Laufkraftwerk Feldkirchen

Das VERBUND-Kraftwerk Feldkirchen ist ein Laufkraftwerk am Inn und in der Gemeinde Schechen in Bayern gelegen.

Technische Beschreibung 

Das Kraftwerk Feldkirchen wurde zwischen 1967 und 1970 erbaut. Krafthaus wie auch Wehranlage stehen auf einer tragefähigen Grundmoräne, die wasserdicht und über 50 Meter mächtig ist. Drei Kaplan-Turbinen mit direkt gekoppelten Schirmgeneratoren erzeugen eine durchschnittliche Jahresleistung von etwa 204 GWh. Das Kraftwerk Feldkirchen ist außerdem mit einer Fischaufstiegshilfe ausgestattet.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber: VERBUND Innkraftwerke GmbH                                 
Inbetriebnahme: 1970
Typ:  Laufkraftwerk
Region: Deutschland, Bayern
Gewässer: Inn
Leistung: 38,2 MW
Jahreserzeugung: 204.063 MWh
Turbinen: Kaplan (3)
Fischwanderhilfen:                      ja

Weitere Informationen

Die Innstufe Feldkirchen im ehemaligen Rosenheimer See wurde auf dem höchsten Teil der unter dem Seeton anstehenden Moränensohle errichtet. Wehr und Krafthaus stehen auf tragfähiger Grundmoräne, die wasserdicht und über 50 m mächtig ist. Die Sporne sind in der Moräne verankert.

Der Inn verläuft am Standort des Kraftwerks nahezu geradlinig, die Anordnung von Krafthaus, Wehr und Freiluftschaltanlage wurde allein von den Transportmöglichkeiten bestimmt.

Im Krafthaus sind 3 Maschinensätze mit Kaplanturbinen und direkt gekuppelten Schirmgeneratoren installiert. Die Wehranlage besitzt 4 Öffnungen mit 15 m Weite.

Die Wehrverschlüsse bestehen aus Rollschützen mit Aufsetzklappe (Fischbauchklappe). Die Stufe ist in der Lage, mit drei Wehrfeldern ein Hochwasser von 2.750 m3/s abzuführen.

Hauptzufluss im Rückstaubereich ist die Mangfall. Die auf dem linken Innufer bei Schechen sowie entlang des Hammerbaches und der Rott geschütteten Dämme dienen zur Hochwasserfreilegung des Bereichs Rosenheim. Am rechten Ufer wurde der Hochwasserdamm Mühltahl und der Staudamm Vogtareuth errichtet. Zwei Pumpwerke sind zur Entwässerung erforderlich.

Flutmulden im Bereich der Vorländer bewirken durch Vergrößerung der Abflussquerschnitte die Absenkung der Hochwasserstände. Bei Niedrigwasser werden sie nicht durchflossen. Sie sind mit einer Sohlenbreite von 80m und einer Länge von 3 km angelegt. Der Inn durchströmt die Flutmulden ab einer Wasserführung von etwa 1.200 m3/s.

Das Stauziel der Stufe wird bei einer Wasserführung von 700 m3/s bis 1.200 m3/s um 0,50m abgesenkt, um die genehmigten Wasserspiegelhöhen im Stauraum einzuhalten.