Pelton-Turbine

Die Pelton-Turbine wurde vom amerikanischen Erfinder Lester Pelton entwickelt. Diese Turbine ähnelt am stärksten dem klassischen Wasserrad. Bei der Pelton-Turbine trifft das Wasser auf die Mitte von zwei Halbschallen, die sogenannten Becher.

Ein Peltonrad hat je nach Größe zwischen 20 und 40 Laufradbecher. Das Wasser trifft aus einer oder mehreren regelbare Düsen mit hohem Druck auf die Schneide zwischen den Halbschalen. Der Wasserstrahl wird in den Schaufelmulden um fast 180° abgelenkt. Somit wird die Energie fast vollständig an die Turbine abgegeben. Diese Bauart von Turbinen findet ihren Vorteil in der Fallhöhe. Pelton-Turbinen sind für Fallhöhen von 50 bis 1500 m geeignet. Bei einer Fallhöhe von 1000 Meter kann der Wasserstrahl eine Geschwindigkeit von 500 km/h erreichen. Der Wirkungsgrad dieser Turbine liegt zwischen 85 % und 90 %. Da bei Pelton-Turbinen die Fallhöhe eine große Rolle spielt, ist diese Turbine typisch für Kraftwerke im Hochgebirge. Dabei werden vergleichsweise geringe Wassermengen eingesetzt. Ein wesentlicher Vorteil der Pelton-Turbine ist, dass jede einzelne Düse für sich geregelt werden kann und somit Schwankungen der Wassermenge kein Problem sind. Die Pelton-Turbine wird der Kategorie Gleichdruckturbine zugeordnet, weil der Druck des Wassers vor und nach der Leistungsabgabe am Turbinenrad gleich groß ist.