Laufkraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf

Das VERBUND-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf ist ein Laufkraftwerk an der Drau und in der Gemeinde Feistritz in Kärnten gelegen.

Technische Beschreibung

Das Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf wurde zwischen 1965 und 1968 unter finanzieller Beteiligung der KELAG erbaut. Sowohl das Krafthaus, also auch die Wehranlage wurden am linken Drauufer in Trockenbauweise errichtet. Seit 2007 werden alle zehn Kraftwerke, darunter auch Feistritz-Ludmannsdorf, zwischen Spittal und der slowenischen Grenze gemeinsam durch die Zentralwarte Drau geleitet. Zwei vertikale Kaplan-Turbinen mit einem Laufraddurchmesser von je 5,1 m erzeugen im jährlichen Durschnitt eine Jahresleistung von etwa 354 GWh.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber: VERBUND Hydro Power GmbH                                 
Inbetriebnahme: 1968
Typ:  Laufkraftwerk
Region: Österreich, Kärnten
Gewässer: Drau
Leistung: 88 MW
Jahreserzeugung: 351.114 MWh
Turbinen: Kaplan (2)
Fischwanderhilfen:                      in Planung

Detailinformationen zu Geschichte, Bau und Technik

Der Stufenplan der Alpen-Elektrowerke AG (AEW) von 1942 sah zwischen Ferlach-Maria Rain und Rosegg-St. Jakob noch vier Stufen vor, jedoch ohne den Standort Feistritz. Im Rahmenplan der Österreichischen Draukraftwerke AG (ÖDK) von 1959 findet man Feistritz erstmals als geplanten Standort, und im Rahmenplan von 1965 war Feistritz nur mehr die einzige geplante Stufe zwischen Ferlach-Maria Rain und Rosegg-St. Jakob.

Die Aufschließungsarbeiten begannen am 8. März 1965, anschließend folgten die Aushubarbeiten für das Krafthaus und die Wehranlage und die Umschließungsarbeiten für die Baugrube. Beide Bauwerke wurden am linken Drauufer in Trockenbauweise errichtet. Im Oktober 1965 begann man mit den Betonierarbeiten an der Wehranlage, im Februar 1966 mit der Errichtung des Krafthauses. Gleichzeitig fanden von April 1965 bis September 1967 Dammschüttungsarbeiten im 15 km langen Stauraum statt.

Die katastrophalen Sommerhochwässer der Jahre 1965 und 1966, die zu Überflutungen der Baugruben geführt haben, bedeuteten zwar eine Erhöhung der Baukosten um etwa 40 Mio. Schilling, jedoch konnten die vorgegebenen Termine eingehalten werden.

Die Arbeiten an der Wehranlage wurden im Jänner 1967 abgeschlossen, sodass am 15. Februar 1967 die Umleitung der Drau durch die drei Wehrfelder erfolgen konnte. Im September 1967 erfolgte die Fertigstellung der Bauarbeiten am Krafthaus, danach begann der Einbau der technisch-maschinellen Ausstattung. Die beiden horizontal montierten Kaplan-Turbinen wurden von Chamilles in Genf gefertigt und von der VÖEST Alpine AG, Linz geliefert und eingebaut. Nach den Probebetrieben der Maschine 1 am 1. April sowie der Maschine 2 am 1. Juli 1968 ging das Kraftwerk am 12. Juli 1968 offiziell in Betrieb. Der maximale Arbeiterstand der auf der Baustelle beschäftigten betrug 560 Mann, die höchste Anzahl an Angestellten 46 Personen.

Gleichzeitig zur landschaftsplanerischen Gestaltung des Oberwassers wurde ein Ufer-Radweg (R1) angelegt, der im Endausbau die gesamte Drau umfassen soll. Versuche, die Radwege zwecks Instandhaltung an die anliegenden Gemeinden zu übergeben sind bis dato fehlgeschlagen.

Seit 1998 ist Feistritz-Ludmannsdorf das Leitkraftwerk der gesamten Drau-Kette und beherbergt die Werksgruppenleitung und die Zentralwarte Drau.

Im Bereich der Selkacher Bucht wurde 2000 von den Brüdern Thomas und Ed Hoke zusammen mit Armin Guerino ein Landart-Projekt mit einem Aussichts-"Zikkurat" verwirklicht, welches als Prototyp für weitere Ausbaumöglichkeiten an der Drau galt.

Im Zuge der Automatisierung und Fernsteuerung aller Drau-Kraftwerke wurde Feistritz-Ludmannsdorf zum Leitkraftwerk ausgebaut. Seit 1. Februar 2007 können von der Zentralwarte Drau aus, von der ursprünglich nur die Werke des Bereichs "Mittlere Drau" geleitet wurden, alle zehn Kraftwerke und Wehranlagen zwischen Spittal und der Grenze zu Slowenien gesteuert werden.
Architektur: Rudolf Nitsch, Klagenfurt
Planung: Planungsstab der Österreichischen Draukraftwerke AG. Modellversuche: Anton Grzywienski, TU Wien.
Ausführung: Arge (Mayreder, Keil, List & Co.; A. Porr AG; Isola & Lerchbaumer; Soravia). Bauleitung: Erich Zach, ÖDK. 
 
