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17. Februar 2017

Ente Doris’ Energie-ABC: Wundergas Wasserstoff

Grüner Wasserstoff gewinnt an Bedeutung – in der Industrie ebenso wie in der Mobilität. VERBUND-Ente Doris hat sich angesehen, was das Gas so besonders macht und warum es aus der Energiezukunft nicht mehr wegzudenken ist.

Mit Wasserstoff die Industrie umweltfreundlicher gestalten? Was nach Zukunftsmusik klingt, ist schon heute Realität: Gemeinsam mit voestalpine setzt VERBUND ein Pilot-Forschungsprojekt zu diesem Thema um. Das hört sich nach einer vielversprechenden Partnerschaft an – und vor allem nach einer großen Chance für die Energiezukunft. Da muss ich als neugierige Ente natürlich Nachforschungen anstellen. …

Farbloses Gas als sauberer Energieträger

Wie ihr sicher schon wisst, bin ich ein großer Fan von Wasser: Es geht doch nichts über ein erfrischendes Bad im kühlen Nass! Doch Wasserstoff – was kann man sich darunter eigentlich vorstellen? „Das farb- und geruchlose Gas ist auf unserem Planeten nahezu unbegrenzt vorhanden und kann mittels Elektrolyse aus Strom und Wasser gewonnen werden“, erklärt mir ein netter VERBUND-Mitarbeiter. „Handelt es sich dabei um Strom aus Wasserkraft, Wind- oder Sonnenenergie, spricht man von grünem oder regenerativem Wasserstoff.“ Und der ist besonders wertvoll: Er kann gespeichert und transportiert werden und ist noch dazu völlig emissionsfrei.

Stromspeicher gegen Blackouts

Bei meinen Recherchen erfahre ich auch, dass im oberösterreichischen Vöcklabruck schon eine von VERBUND unterstützte Forschungsanlange zur Speicherung von Sonnenstrom besteht. Dieser wird hier in Wasserstoff umgewandelt und anschließend gemeinsam mit Erdgas zwischengelagert. Solche Power-to-Gas-Anlagen sind wichtig für den Energiemarkt von morgen. Ebenso wie Pumpspeicherkraftwerke greifen sie ein, wenn Schwankungen im Netz auftreten und helfen so mit, Blackouts zu reduzieren. Als visionäre Ente ist mir gleich klar: Diese Technologie hat Potenzial. Am besten gefällt mir allerdings, dass Wasserstoff aus erneuerbaren Energien dazu beiträgt, Unmengen an CO2 einzusparen. Einfach großartig!

Stromspeicher für die Industrie

Unter dem geheimnisvollen Projektnamen H2Future, bestehend aus voestalpine, Siemens und VERBUND sowie Austrian Power Grid (APG) und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET und ECN, hat von der Europäischen Kommission den Zuschlag für die Errichtung einer der weltweit größten Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff erhalten. Gemeinsam werden die Kooperationspartner an der Realisierung  der innovativen Wasserstoff-Demonstrationsanlage am voestalpine-Standort Linz arbeiten und die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff testen. 

 

 

H2FUTURE - Grüner Wasserstoff

Wasserstoff macht mobil
Doch das Wundergas lässt sich auch in anderen Bereichen sehr gut einsetzen. Zum Beispiel in der Mobilität: Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellen beeindrucken nicht nur mit hoher Reichweite, sondern sind auch noch sauber – sie stoßen nämlich lediglich Wasserdampf aus. Stellt euch das nur einmal vor: ein Auto, das vollkommen umweltfreundlich durch die Gegend düst und statt stinkenden Abgasen nur reines Wasser hinterlässt. Das ist wirklich so ganz nach meinem Geschmack! Einzelne Wasserstoffautos sind sogar schon auf dem Markt – und ich bin gespannt, was die Zukunft noch so bringt. Vielleicht darf ich ja schon bald selbst einen Ausflug in solch einem Gefährt machen? Ich halte euch auf dem Laufenden!

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