Laufkraftwerk Jettenbach II

Das VERBUND-Kraftwerk Jettenbach ist eine Stauanlage am Jettenbach und in der gleichnamigen Gemeinde in Oberbayern gelegen.

Technische Beschreibung 

Das Kraftwerk Jettenbach II wurde 2004 am rechten Ufer des Inn, neben dem Kraftwerk Jettenbach I, fertiggestellt und eröffnet. Diese Anlage ist der erste Wehrbau am bayrischen Inn. Zwei PIT-Rohrturbinen mit einer Leistung von 5 MW erzeugen eine durchschnittliche Jahresleistung von etwa 29 GWh. Damit geben sie ein Restwasser von 35 bis 50 m3/s in das ursprüngliche Flussbett ab. Zusätzlich befindet sich aktuell auch eine Fischaufstiegshilfe in Planung.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber: VERBUND Innkraftwerke GmbH
Inbetriebnahme: 2004
Typ:  Laufkraftwerk
Region: Deutschland, Bayern
Gewässer: Inn
Leistung: 5 MW
Jahreserzeugung: 29.100 MWh
Turbinen: Kaplan (2)
Fischwanderhilfen:                      ja

Die Wehranlage Jettenbach wurde bei Inn-km 127,96 in den Jahren 1919 bis 1923 erbaut. Sie dient der Stauhaltung für die Innkanal-Ausleitung zum Kraftwerk Töging. Der Innkanal zweigt unmittelbar oberhalb des Wehres in Richtung Osten ab und führt dem Wasserkraftwerk bei Töging nach ca. 20 km Fließstrecke eine maximale Triebwassermenge von 340 m³/s zu. 

Die Antriebe der sechs Wehrverschlüsse sind im darüber liegenden Wehrhochbau, mit Holz verkleidetem Eisenbetonüberbau, untergebracht. Links schließen sich fast rechtwinklig 21 Kanaleinlauföffnungen an, die durch je zwei Schützentafeln verschließbar sind. Am linken Ufer neben der Wehranlage beflndet sich ein kleines Kraftwerk (Jettenbach 1), das früher mit einer Francis-Turbine eine Mindestwassermenge von 5m3/s in den lnn abgab. 2004 wurde am rechten Ufer ein zweites Kraftwerk (Jettenbach 2) mit zwei PIT-Rohrturbinen und einer Leistung von 5 MW errichtet. Diese Turbinen geben nun ein Restwasser von 35 bis 50 m3/s in das ursprüngliche Flussbett ab.

Die wasserrechtliche Neubewilligung für das Ausleitungskraftwerk Jettenbach–Töging beinhaltet die behördliche Forderung nach einer Sicherstellung eines gestaffelten Restwasserabflusses in der Ausleitungsstrecke des Inn. 

Hydraulische Untersuchungen am Wehr Jettenbach haben ergeben, dass das geplante Wasserkraftwerk Jettenbach unter die Begünstigung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) fällt.

Im Zuge von umfangreichen Voruntersuchungen wurden verschiedene Kraftwerksstandorte untersucht. Als wirtschaftlichste Lösung wurde eine Anordnung am rechten Innufer, unmittelbar neben der bestehenden Wehranlage, ermittelt.
 

Querschnitt des Kraftwerks:

VERBUND-Kraftwerk Jettenbach 2 Querschnitt
Querschnitt: Kraftwerk Jettenbach ll