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Am dritten und letzten Tag der energy 2050 findet die Session 8 "Smart Grids. Smart Cities, Smart World. Welche chancen und Risiken sind zu berücksichtigen?" statt. Parallel laufen Round Tables.

12:15 Uhr: An dieser Stelle dürfen auch wir uns von Ihnen verabschieden, vielen Dank fürs Mitlesen!
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

12:00 Uhr: Schlussworte von Wolfgang Anzengruber: "Es wird nicht mehr so werden, wie es vor 5 Jahren war" - dies muss allen bewusst sein. Bei aller Veränderung bieten sich aber auch Möglichkeiten. Er dankt allen Teilnehmern und Vortragenden für die Präsenation verschiedenster, aufschlussreicher Facetten zu den gegebenen Themen rund um das Konferenz-Thema "Setzt die Energiewende Europa unter Strom?"
Man benötigt den Kunden zukünftig integriert in das System, um die möglichen Lösungen auch erschließen zu können. Es bedarf dazu der Entfesselung von Kreativität. Energie muss leistbar, sicher und nachhaltig sein. VERBUND sieht sich als Kraftwerk der Innovation und möchte die Veränderung aktiv mitgestalten, nicht erleiden. VERBUND geht daher aktiv an das Thema heran.
In 2 Jahren wird es wieder eine Energiekonferenz energy 2050 geben. Man wird zurückschauen, was erreicht wurde und sehen, welche neuen Potenziale sich ergeben haben.

 

 

11:30 Uhr: Zum Abschluss der heurigen VERBUND-Energiekonferenz energy 2050 folgt ein kurzes Resümee aus den drei Round Tables. Im Anschluss daran wendet sich Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der VERBUND AG, mit Schlussworten und einem Ausblick an das Publikum.

Franz Lamprecht, stv. Chefredakteur etv Energieverlag GmbH resümiert: wo kann der Energieversorger in Zukunft mitmischen? Heute sind in Deutschland nur 7 % der PV- und Windanlagen in der Hand der traditionellen Energieversorger. Eine Variante ist, viele Kleine zum gemeinsamen Vorteil ins Boot zu holen. Wie kann man Erneuerbare, Speicher und Netze innerhalb zukunftsträchtiger Rahmenbedingungen entwickeln? Ein Ansatz sind etwa Genossenschaften, in denen klassiche EVU durchaus die Mehrheit halten können. EVU können auch im Bereich der Effizienz eine Art Lotse werden und Stärken zu bündeln. Geld allein ist nicht entscheidend, die Kommunen wollen integriert werden.

Frank Trurnit, Geschäftsführer Frank Trurnit & Partner Verlag GmbH: Marketing ist keine Trickkiste, Marketing muss einen echten Bürger- und Kundennutzen senden. "Akzeptanz wofür?" ist die Frage. Technologie, Netze, Anlage, Fracking, Landschaft...? Das Thema muss generell emotionalisiert werden und Spaß machen (Erlebniswege, Apps usw.). Um glaubhaft Akzeptanz erreichen zu können, benötigt es immer einen Plan B. Es muss mehr über das "Why" gesprochen werden, nicht nur über das "What" und "Why". Dazu muss man seine Stakeholder kennen, verstehen und einbinden. Bevor man über Kommunikation nachdenken kann, benötigt es FAQs. Das Thema Smart Metering stellt aber nach wie vor Probleme dar.

Martin Heinrichs, Chefredakteur ew, EW Medien und Kongresse GmbH: das Thema Prosumer ist offensichtlich noch nicht platzgreifend, obwohl die Tendenz von PV-Anlagen auf Eigenheimen etc. steigt. Das Prosumer-Modell kann aber nicht (ausschließlich) auf der EEG-Förderung basieren. Die generelle Akzeptanz für die Energiewende steigt durch die erkennbaren Tendenzen. Die "Demokratisierung der Energieversorgung" wird in den Köpfen der Kunden angesprochen. Es benötigt neue Tarifstrukturen, auch hinsichltich System- und Reservekosten. Wie können EVU als Partner aufgenommen werden? Für Netzbetreiber wird dies schwierig, im Vertrieb gibt es demgegenüber interessante Modelle ähnlich eines "Rundum Sorglos-Pakets".

