Zur Übersicht
21. Oktober 2016

Junge Visionäre: Lehrlinge blicken in die Energiezukunft

Was erwartet die nächste Generation von der Energiewelt? Lukas Pawel, Barbara Kastl und Mohammad Teymorzadeh haben Ideen. Die künftigen Elektro- und Metalltechniker über sauberen Strom, Elektroautos und das Abenteuer Lehre.

Lukas Pawel und Barbara Kastö und Mohammad Teymorzadeh
© VERBUND

„Wasserkraft statt Atomenergie“
Lukas Pawel, erstes Lehrjahr in der Lehrwerkstätte Ybbs

„In der Energiezukunft werden wir vor allem Wasser-, Wind- und Solarenergie nutzen“, steht für Lukas Pawel fest. Der 15-Jährige ist überzeugter Befürworter erneuerbarer Energien und engagiert sich privat gegen Atomkraft. Kein Wunder, dass es Lukas beruflich zu VERBUND verschlagen hat. „Mein Vater ist Elektriker und er hat mir den Tipp gegeben, dass man mit der Doppellehre Elektro- und Metalltechnik sehr gute Aufstiegschancen hat“, sagt er. 

Der junge Wiener findet es „super, mit Metall zu arbeiten und die Elektronik zu verkabeln“. Zudem schätzt er das Zusammenleben im Lehrlingsheim in Ybbs. „Ob kochen oder einkaufen – wir organisieren alles gemeinsam“, erzählt er. Daneben stehen auch Freizeitgestaltung, zum Beispiel in einem Hochseilgarten, oder Teamtraining auf dem Programm. Bald soll mit der großen Turbine im Kraftwerk Ybbs-Persenbeug ein weiterer Motor für die Energiezukunft besichtigt werden. „Das wird sicher spektakulär“, freut sich Lukas.

„Mehr Technikerinnen und E-Autos“
Barbara Kastl, drittes Lehrjahr in der Lehrwerkstätte Töging/Bayern

Ob bohren, feilen oder drehen – für Barbara Kastl war schon in der Schule klar: Technische Berufe machen mehr Spaß als Koch-, Büro- oder Handarbeiten. Als Lehrling in der VERBUND-Lehrwerkstätte Töging in Bayern absolviert sie daher seit drei Jahren die Doppellehre zum Elektro- und Metalltechniker. Für die Energiezukunft wünscht sie sich, dass mehr junge Frauen diesen Weg gehen. „Es macht viel Freude und Mädchen können die Arbeit genauso gut erledigen“, zeigt sich die 18-Jährige überzeugt.

Barbaras liebste Tätigkeit ist das Arbeiten nach genauen Plänen an den schweren Dreh- und Fräsmaschinen. „Mir gefällt es wirklich sehr, zu sehen, wie ein Werkstück entsteht“, erzählt sie. Von welcher Technologie sie sich für die Energiezukunft besonders viel erwartet? „Elektromobilität“, lautet die Antwort. „E-Autos werden immer besser. Ich bin mir sicher: Bis 2050 ist für Diesel- und Benzinfahrzeuge kein Platz mehr.“

„Neue Ideen entwickeln und Energie sparen“
Mohammad Teymorzadeh, erstes Lehrjahr in der Lehrwerkstätte Ybbs

Vor drei Jahren aus dem Iran geflohen, hat Mohammad Teymorzadeh eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Doch seit kurzem dreht sich alles um die Energiezukunft: Im Herbst hat er über das VERBUND-Flüchtlingsprogramm eine Lehre bei Österreichs größtem Stromerzeuger begonnen. „Alles ist neu und macht großen Spaß – vor allem elektromechanisches Arbeiten in der Werkstatt“, so der 28-Jährige. Auch wenn der ein oder andere deutsche Fachbegriff noch Schwierigkeiten macht, Mohammad ist „gekommen um zu lernen“.

Wie die Energiewelt von morgen aussehen wird? „Wir werden viel mehr Energie brauchen“, meint er. „Daher müssen wir immer neue Ideen haben, um noch besser umweltfreundliche Energiequellen zu nutzen.“ Da bis dahin noch ein bisschen Weg zu gehen ist, macht Mohammad selbst den ersten Schritt. „Um Energie zu sparen, fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und gehe gewissenhaft mit Stromgeräten um. Jeder kann seinen Teil beitragen.“

Ihr wollt mehr über die Doppellehre Elektro- und Metalltechnik erfahren? Dann klickt hier: Lehre bei VERBUND.