Laufkraftwerk Greifenstein

Das VERBUND-Kraftwerk Greifenstein ist ein Laufkraftwerk an der Donau und in der Gemeinde Stockerau in Niederösterreich.

Technische Beschreibung 

Das Kraftwerk Greifenstein wurde von 1981 bis 1985 unter Mitfinanzierung der EVN und Wien Strom GmbH in Trockenbauweise errichtet. Eine Linkskurve der Donau wurde dabei durch eine Sehne abgekürzt und das Kraftwerk konnte, ohne den Schiffsverkehr zu beeinflussen, in einer einzigen Baugrube erbaut werden. Neun horizontale Kaplan-Rohrturbinen erzeugen eine durchschnittliche Jahresleistung von etwa 1.753 GWh. 

In den kommenden Jahren wird das Kraftwerk mit einer modernen Fischwanderhilfe ausgerüstet.

Mehr Informationen zum Projekt LIFE+ Netzwerk Donau

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber VERBUND Hydro Power GmbH
Inbetriebnahme 1985
Typ Laufkraftwerk
Land Österreich
Region Niederösterreich
Gewässer Donau
Leistung 293 MW
Jahreserzeugung 1.752.805 MWh
Turbine Kaplan
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe in Bau
Umgehungsbach beim Kraftwerk Greifenstein mit Reuse
Das Donaukraftwerk Greifenstein wird im Zuge des EU-LIFE+-Projekts „Netzwerk Donau“ mit einer neuen Fischwanderhilfe ausgestattet. Ein naturnaher Bach wird den Fischen helfen, die 10 m hohe Barriere des Donaukraftwerks zu überwinden. Notwendig ist dazu ein 4,4 Kilometer langes Gerinne, das die bestehenden, ökologisch wertvollen Flächen umgeht. Etwa 180.000m³ Schotter wurden bislang in der Au beim Kraftwerk Greifenstein bewegt.

Die Barrierefreiheit für Fische ist nur eines der Ziele im Projekt „LIFE+ Netzwerk Donau“. Hauptanliegen ist die Verbindung bestehender ökologisch gesunder Flächen sowie Renaturierungsprojekte. Die Fischwanderhilfe Greifenstein liegt im Europaschutzgebiet "Tullnerfelder Donau-Auen", dem größten zusammenhängenden Augebiet Österreichs.
Besuch bei der Fischwanderhilfe Greifenstein

Turbinen und Generatoren: Neun horizontal eingebaute Kaplan-Rohrturbinen mit einer mittleren Rohfallhöhe von 12,6 m haben eine Engpassleistung von 293.000 kW. 

Wehranlage: Sechs hydraulisch steuerbare Drucksegmente mit aufgesetzter Stauklappe verschließen die Wehranlage. Das Kraftwerk Greifenstein wurde von 1981 bis 1985 unter Mitfinanzierung der EVN und Wien Strom GmbH in Trockenbauweise errichtet.

 

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