 

10:40 Uhr:  Expertentalk zu Smart Energy – Vorstellung internationaler Projekte und Experten Talk
Smart Watts, Dipl.-Wirt.-Ing. Hauke Hinrichs, STAWAG, Stadtwerke Aachen AG, Smart Watts
Dr. Tanja Schmedes, EWE AG, eTelligence
Josef Reithofer vom Amt für Stadtplanung und Verkehr der Stadt Salzburg, Smart Edge

Smart Watts hat Haushalte mit Smarthome-Systemen ausgestattet. Die intelligente kWh wurde konzipiert, mit der auch Konsumenten an Märkten teilnehmen konnten. Der Kunde kann auf dynamische Preise reagieren und seine Lasten verschieben. Unterstützt wird dies von einem Bonussystem. Das notwendige IT-System und die Schnittstellen sind aber eine große Herausforderung und wahnsinnig komplex. Generell ist hier aber die Sprache von Kleinstlasten.
eTelligence nutzt in Cuxhaven beispielsweise Überschussenergie, indem sie diese in Kühlhäusern "speichert". Es gab variierende Preise von 0 Cent bis 1 Euro, ein Kunde hat beispielsweise alle elektrischen Verbraucher bei hohen Preisen deaktiviert und bei niedrigen Preisen alles konzentriert erledigt. Dies ist natürlich überzeichnet. Es zeigt aber: viele hatten aber Freude daran, die Möglichkeiten auszureizen. Gleichzeitig sorgt dies für Sensibilisierung. Infolge des Modellversuchs kamen bereits Unternehmen auf die Initiatoren zu. Im Unternehmensbereich ist dieses Konzept auch sehr simpel umzusetzen, im Kundenbereich sieht es noch nicht ganz so aus.
Für die Stadt Salzburg war ein Energie-Masterplan wichtig. Darin spielen auch Sozialwissenschaften und Psychologie eine Rolle, schließlich geht es darum, die Menschen miteinzubeziehen. Es wurde darüber hinaus ein Maßnahmenkatalog für 2025 entwickelt. Darin zeigt sich, die meiste Energie wird im Gebäudebereich verbraucht. Es sollen hierfür ganzheitliche und vernetzte Lösungen auf Basis des Bestehenden entwickelt werden. Monetäre Anreize und "sexy Produkte" sind notwendig, um Menschen erfolgreich einzubinden.

10:10 Uhr: Er ist der Meinung, dass nicht weniger Strom verbraucht werden sollte, sondern mehr - nur auf und in der richtigen Weise. Wenn von Krise die Rede ist, bedeutet das auch immer eine Chance. Jeder hat die existierenden Technologien im Kopf, in den nächsten 30 Jahren kommen wir aber vielleicht noch auf ganz andere Lösungen. Fakt ist aber: die meisten Überlegungen gehen in Richtung Stromerzeugung in Verbindung mit Informationstechnologie, dass dieser zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist bzw. erzeugt wird.

Was bedeutet Hausenergie-Management: es erfüllt quasi die Funktion eines Butlers, mit der Möglichkeit, diesen umzuprogrammieren.
Speicherung ist ein zentrales Thema. In Spitzenzeiten wird es zu immer mehr Stromüberschuss kommen. Eine mögliche Lösung ist die Umwandlung in Methan. Aufgrund der Volatilität muss die Erzeugung flexibler werden, der Verbrauch angepasst werden, der Strom transportiert und gespeichert werden.
Smart Grids anstatt Smart Grid - es müssen Strom-, Gas-, Wärme-, Verkehrsnetz etc. gemeinsam gedacht werden.
Zu E-Mobilität: der Mensch will "Kilometer kaufen", alles was dahinter steckt, interessiert ihn nicht. Dafür haben zukünftig Dienstleister/Unternehmen zu sorgen. Menschen wollen in Zukunft aber nicht mehr rein die Kilowattstunde kaufen, sondern zugeschnittene Dienstleistungen.

