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Nicht umsonst gelten die Talsperren von VERBUND als die bestüberwachten Bauwerke Österreich. Selbst winterliche Verhältnisse mit gesperrten Straßen und Wassertemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt lassen keine Abstriche beim hohen Sicherheitsniveau zu.

Im Februar liegt rund um den Großglockner naturgemäß Schnee, der Margaritzenspeicher auf rund 2.000 Meter Seehöhe ist zugefroren, die Zufahrt über die Straße unmöglich. Dennoch sind Überprüfungsarbeiten zu erledigen, denn bei der Sicherheit gibt es bei VERBUND keine Kompromisse.



Mit dem Hubschrauber werden fast 3 Tonnen Material, die an den Arbeiten beteiligten Kollegen und natürlich die Taucher zum Speicher geflogen. Denn alle zehn Jahre werden die unter Wasser liegenden Bauteile des Speichers auf der Südseite der Hohen Tauern, dessen Wasser in Kaprun die Turbinen antreibt, überprüft.

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Bevor Taucher und Tauchroboter im eiskalten Wasser ihre Arbeit machen können, muss ein Loch in die mindestens 50 cm dicke Eisdecke auf dem Speicher gemacht werden – und es muss eisfrei gehalten werden. Denn trotz des Sonnenscheins herrschen eisige Temperaturen, die den Einstieg rasch wieder zufrieren lassen.

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Das Tauchen auf 2.000 Meter Seehöhe ist eine Herausforderung. Die Höhe lässt nur kurze Tauchgänge zu. Zur Sicherheit wurde auch eine Druckkammer für den Notfall auf den Speicher geflogen. Die Taucher arbeiten konzentriert, besondere Aufmerksamkeit bei der Überprüfung gilt Grundablass und Einlaufrechen. Diese Anlagenteile sind seit Errichtung des Speichers in den 1950er Jahren unter Wasser. Der Befund der Sichtprüfung ist eindeutig: Sie befinden sich nach wie vor in einwandfreiem Zustand. Die Funktion der Grundablässe als wichtige Sicherheitseinrichtung, vergleichbar mit einem Sicherheitsventil, ist in vollem Umfang gewährleistet.

Ein Kamerateam hat den Tauchgang in eisigen Höhen begleitet. Hier eine Kurzfassung der Reportage