Laufkraftwerk Gstatterboden

Das VERBUND-Kraftwerk Gstatterboden ist ein Laufkraftwerk an der Enns und in der Gemeinde Weng im Gesäuse in der Steiermark gelegen.

Technische Beschreibung 

Das Kraftwerk Gstatterboden wurde von 1953 bis 1955 erbaut. Von 1960 bis 1963 erfolgte der Zubau des Speichers Wag. Im Jahr 2006 war eine Sanierung infolge eines Dammbruchs notwendig, von 2008 bis 2010 wurde das Kraftwerk um einen zweiten Triebwasserstollen erweitert. 

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber: VERBUND Hydro Power GmbH
Inbetriebnahme: 2009
Typ:  Laufkraftwerk
Region: Österreich, Steiermark
Gewässer: Enns
Leistung: 2 MW
Jahreserzeugung: 6.934 MWh
Turbinen: Kaplan
Fischwanderhilfen:                      ja

Weitere Informationen

Bereits in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wurden an der Enns Planungen für die Nutzung der Wasserkraft vorgenommen. Im Jahr 1909 verlangte die Steiermärkische Statthalterei die Ausnutzung des Ennsflusses im Gesäuse, und 1919 erging eine wasserrechtliche Konzession für den Ausbau an der Enns an eine vorbereitende Gesellschaft. Diese arbeitete bis 1930 zwei Varianten aus: Die Abarbeitung in einer einzigen großen Stufe zwischen Gesäuseeingang und Weißenbach bei Altenmarkt (Projekt „Große Enns“) oder die Nutzung in acht kleineren Stufen. Erste detailierte Pläne wurden der steirischen Wasserrechtsbehörde im Jänner 1934 unter dem Titel „Kleine Enns“ von
der Steirischen Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG (STEWEAG) vorgelegt. Planer des Projekts war Hermann Grengg,der 1933 mit seiner Einreichung einen Wettbewerb der „Völkerbundliga zur Arbeitsbeschaffung“ gewann.

Nachdem noch rechtliche und technische Probleme zu lösen waren, kam es erst 1937 zu konkreten Projektverhandlungen. Die Österreichische Kraftwerke-AG Linz (ÖKA) trat in dieser Zeit mit einem groß dimensionierten Konkurrenzprojekt „Übergroße Enns“ mit Ausleitung in Selzthal und Abarbeitung in einem Krafthaus
bei Ternberg an die Öffentlichkeit. Zur Zeit der Entwicklung dieses Projektes wäre es mit den damaligen technischen Möglichkeiten jedoch nicht realisierbar gewesen. 1938 wurde die „Kleine Enns“ von Bundeskanzler Schuschnigg in das Ausbauprojekt des Staates einbezogen. Nach dem Anschluss an Hitler-Deutschland und Grenggs Wechsel in den Vorstand der Alpen-Elektrowerke AG (AEW) wurde das Konzept vorläufig nicht weiterverfolgt. Grengg konnte lediglich den Bau einer Wohnsiedlung auf dem Wagplateau, der die Realisierung seiner „Kleinen Enns“ nahezu unmöglich gemacht hätte, verhindern. Weitere Verzögerungen brachte der Zweite Weltkrieg mit sich – man konzentrierte sich damals auf Kaprun, Ybbs-Persenbeug und die untere Drau, der Ennsausbau wurde zurückgestellt. Seit 1937 kam es immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Ennskraftwerke AG und der STEWEAG um die Nutzung der Enns. Am 20. Jänner 1949 suchte die STEWEAG beim Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft um Erklärung zum „bevorzugten Wasserbau“ an, am 3. Dezember 1952 erfolgte die wasserrechtliche Bewilligung. Doch bereits am 23. Dezember erhoben die Ennskraftwerke Einspruch gegen das Hieflau-Projekt. Gleichzeitig forderten die durch das Zweite Verstaatlichungsgesetz gegründeten Sondergesellschaften eine Übergabe des Projektes, da es als „Großkraftwerk“ zu sehen sei und damit der Bau nur einer Sondergesellschaft und keiner Landesgesellschaft zustünde.

