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19. Juni 2013

Gipfelkreuz auf der Höhenburg

So ein Gipfelkreuz ist schnell aufgestellt. So denkt man jedenfalls am Anfang. Wie oft sieht man eben solche bei Wanderungen. Aus Holz oder Metall, mit einem schönen Gipfelbuch versehen. Dass es nicht so einfach ist, sich die Mühen aber bezahlt machen, konnten wir in Kaprun erleben.

Ein Gipfelkreuz auf der Höhenburg, zwischen der Moosersperre und Drossensperre auf 2108m Seehöhe. Hier steht man mitten in den Alpen, umringt von 13 3000er. Berge die viele Gefahren bergen, aber auch einen Einblick in die Stärke und Schönheit der Natur bieten.

Die Höhenburg bietet eine perfekte Aussicht. Zu ihren Füßen liegt ein Meisterwerk der Technik, das rund 10 % des Österreichischen Spitzen-Strombedarfes deckt. Das der Mensch dann wieder nur ganz klein ist im Vergleich zur Natur wird hier anschaulich.

 

 

Rund 15 Minuten dauert der Fußweg auf die Höhenburg. Durchschnittlich und ohne schweres Gepäck. Mit einem Kreuz in zwei Teilen, eines 140 kg schwer, das andere 120 kg schwer, wird es schon ein wenig länger dauern. Das war allen Beteiligten klar.

 

Mit Hilfe von Schülern der HTL Saalfelden ging es in kleinen Schritten den Berg hoch. Nach einer Stunde, vielen Pausen und Gezerre waren wir angekommen. Einfach festschrauben gibt es bei einem Gipfelkreuz im Hochgebirge nicht.

 

Zuerst musste der Felsen an der gewünschten Stelle geebnet werden. Dann wurde eine Stahlverankerung eingesetzt, an der dann das Kreuz verankert wurde. Alles mit größter Vorsicht und Genauigkeit. Schließlich muss das drei Meter hohe Kreuz Windgeschwindigkeiten bis zu 120 kmH und mehr aushalten.

Eineinhalb Tage hat es gebraucht - von der Abholung beim Schreiner, dem Transport auf den Berg bis hin zur Montage. Viel Schweiß, so mancher Urschrei und auch ein wenig Blut waren nötig.

Auf der Höhenburg wird das Kreuz den Wetterkapriolen im Hochgebirge trotzen. Schneefall, Sturm und Regen ertragen um jeden Besucher wann immer er kommt zu Begrüßen. Nun dient es als Symbol für die Natur, den Menschen und das Miteinander

Der Weg ist frei auf einen Blick der Synergie von Natur und Technik, gekrönt von einem kleinen Wandererlebnis.