. Funktionen auswählen: Entscheiden Sie, ob Sie PV-Überschussladen, App-Steuerung, Zugriffsschutz, Lastmanagement oder Dienstwagen-Abrechnung benötigen. 

  5. Installieren und in Betrieb nehmen: Lassen Sie die Wallbox fachgerecht montieren, prüfen und auf Fahrzeug sowie Energiesystem abstimmen. 

Häufige Fragen zum Laden eines E-Autos zu Hause 

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Sie kennen nun die wichtigsten Voraussetzungen für sicheres und planbares Laden zu Hause. Entdecken Sie die VERBUND Wallboxen und finden Sie die Lösung, die zu Ihrem Fahrzeug, Ihrer Wohnsituation und Ihrem Energiesystem passt.