 

09:45 Uhr: Es folgt Ludwig Karg, Geschäftsführer, B.A.U.M. Consult GmbH. mit "Smart Energy Age"

09:35 Uhr: Es zeigen sich verschiedene Trends, Siemens hat vier Megatrends für Städte identifiziert: demographischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel, Globalisierung

Urbanisierung - Städte als wirtschaftliche Powerzentren. 2009 waren erstmals mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Städten zu Hause. Städte sind auch die zentralen Ressourcenverbraucher und CO2-Emmitenten. Dort stehen derzeit 40 % des Energieverbrauchs in Zusammenhang mit Gebäuden.
Vier zentrale Bedürfnisse sind zu bedenken, um die Cities smart zu machen:

  • Transport/Mobilität
  • Energieversorgung/Gebäude
  • Lebensqualität und Sicherheit
  • Umwelt

Im Kern geht es hierbei immer um Vernetzung und IT-Lösungen. Wie bekomme ich mehr Effizienz unter Berücksichtigung vorhandener Infrastruktur in das System? Wie kann man etwa das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis befriedigen? Die "Gefäßgrößen" - also jene der Fahrzeuge - zu erhöhen ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es bedarf durchdachter Konzepte.
Energieversorgung bzw. Smart Grid bedeutet nicht, dass die Netze erst smart werden müssen. Sie sind dies ja bereits. Es geht vielmehr darum, die Innen- und die Außenwelt der Gebäude zu verknüpfen, insbesondere in Anbetracht des Trends zur Dezentralität.
Zusätzlich zu ökologischen Aspekten spielen natürlich auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle, etwa das Thema Datenschutz. Dieses taucht auch im Zusammenhang mit Smart Metering immer wieder auf. Neben technischen und wirtschaftlichen Belangen ist wesentlich, wie Modelle gesellschaftlich akzeptiert wird. Die Herausforderung ist die Vernetzung von Verkehr/Logistik, Energie und Gebäuden.
Salzburg und Villach sind Modellregionen für nachhaltige Stadtentwicklung.

Murauer stellt Konzepte für Teile der Seestadt Aspern vor. Bis 2030 entstehen hier Wohnungen und Arbeitsplätze für 20.000 Menschen mit dezentralem Energiemanagement.
Herausforderungen für Energiemanagement: Smart Building, Smart Energy, Smart ICT & Data. Gebäudemanagementsysteme müssen zukünftig mit dem Markt kommunizieren und etwa Wettervorhersagen miteinbeziehen. Smart Energy soll zu mehr Sensorik führen. Smart Data steht für eine übergeordnete Stadtdatenzentrale, die die relevanten Informationen auswertet und darauf reagiert.

 

09:15 Uhr: Den Beginn macht eine Keynote von Mag. Arnulf Wolfram, Leitung Sektor Infrastructure & Cities CEE, Siemens AG Österreich und Dipl.-Ing. Dr. Gerald Murauer, Leitung Corporate Technology CEE, Siemens AG Österreich

"Städte als wirtschaftliche Kraftzentren – konsequente Weiterentwicklung durch nachhaltige Technologien und innovative Leuchtturmprojekte"

09:00 Uhr: Guten Morgen am dritten und letzten Tag der VERBUND-Energiekonferenz energy 2050. Gleich startet die Session 8 "Smart Grids, Smart Cities, Smart World. Welche Chancen und Risiken sind zu berücksichtigen?". Parallel dazu laufen Round Tables zu den Themen "Wie können Bürger, Politik und Wirtschaft gemeinsam und nicht gegeneinander den Weg der Energiewende gehen?", "Clever kommuniziert - Marketingstrategien für mehr Akzeptanz" und "Wie wird der Consumer zum Prosumer? Welche Auswirkungen hat dies auf die Energiepreise?" statt.
Wir berichten live von Session 8.