Schließlich erhielt die STEWEAG am 29. Juli 1953 erneut die wasserrechtliche Bewilligung von der Steirischen Landesregierung. Der Baubeschluss wurde vom Aufsichtsrat der STEWEAG am 12. August 1953 gefällt. Die von der Ennskraftwerke AG bei der Obersten Wasserrechtsbehörde eingelegten Einsprüche wurden von dieser mit der
endgültigen Betriebsbewilligung für das Kraftwerk Hieflau abgelehnt. Letztes Kapitel dieser Auseinandersetzung stellt ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes dar, welches den Widerstreit zugunsten der STEWEAG entschied. Die ursprünglichen Planungen von Hermann Grengg aus dem Jahr 1937 sahen die Errichtung der Wehranlage
Gstatterboden noch am rechten Ufer in Naßbauweise vor. Erst nach positiven Erfahrungen mit der Trockenbauweise beim Bau des Wehres Mötschlach (Mur-Kraftwerk Dionysen, erbaut 1942-1945) wurde die Lage des Wehres so verändert, dass es auf einer größeren Enns-Halbinsel am linken Ufer errichtet werden konnte. Auch die vorgenommenen Aufschlussbohrungen zeigten, dass die Gründung linksufrig auf dichtem, festgelagertem Moränenmaterial erfolgen konnte. Erste Vorarbeiten begannen bereits im November 1952 mit der Verlegung von Bahn und Straßeneinrichtungen. Baustraßen wurden errichtet, und die Baustromversorgung bis Jänner 1953 eingerichtet. Im Mai 1954 wurde mit den Erdarbeiten an der Wehranlage begonnen, für die der Aushub von 230.000 m³ Material notwendig war. Die Pfeiler wurden im Grundriss um 5° zueinander verdreht, um eine bessere Energievernichtung im Unterwasser zu erzielen. Zwischen November 1954 und Juli 1955 montierte die VÖEST die Schützen in den Wehrfeldern, während im März 1955 die Enns durch die neue Wehranlage umgeleitet wurde. Mit dem ersten Probestau im August 1955 konnten die Arbeiten an der Wehranlage, die aus 16.000 m³ Beton und 130 t Baustahl errichtet wurde, abgeschlossen werden.

Die Arbeiten am Triebwasserweg begannen mit Aufschließungsarbeiten für den Stollenvortrieb, die zwischen Dezember 1952 und Juli 1953 vorgenommen wurden. Der Sohlstollen konnte ab November 1953 in acht Monaten ausgebrochen werden. Daraufhin folgte die Ausweitung zum endgültigen Querschnittsprofil und die Sicherung der
Innenseiten des Triebwasserstollens mit 32.000 m³ Beton. Der Triebwasserweg wurden im Mai 1955 fertiggestellt. Die Arbeiten am Wasserschloss fanden zwischen September 1953 und Oktober 1955 statt. Für das längliche Becken waren 150.000 m³ Erdbewegungen nötig. Die Innenflächen wurden mit 10.000 m³ Beton gesichert und mittels 15.000
m² Asphaltbelag abgedichtet. Für den Druckstollen, der zwischen Juli 1954 und Juli 1955 entstand, mussten etwa 4.000 m³ Erdmaterial ausgebrochen werden. Die Rohrmontage durch die Firma Waagner-Biró fand zwischen Februar und September 1955 statt. Nach dem Abschluss der ersten Bauphase im November 1955 begannen die Planungen für die zweite Phase. Sie umfasste die Ergänzung eines Kurzzeitspeichers auf dem Wag-Plateau neben dem Wasserschlossgerinne, eine Pumpstation für den Triebwasser-Transport zwischen Gerinne und dem höher gelegenen Speicher sowie eine dritte Druckrohrleitung und einen dritten Maschinensatz im Krafthaus Hieflau. Die Arbeiten am Speicher wurden 1960 begonnen, im November 1961 erfolgte der Baubeschluss vom Aufsichtsrat der STEWEAG. Am 31. Oktober 1963 konnten mit der erstmaligen Füllung des Beckens durch Gravitation, also noch ohne Zuhilfenahme der Pumpen, die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Das Pumpenhaus Wag wurde gleichzeitig mit dem Speicher Wag und den beiden Wasserschlössern errichtet. Nachdem der Speicher ab 1963 bereits ohne Pumpen verwendet wurde, gingen Pumpe I am 7. September 1964 und
Pumpe II am 3. Mai 1965 in Betrieb.

