Laufkraftwerk Wallnerau Unterwasserstufe

Das VERBUND-Kraftwerk Wallnerau Unterwasserstufe ist ein Laufkraftwerk an der Salzach und bei Schwarzach in Salzburg gelegen.

Technische Beschreibung

Das Laufkraftwerk Wallnerau Unterwasserstufe wurde zwischen 1987 und 1989 errichtet. Während der Arbeiten am Kraftwerk Wallnerau-Unterwasser wurde das vom Kraftwerk Schwarzach abgearbeitete Triebwasser rechts an der Baugrube vorbei in die Salzach geleitet. Drei horizontal eingebauten Kaplan-S-Turbinen mit direkt gekuppeltem Drehstrom-Asynchrongenerator erzeugen jährlich rund 17 GWh Strom.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Hydro Power GmbH 
Betreiber: VERBUND Hydro Power GmbH
Inbetriebnahme:
1989
Typ: Laufkraft
Region: Österreich, Salzburg
Gewässer: Salzach
Leistung: 5,1 MW
Jahreserzeugung: 17.100 MWh
Turbinen: Kaplan (3)
Fischwanderhilfen: nein

Weiterführende Informationen:

Das Kraftwerk Wallnerau-Salzach wurde in den Jahren 1987 - 1990 von der Tauernkraftwerke AG gleichzeitig mit dem Kraftwerk Wallnerau-Unterwasser errichtet. Obwohl es sich um zwei verschiedene Kraftwerke handelt, versah man die Maschinensätze der beiden Kraftwerke mit einer durchgehenden Nummerierung. So erhielten die beiden Maschinensätze des Kraftwerks Wallnerau-Salzach die Bezeichnungen "I" und "II", und die Maschinensätze von Wallnerau-Unterwasser die Bezeichnungen "III", "IV" und "V". Das Kraftwerk Wallnerau-Unterwasser nutzt das Triebwasser des Kraftwerks Schwarzach und wird mit diesem im Takt betrieben.

Im Frühjahr 1987 begann man mit der Umschließung der Baugruben für die Kraftwerke Wallnerau-Salzach und Wallnerau-Unterwasser. Während der Arbeiten am Kraftwerk Wallnerau-Unterwasser wurde das vom Kraftwerk Schwarzach abgearbeitete Triebwasser rechts an der Baugrube vorbei in die Salzach geleitet.

Im Juli 1988 baute man die drei Turbineneinläufe ein und begann mit den Betonierarbeiten an deren Umhausungen. Beim Krafthaus konnten die Betonierarbeiten im August des folgenden Jahres abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme von "Maschine V" erfolgte am 7. September 1989, von "Maschine IV" am 18. Oktober 1989 und von "Maschine III" am 22. November 1989.

Architektur: Konrad Aufhammer
Planungsstab der Tauernkraftwerke AG: Kurt Rienößl, Peter Schnelle (Chef Niederdruck-Anlagen), Hydraulik: Günther Heigerth, TU Graz. Bauleitung Harald Tafatsch
Ausführung: ARGE Mittlere Salzach (Federführung Baufirma Hinteregger, Alpine, Porr, Strabag)

Das Kraftwerk Wallnerau-Unterwasser liegt im östlichen Teil des Unterwasserkanals des Kraftwerks Schwarzach, unmittelbar vor dessen Mündung in die Salzach. Nördlich schließt das Gebäude des Kraftwerks Wallnerau-Salzach an.

Das quaderförmige Gebäude des Kraftwerks ist quer zur Fließrichtung des Unterwasserkanals situiert und kann, je nach Wasserführung, zur Gänze überströmt werden. Seine unterhalb des Wassers liegenden Räumlichkeiten sind über einen Lastenaufzug und einen zweiarmigen Stiegenlauf vom Krafthaus Wallnerau-Salzach erreichbar.

Der Zugang zur Maschinenhalle, deren Raum von massiven Betonmauern ummantelt und mit einer flachen Betondecke versehen ist, erfolgt über einen Vorraum und ein Tor an der nördlichen Stirnwand. Im nördlichen Teil ist ein Montage- und Abstellplatz angeordnet, daran anschließend folgen die drei Maschinensätze. Ihre Turbinen sind über ein Podest zugänglich, das sich etwa über die halbe Breite der Maschinenhalle erstreckt und zu dem kurze Stiegen empor führen. An der östlichen Längsseite der Halle sind massive Pfeiler mit Konsolen angeordnet, auf denen die Kranbahn ruht. Die gestrichenen Wände sind zwischen den Pfeilern an der Ostseite abgeschrägt, Paneele verkleiden die Untersicht der Decke. Die Beleuchtung erfolgt durch Leuchtstoff-Röhren, die an den Kanten der Kranbahn montiert sind.

Das Kraftwerk entstand in Trockenbauweise in einer Baugrube am linken Ufer des Unterwasser-Kanals des Kraftwerks Schwarzach. Das Gebäude mit der Maschinenhalle ist als massive Stahlbetonkonstruktion ausgeführt. Die Stiegen sind als Stahlbeton- oder Stahlkonstruktionen mit Stahlrohr-Geländern hergestellt. Die Akustikdecke der Maschinenhalle ist als abgehängte Decke mit gelochten Metallpaneelen und darüber liegendem Isoliermaterial ausgeführt. Die Stirnseiten der Halle sind mit Schalldämm-Platten verkleidet, die Türen bestehen aus Stahlblech. Der Boden ist mit rötlichen, rechteckigen Klinkern belegt, auch die Stirnwände sind mit Klinkern schmäleren Formats verkleidet.

Die drei Maschinensätze bestehen aus jeweils einer horizontal eingebauten Kaplan-S-Turbine der Maschinenfabrik Voith mit einer Nennleistung von 1.900 kW und einem über Getriebe gekuppelten Drehstrom-Asynchrongenerator der Firma Elin mit einer Nennleistung von 2.000 kVA. Die drei Maschinensätze besitzen zusammen eine Nennleistung von etwa 5.100 kW.

Der Hallenkran der Firma Kone ist für 10 t Traglast ausgelegt.

Die Steuerung des Kraftwerks erfolgt automatisch durch elektromechanische Regler.

Querschnitt:

VERBUND-Kraftwerk Wallnerau-Unterwasserstufe Querschnitt Krafthaus
Kraftwerk Wallnerau-Unterwassertufe: Querschnitt Krafthaus