Die Donau

Die Donau ist Österreichs wichtigster Energielieferantin. Europas zweitgrößter Fluss liefert Strom für Generationen.

Luftbildaufnahme des Laufkraftwerks Ybbs-Persenbeug

Energie an der Donau

Die Donau, der zweitgrößte Strom Europas, ist die größte Energiequelle für die Wasserkraftwerke von VERBUND in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Sie liefert enorme Mengen umweltfreundlichen Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft. Die vielfältige Nutzung der Donau bedeutet für uns Menschen heute eine steigende Verantwortung: Einerseits möchten wir mit ihrer Hilfe den Energiehunger unseres modernen Lebensstils intelligent und sauber stillen, andererseits wollen wir die Eingriffe in die Donau möglichst gering halten, um die Artenvielfalt der Donau für kommende Generationen zu stärken.
Aufnahme des Laufrads in Altenwörth

Gigantische Dauerläufer an der Donau

Die Maschinensätze an den VERBUND-Donaukraftwerken zählen zu den größten in Mitteleuropa. Bis zu 7,5 Meter Durchmesser misst eine der Kaplan-Turbinen. Dank des gut vorhersagbaren Dauerbetriebes sind die Donaukraftwerke das Rückgrat der heimischen Stromversorgung.
Rotortausch einer Turbine in Ybbs Persenberg

Mehr Strom aus der Donau

In Ybbs-Persenbeug steht Österreichs größte Revitalisierungsmaßnahme vor der Vollendung. In Österreichs ältestem Donaukraftwerk wurden Stück für Stück die Maschinensätze und Leittechnik aus den 1950er-Jahren ersetzt. Die revitalisierte Anlage erzeugt jetzt um 77 Mio. Kilowattstunden mehr als zuvor.
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Was tun Kraftwerke bei Hochwasser?

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Kraftwerke an der Donau und Hochwasser

Aufgrund heftiger Niederschläge entlang des gesamten Alpen-Nordrands lief eine Jahrhundert-Hochwasserwelle durch das Donautal, die enorme Schäden verursachte. Das Eferdinger Becken, das über keinen Hochwasserschutz verfügt, wurde von einer Flut heimgesucht, wie sie statistisch gesehen nur alle 250 Jahre vorkommt. Dabei wurden die Wassermassen der Jahrhundertflut von 1954 sogar übertroffen. Dennoch wurden die Höchstwasserstände von 1954 nicht erreicht.

Donaukraftwerke verfügen im Hochwasserfall über keine Rückhaltemöglichkeit.  Kraftwerke steuern nach Möglichkeit die Pegel gemäß einer behördlich festgelegten Vorschrift, der Wehrbetriebsordnung. Hauptziel ist der Schutz der Dämme und der Menschen, die dahinter leben.

Untersuchungen und Analysen

Im offiziellen Hochwasserbericht bestätigt die Oberste Wasserrechtsbehörde (angesiedelt beim Lebensministerium), dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von  VERBUND während des Hochwassers alles, was möglich war, unternommen haben, um die Schäden so gering wie möglich zu halten.

Gemeinsam mit den hydrographischen Abteilungen der Bundesländer hat das Umweltministerium eine detaillierte Analyse des Juni-Hochwassers 2013 vorgelegt. Neben offiziellen Daten zum Ereignis wird auch mit früheren Katastrophen-Hochwässern verglichen.

Link: Das Hochwasser im Juni 2013 – Die hydrografische Analyse

Im Juli 1954 erschütterte ein katastrophales Donauhochwasser das junge, damals noch besetzte Österreich. Hilfslieferungen aus ganz Europa linderten damals die ärgste Not. Die zeitgenössischen Medien beschreiben enorme Verwüstungen vor allem in Oberösterreich. Die Oberösterreichischen Nachrichten beklagen den Verlust von "50.000 Hektar fruchtbarem Boden". Das Ackerland wurde zu "Schlammwüste", schreibt die Arbeiter-Zeitung und das Linzer Volksblatt berichtet von einer "Sandwüste zwischen Eferding und Donau".

Oberösterreichische Nachrichten, 12.7. 1954 

Arbeiterzeitung, 21.7. 1954

Linzer Volksblatt, 21.7. 1954

Die Überlegungen, wie sich der Kraftwerksbau zu Hochwasser an der Donau verhalten solle, bestimmten die Diskussion der Techniker. Im Kapitel „ Planung, Geschichte und Grundsätze der Donaukraftwerke“ beschreibt der Autor Kurt Liewehr: „Daher darf die Donaukraftwerke AG bei ihren Bauvorhaben Überschwemmungsgebiete gar nicht schützen, im Gegenteil, sie muß besonderen Wert auf die Erhaltung dieser Retentionsräume legen, die für die Speicherung und Rückhaltung der Hochwassermassen und für die Dämpfung von Hochwasserspitzen von allergrößter Wichtigkeit sind.“

Aus: Die Donau als Wasserkraftstrasse [PDF]. Herausgegeben von der Österreichischen Donaukraftwerke AG, Verlag Alfred A. Koska Wien, Berlin 1975. 

Unsere Kraftwerke an der Donau

Kraftwerk Leistung Jahreserzeugung Inbetriebnahme Region Gewässer Turbinen
Abwinden-Asten 168 MW 995.700 MWh 1980 Österreich, Oberösterreich Donau Kaplan
Altenwörth 328 MW 1.967.600 MWh 1976 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Aschach 287 MW 1.686.400 MWh 1964 Österreich, Oberösterreich Donau Kaplan
Energiespeicher Riedl 300 MW - - Deutschland, Bayern Donau
Greifenstein 293 MW 1.717.300 MWh 1985 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Jochenstein 132 MW 850.000 MWh 1956 Deutschland, Bayern Donau Kaplan
Melk 187 MW 1.221.600 MWh 1982 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Ottensheim-Wilhering 179 MW 1.134.900 MWh 1975 Österreich, Oberösterreich Donau Kaplan
Wallsee-Mitterkirchen 210 MW 1.318.800 MWh 1969 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Wien-Freudenau 172 MW 1.052.000 MWh 1999 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Ybbs 2020 - Turbinenerneuerung zusätzlich 18 MW zusätzlich 60.000 MWh - Österreich, Niederösterreich Donau
Ybbs-Persenbeug 236 MW 1.335.900 MWh 1960 Österreich, Niederösterreich Donau Kaplan
Nußdorf bei Wien 5 MW 28.141 MWh 2005 Österreich, Wien Donaukanal Kaplan
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Bild zum Standort

Ybbs-Persenbeug an der Donau

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