2008 begannen die Arbeiten am Ausbauprojekt „Hieflau II“. Errichtet wurden ein verbreiterter Einlauf mit einem 1,7MW-Wehrkraftwerk neben der Wehranlage Gstatterboden, ein zweiter Triebwasserstollen bis zum Wasserschlossgerinne und eine Erweiterung des Wasserschlosses 1 mit einer Rohrverbindung vom Wasserschlossgerinne zum Druckrohr 1. Seit 2010 die Arbeiten abgeschlossen wurden, können alle drei Maschinen im Krafthaus Hieflau mit Triebwasser aus dem Wasserschlossgerinne gespeist werden, wodurch sich die Grundlast-Leistung des Werks jährlich um 71 Mio. kWh erhöht.

Architektur: Fritz Haas
Planung: Planungsabteilung der STEWEAG, Mitarbeit Hermann Grengg.
Ausführung: Triebwasserstollen: Arge (Ed. Ast & Co.; Universale Hoch- u. Tiefbau-AG; Union-Baugesellschaft).
Wehranlage und OW-Graben: Arge (Mayreder, Keil, List & Co.; Teiml & Spitzy). Wasserschlossbecken mit
Einlaufbauwerk: Hinteregger & Söhne.

Wehr Gstatterboden:
Das zum Ausleitungskraftwerk Hieflau gehörige Wehr Gstatterboden ist an der steirischen Enns im Gesäuse, flussabwärts des Ortes Gstatterboden und oberhalb der Kummer-Brücke situiert. Die Zufahrt erfolgt von der am linkenFlussufer entlang führenden Gesäusestraße. Die Wehranlage besteht aus den Wehrfeldern, dem Wehrgang, dem rechtsufrigen Einlaufbauwerk und dem am linken Flussufer errichteten Wehrwärterhaus. Das Stauziel beträgt 564,5 m Seehöhe.

Wehr:
Das Wehr Gstatterboden stemmt sich mit einer leichten Krümmung gegen das Oberwasser. Es besteht aus drei Wehrfeldern zu je 12 m Breite und 9,5 m Höhe, zwei Mittelpfeilern, zwei Uferpfeilern und einem überdachten Wehrgang. Segmentbogig geschwungene Sichtbetonträger wölben sich über die Wehrfelder. Zwischen
Sichtbetonpfeilern belichten je vier querrechteckige Öffnungen das Innere des Wehrganges, der eine offene Satteldach-Konstruktion aus Sichtbetonbindern besitzt, die auf den Traufenplatten oberhalb der Betonpfeiler aufruhen. Die Wehrpfeiler ragen unterwasserseitig über einem langen Pfeilerfuß mit steil abgeschrägten Stirnseiten hoch auf. Sie
sind durchgehend mit Werksteinen verkleidet und mit flachen Walmdächern abgeschlossen. Ausgänge an den Stirnseiten der Mittelpfeiler führen ober- und unterwasserseitig auf Plattformen, die oberwasserseitigen Ausgänge sind mit werksteingerahmten Rundbogen abgeschlossen. Ihre oberen Bereiche enthalten die vom Wehrgang aus zugänglichen Räume mit den Windwerken und den zugehörigen Steuereinrichtungen. Diese werden durch querrechteckige Fensteröffnungen in den Pfeilerwangen belichtet.

Einlaufbauwerk:
Das am rechten Ufer situierte Einlaufbauwerk besitzt drei Felder zu je 7,5 m Breite und 2 m Höhe. Auf den beiden Trennpfeilern ruht ein Übergang mit Holzbrettbelag zwischen Betonrahmen. 

Wehrwärterhaus:
Das Wehrwärterhaus setzt sich aus zwei rechtwinklig aneinander gefügten Trakten zusammen; der westliche, zweigeschossige und mit einem steilen Walmdach bedeckte Kopftrakt enthielt die Wohnräume des Wärters, während der östlich anschließende, eingeschossige Trakt die Betriebsräume aufnahm. Die glatten Außenflächen wurden am
Wohntrakt nachträglich mit Schindeln verkleidet.

