Pressekontakt
Wir stehen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.
VERBUND setzt sich für nachhaltigen Naturschutz ein. Rund um die VERBUND-Kraftwerksanlagen in Oberösterreich wurden in den letzten Jahren ökologische Lebensräume neu vernetzt und aufgewertet. Dadurch entstanden viele neue wertvolle Habitate und aquatische Lebensräume zur Stärkung der Biodiversität entlang der Donau. VERBUND orientiert sich dabei an der EU-Biodiversitätsstrategie und ist Teil verschiedener LIFE-Projekte an Inn und Donau.
Bei den oberösterreichischen Donaukraftwerken finden derzeit zwei große Revitalisierungsprojekte statt, wo die Anlagen auf den modernsten Stand der Technik gebracht werden. Zusätzlich setzt VERBUND auch neue Maßstäbe in Sachen Ökologie. Rund um die Donaukraftwerke entstanden in den letzten Jahren neue ökologische Lebensräume. Besonders unterhalb des Donaukraftwerks Abwinden-Asten und Wallsee-Mitterkirchen gibt es naturnahe Lebensräume, wie den Eizendorfer Haufen oder die Langauer Insel. Zudem lässt sich an der oberösterreichischen Donau der Fisch des Jahres 2026 finden, ein äußerst seltenes Exemplar.
Fisch des Jahres 2026 ist der seltene Schlammpeitzger, der sich neuerdings wieder entlang der oberösterreichischen Donau nachweisen lässt. Im Volksmund auch als „Furzgrundel“ genannt – aufgrund seiner besonderen Fähigkeit zusätzlich über den Darm zu atmen und die Gase geräuschvoll mit Bläschen abzugeben – konnte er sich bestmöglich anpassen, um in schlammigen, warmen und zeitweise austrocknenden Gewässern zu überleben.
Der Schlammpeitzger lässt sich im nördlichen Machland, den Traun-Donau-Auen östlich von Linz und dem südlichen Eferdinger Becken finden. Er bevorzugt ehemalige Donaunebenarme, die von kleineren Zuflüssen oder durch Grundwasser gespeist werden, sowie schlammige Bäche und Wassergräben.
Auch im Zuge des Projekts LIFE Riverscape Lower Inn an der bayerisch-oberösterreichischen Grenze wurden neue Habitate für den Schlammpeitzger geschaffen, der mit einer Lebensdauer von über 20 Jahren als langlebiger Fisch gilt.
Die Ziele zur Erhaltung der Bestände decken sich mit dem Ziel, für diese Fischart einen günstigen Erhaltungszustand gemäß der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu erreichen.
Ein schönes ökologisch erfolgreiches Beispiel ist das 2013 von VERBUND in der Reischelau bei Saxen im Unterwasser des Donaukraftwerks Wallsee-Mitterkirchen geschaffene Naturdenkmal Eizendorfer Haufen. In diesem Renaturierungsprojekt wurde das linksufrige Insel-Nebenarmsystem wieder an die Donau angebunden und die Ufer restrukturiert, gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der FFH-Richtlinie. Diese landschaftstypische Insel entlang der Donau umfasst eine Gesamtlänge von 1,7 km und eine Breite von etwa 200 m.
Heute ist der Eizendorfer Haufen wieder eine Weichholzau und weist unterschiedliche Autypen auf, die als besonders schützenswert gelten. Die Insel bietet seltenen Insekten, Libellenarten und Schnecken, kiesbrütenden Vögeln wie Flussregenpfeifer und Flussuferläufer, Biber und Fischotter neuen Lebensraum. Für Kormorane dient sie sogar als Winteraufenthaltsort. Als neues Laichhabitat ist die Insel mit den Kiesbänken eine optimale Kinderstube für Nasen, Barben, Donaubarsche und andere typische Donaufische sowie für Muscheln.
Im Bereich Untere Langau hat VERBUND Hydro Power im Rahmen von LIFE WILD Island ein rund 1,4 km langes Insel-Nebenarmsystem und eine Leitwerksverlängerung am linken Ufer behördlich eingereicht. Geplant ist am rechten Ufer unterhalb des Donaukraftwerks Abwinden-Asten eine neue 6 Hektar große „wilde“ Insel zur Aufwertung der Aquafauna und -flora. Die Langau bei Abwinden wird ein Natura 2000 Gebiet und soll ein weiterer ökologischer Trittstein zwischen den Natura 2000 Gebieten Traun-Donau-Auen und Machland Nord sein. Mehr Infos zu LIFE Wild Island.
Wir stehen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.