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12. Juni 2019

Schauen, staunen, mitvoten: der erste VERBUND-Power Slam

Beim Wettstreit von fünf Forscherinnen und Forschern konnte Michael Eßl von der TU Graz mit seinem Vortrag „Emissionsreduktion am virtuellen Lagerfeuer“ den Titel sichern.

Fünf spannende Forschungsprojekte standen an diesem Abend zur Auswahl. Den Slammerinnen und Slammern traten dabei nach den simplen, international üblichen Regeln an: strikte 6 Minuten Zeitbeschränkung und absolutes Powerpoint-Verbot. Ziel des Slams ist es, das Publikum in drei Kategorien zu überzeugen: wissenschaftlicher Anspruch des Forschungsthemas, Verständlichkeit der Erklärung sowie Qualität und Unterhaltungswert der Präsentation. Ein Extra-Punkt ist erlaubt für besondere Kreativität. 

Das war der erste VERBUND-Power Slam

christian raunegger und claus hinteregger beim Auftritt
Christian Raunegger und Claus Hinterecker stellten ihre Methode zur Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren vor. Das „Containerized Energy Coupling Data Center“ ist schon längst Forschungsprojekt auf dem Weg zum Geschäftsmodell: die Abwärme von Rechenzentren reicht aus, um ganze Wohnblocks zu heizen, so der Ansatz.
Anna Mauerhofer beim Auftritt
Anna Mauerhofer von der TU Wien stellte mit ihrem Vortrag „Waste to Value“ den Weg vom Hühnerdreck (oder anderem Abfall aus Land- und Forstwirtschaft) zum Biotreibstoff mittels „Heat to Fuel“ dar. 
Peter Weinberger beim Experimentieren
Das Energiewende-Mauerblümchen „Wärmespeicherung“ pflückte Peter Weinberger (TU Wien) mit seiner Forschung zur thermochemischen Energiespeicherung, simpel dargestellt mit einer Kalk-Reaktion. Wichtig für den Speicherprozess ist die Reversibilität der chemischen Reaktion, also das mehrfache Hin- und Her in möglichst vielen Zyklen.
sophie panuschka und verena halmschläger beim Auftritt
Sophie Panuschka und Verena Halmschläger erklärten dem staunenden Slam-Publikum, was Tischtennisbälle mit optimaler Energieversorgung zu tun haben: anhand der Fülle von komplexen Möglichkeiten zur optimalen Energieversorgung (visualisiert durch eine Menge Tischtennisbälle) wird in dieser Kooperation von TU und AIT mittels mathematischer Modelle nach einer Optimierungsformel gesucht, die den „Goldenen Ball“ finden soll.
VERBUND-Power Slam Gewinner Michael Eßl
Michael Eßl setzte sich mit seinem lebhaften und mit liebevollen Requisiten ausgestatteten Vortrag zur Emissionsreduktion mittels „virtuellem Lagerfeuer“ durch. Nichts ist komplexer zu modellieren als die chemische Reaktion der Verbrennung. Um Öfen zu optimieren braucht es den theoretischen Forschungsansatz und klug modellierte Zusammenhänge, um mit Simulationen die Effizienz von Anlagen zu erproben, bevor diese überhaupt gebaut werden.
Wir gratulieren dem Sieger, der damit ein Ticket zur VERBUND-Energiekonferenz Energy2050 nach Fuschl gewonnen hat- und dort nochmals zu einem Auftritt vor erlesenem Publikum kommt.