Triebwasserweg vom Wehr Gstatterboden zum Speicher Wag:
Nach einem etwa 500 m langen, offenen Oberwasserkanal mit doppeltem Trapezprofil führt ein 5,6 km langer Druckstollen mit Hufeisenprofil zum Wag-Plateau.

Speicher Wag:
Der Speicher Wag befindet sich auf der Hochfläche des Waag-Plateaus. Die Zufahrt erfolgt von Westen über die Gesäuse-Straße. Das künstliche, durch Dämme umschlossene Becken fasst einen Nutzinhalt von 1,65 Mio. m³ bei einem Stauziel von 565,5 m Seehöhe. Die Sohle umfasst 142.000 m², während die Böschungsflächen 40.000 m² betragen. An seinem östlichen Ende sind das Wasserschloss 2 und der Anschluss einer von drei Druckrohrleitungen situiert. Das Wasserschloss-Gerinne mit dem Wasserschloss 1 befindet sich südlich des Speichers.

Pumpenhaus:
Zwischen dem Speicher Wag im Norden und dem Becken des Wasserschloss-Gerinnes ist das Pumpenhaus angeordnet, das Wasser zwischen den beiden Becken je nach Bedarf hin und her pumpen kann. Oberhalb des Geländes ist das Pumpenhaus nur ein Geschoß hoch und mit einem flachen Walmdach abgeschlossen. Die glatten, mit Werksteinen verkleideten Außenflächen werden von hochrechteckigen Fensteröffnungen durchbrochen, die von erhabenen Faschen umrahmt sind. Über einen dreiläufigen Stiegenabgang wird die große Pumpenhalle mit glatten Wänden, Krankonsolen und einer auf Bindern lagernden Betonrippendecke erschlossen. In der Halle sind zwei Pumpen geneigt eingebaut. Ein Podest teilt die Halle in zwei Ebenen, die durch Wartungsstiegen miteinander verbunden sind.

Triebwasserweg von den Wasserschlössern zum Krafthaus Hieflau:
Von den beiden Wasserschlössern führen drei 240 bis 260 m lange Druckrohrleitungen, die zum Teil eingeschüttet und in ihrem Schrägteil im Stollen verlegt sind, nach Unterfahrung der Bahntrasse und der Freiluft-Schaltanlage zum Krafthaus Hieflau. Die Druckrohrleitung zu Maschine 2 ist mit einem Hosenrohr versehen und kann sowohl vom
Speicher Wag als auch aus dem Wasserschloss-Gerinne gespeist werden.

Wehr Gstatterboden:
Das Wehr wurde auf einer Moräne in Trockenbauweise errichtet. Es ist als Ortbeton-Konstruktion mit Granitwerkstein-Verkleidungen und Traufenplatten errichtet. Die Pfeilerplattformen im Oberwasser sind mit Granit-Bordsteinen eingefasst, die Türen zu den Plattformen mit Granitwerksteinen gerahmt. Die einfach verglasten Fenster besitzen
Stahlrahmen und -sprossen, Wehrpfeiler und Wehrgang sind mit Kupferblech-Bahnen gedeckt. Die Eingänge zum Wehrgang sind mit Stahlgittern gesichert. Der Wehrgang ruht auf einem Betonträger, die Betonpfeiler gehen in geknickte Betonbinder über, auf denen die hölzerne Firstpfette, die Sparren und die Vollschalung der Dachkonstruktion
ruhen. Am Scheitel der Betonbinder ist ein Stahl-Träger als Bahn für den Dammbalken-Kran montiert. Die Dammtafeln sind in Schienen über den Wehrfeldern eingehängt. Die Windwerk-Räume sind als massive Ortbetonkonstruktionen ausgeführt, die vom Wehrgang aus mit Holztüren erschlossen werden. Rahmen aus gestocktem Sichtbeton umgeben
die großen Stahlfenster mit Einfachverglasungen an den Pfeilerwangen.

