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17. Oktober 2019

Photovoltaik: Wohin geht die Reise beim Sonnenstrom?

Standorte, Speicher, Förderungen – wo liegt die Zukunft der Photovoltaik? Die Antworten sowie aktuelle Trends verrät SOLAVOLTA-Chef und Solarexperte Günter Krupitza im Gespräch.

flow_Herr Krupitza, SOLAVOLTA ist seit 2016 ein Tochterunternehmen von VERBUND. Gegründet haben Sie es gemeinsam mit Ihrem Partner bereits 2008 – was hat sich seit damals im Bereich Photovoltaik geändert? 

Günter Krupitza_Die wesentlichste Änderung ist sicher, dass die Photovoltaik nun auch für private Nutzerinnen und Nutzer sowie kleine Gewerbebetriebe wirtschaftlich interessant ist. Vor rund zehn Jahren lagen die Preise für Solarmodule beim Acht- bis Zehnfachen der jetzigen Kosten. Mittlerweile rechnen sich Photovoltaikanlagen aber auch für normale Hausbesitzer. Zu Beginn war die Akademikerdichte unter unseren Kundinnen und Kunden sehr hoch – heute sind alle Bevölkerungsschichten quer durch die Bank vertreten. 
 

Was ist bei der Installation einer Photovoltaikanlage zu beachten?

SOLAVOLTA-Gründer Ing. Günter Krupitza

„Mein Wunsch für die Zukunft: klare Rahmenbedingungen der Netzbetreiber und bei Förderungen. Dann hat Photovoltaik großes Potenzial. Denn der Markt dafür ist noch lange nicht gesättigt.“ © SOLAVOLTA 

Photovoltaik-Anlage von SOLAVOLTA in St. Margarethen im Burgenland.
Sonnenkraft voraus: Am Standort von SOLAVOLTA in St. Margarethen im sonnigen Burgenland ist man für die Energiezukunft gerüstet. © VERBUND

flow_Und wo sehen Sie die wesentlichen Herausforderungen für die Photovoltaik?

Krupitza_Die Netzbetreiber müssen künftig Photovoltaik und Speicher mitdenken – und ihre Anschlussbedingungen anpassen. Es gibt in Österreich neun Landesversorger, hinzu kommt eine Reihe von Teilnetzversorgern. Die Spielregeln sind dabei verschieden – was in Vorarlberg erlaubt ist, kann im Burgenland verboten sein. Doch der internationale Vergleich zeigt: Das Potential von Photovoltaik ist hoch! China ist mit einem stark wachsenden Markt das Paradebeispiel. Und wir können auch in Österreich daran anknüpfen – wenn die Rahmenbedingungen passen. 

flow_Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person 
Der Elektrotechniker Ing. Günter Krupitza hat SOLAVOLTA 2008 gemeinsam mit Ing. Horst Bauer gegründet und zum Marktführer bei Photovoltaikanlagen ausgebaut. Der Komplettanbieter mit Sitz in St. Margreten im Burgenland betreut Firmen und Privatpersonen in ganz Österreich. Im Schnitt werden 24 Photovoltaikanlagen pro Woche installiert. VERBUND ist seit 2016 an der SOLAVOLTA Energie- und Umwelttechnik GmbH beteiligt.

Dieser Beitrag ist Teil der Serie „LET´S TALK – Expertinnen und Experten von VERBUND im Gespräch“. Weitere Beiträge findet ihr in den kommenden Wochen im flow-Blog.

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