Das Einlaufbauwerk besteht aus Ortbeton, sein Übergang besitzt einen Bretterbelag.

Wehrwärterhaus:
Das Wehrwärterhaus ist als verputzter Ziegelbau errichtet, das flache Walmdach ist mit einer Deckung aus Faserzement-Schindeln versehen, die zweiflügeligen Holzkastenfenster besitzen Holzläden, auch die Türen bestehen aus Holzkonstruktionen.

Tagesspeicher Wag:
Die Waaghochfläche bei Hieflau wird aus einer Schotterterrasse am Anfang der Gesäuseschlucht gebildet. Nach Verdichten des Schotteruntergrundes der Sohle verlegte man eine bituminöse Ausgleichsschicht, wobei ein 5 cm starker Asphaltfeinbeton zur Dichtung eingesetzt wurde. An den Böschungen baute man zunächst eine Tragschicht aus Schüttmaterial in Lagen ein. Nach zusätzlicher Verdichtung der Oberflächen und Vorspritzen mit einer Teeremulsion zur Sterilisierung brachte man eine 5 cm starke  bitumenstabilisierte Drainageschicht ein. Zum Schluss wurde ein einlagiger, 6 cm starker Asphaltfeinbeton mit Mastixüberzug aufgebracht, wobei die Kaltnähte mit einem
Fugenschweissgerät mit Infrarotstrahlen aufgewärmt und mit Poschhämmern verdichtet wurden.

Pumpenhaus:
Der Ortbetonbau des Pumpenhauses besitzt eine Dachdeckung aus Faserzement-Schindeln, die einflügeligen Stahl und Aluminiumfenster sind mit einer Doppelverglasung versehen, die Pumpenhalle ist von einer auf Betonbindern gelagerten Betonrippendecke abgeschlossen und mit einem Bodenbelag aus Klinkerplatten ausgestattet.

Wehranlage:
Die drei je 12,0 m breiten und 9,5 m hohen Felder der Wehranlage sind mit genieteten Drucksegmenten mit aufgesetzten Klappen von der VÖEST ausgestattet. Für die Steuerung zeichnet Elin/SAT verantwortlich, die Wehrmechanik mit Laschenketten für die separate Bewegung von Klappen und Segmenten lieferte die VÖEST Linz. Das Einlaufbauwerk besitzt ebenfalls drei Felder, die bei einer Breite von je 7,5 m eine Maximalhöhe von 2,0 m aufweisen. Für die unverzögerte Unterbrechung des Wasserzuflusses wurden sie mit drei Schnellschlussschützen von Waagner-Biró ausgestattet. Die Notstromversorgung des Wehrs wird durch einen Iveco-Dieselmotor gekoppelt mit einem 200 kVA-Generator von der Elektro-Bau AG Linz (EBG) mit 160 kW Leistung gewährleistet.

Aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes ist beim Wehr Gstatterboden eine Pflichtwasserabgabe zwischen 1. April und 15. Oktober vorgeschrieben. Die abzugebende Menge ist hierbei zuflussabhängig. 

Hubwerke:
Für die Hebung der Dammtafeln in der Wehranlage sind an den Deckenträgern zwei Laufkatzen mit jeweils 5 t Hubvermögen montiert. Sie wurden 1955 von der VÖEST aus Linz geliefert. Neben dem Pumpwerk befindet sich ein Bockkran zur Bestreichung der Transportluke. Er wurde von der Maschinenfabrik Andritz geliefert und ist mit einem 15 t-Hubwerk ausgestattet.

Rechenreinigung:
Vor dem Einlauf zum Triebwasserstollen befindet sich eine Geschieberinne am Kanalboden, die mittels eines Spülschützes von Waagner-Biró gereinigt werden kann, welches mittlerweile auf Fernsteuerung umgerüstet wurde. Der am Ende des Wasserschlossgerinnes befindliche Feinrechen wird mittels eines Putzwagens mit Putzharke von Künz aus Vorarlberg gereinigt.

Querschnitt des Kraftwerks:

VERBUND-Kraftwerk Gstatterboden Querschnitt Krafthaus
Querschnitt: Kraftwerk Gstatterboden Krafthaus