Das Draukraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf liegt nördlich der Ortschaft Feistritz im Rosental/Bistrica. Erreichbar ist das Werk über eine Abzweigung von der Landesstraße Feistritz - Wellersdorf.

Das Kraftwerk besteht aus der am nördlichen Ufer anliegenden, senkrecht zur Flussachse stehenden Kraftstation und der anschließenden Wehranlage. Am Nordufer befinden sich außerdem das Wartengebäude und Trakte mit Werkstätten, Garagen, Magazinen und Büros, sowie eine Freiluft-Schaltanlage östlich des Wartengebäudes.

Kraftstation:
Die auf einer Fläche von 84,35/18,35 m errichtete Kraftstation nimmt die Maschinenhalle und den Montageplatz auf, im nördlichen Bereich den so genannten Anlagentrakt, der Werkstätten und Büroräume umfasst. Der Bau ist mit der Längsachse in Nord-Süd-Richtung orientiert und im Bereich des Krafthauses insgesamt 46,70 m hoch, über dem unterwasserseitigen Geländeniveau beträgt seine Höhe 15,50 m.

Die gegen das Unterwasser gerichtete Längsfront der Kraftstation wurde nahezu gänzlich in durchgehende Glasflächen aufgelöst, die vor das tragende Gerüst der Betonpfeiler gehängt sind: Oberhalb der niedrigen Parapetzone mit dunkelgrauer Spaltplatten-Verkleidung ist zunächst ein Band aus quadratischen Klarglasfeldern in Abwechslung mit schmalen, hochrechteckigen Profilglas-Flügeln angeordnet. Darüber schließen großflächige Glasfelder an, die bis zur Höhe der Kranbahn reichen. Das schmale Band zwischen der Kranbahn und der Attikazone ist ebenfalls verglast. 

Die Trennung zwischen Maschinenhalle und Anlagentrakt wird durch einen fassadenbündig angeordneten Betonpfeiler markiert, der mit den Betonbändern von Kranbahn und Traufe, sowie mit den Stirnwänden das "Rahmengerüst" der Fassadengliederung bildet. Die nördliche Stirnseite des Anlagentraktes besitzt in den beiden oberen Geschoßen große, querrechteckige Fensterflächen. Durch den Einsatz von horizontal und vertikal ausgerichteten Schalbrettern entstanden unterschiedlich strukturierte Felder.

Maschinenhalle:
Der südliche Teil der Kraftstation wird zur Gänze von der Maschinenhalle eingenommen, die inklusive Montageplatz 58 m lang, 18,35 m breit und 15,50 m hoch ist. Der nördlich anschließende, 25,60 m lange und 17,80 m breite Anlagentrakt enthält die Halle der mechanischen Werkstätte, sowie Büro- und Nebenräume. 

Die Maschinenhalle wird über die Halle der mechanischen Werkstätte durch ein Einfahrtstor mit integrierter Tür an der nördlichen Stirnseite erschlossen. Eine direkte Zufahrt zur Maschinenhalle ist außerdem durch ein Einfahrtstor an der Unterwasser-Seite möglich. In der Maschinenhalle stützen schlanke, an der Unterwasser-Seite frei stehende Pfeiler die Kranbahn. Auf der Kranbahn sitzende, zarter dimensionierte Stützen tragen die Deckenrippen, auf denen rot beschichtete Platten liegen. 

An der Oberwasser-Seite sind die Ausfachungen zwischen den Wandpfeilern hell beschichtet, ebenso die gegen die Wehranlage gerichtete, südliche Stirnseite. Oberhalb des mit Glasfeldern versehenen Tores zur Werkstätten-Halle an der nördlichen Stirnseite befindet sich eine Galerie. Im nordwestlichen Bereich sorgt eine zweiarmige, freitragende Treppe für die vertikale Erschließung der gesamten Hochbaugeschoße des Krafthauses. 

An der südlichen Stirnwand führt ein Stiegenabgang in die Untergeschoße, in denen die Maschinensätze und Nebenräume für technische Anlagen, sowie der Zugang zum Staubalken der Wehranlage angeordnet sind. Auf einer Ebene mit dem rötlichen Klinkerbelag des Hallenbodens befinden sich die kreisförmigen Generatoren-Abdeckungen der beiden Maschinensätze aus petrolfarbenem Stahlblech, im Zentrum der Generatoren-Abdeckungen ragen die orangegelben Gehäuse der Hilfsgeneratoren mehr als 2 m hoch auf. Einen weiteren Farbakzent bilden die beiden leuchtend roten Hallenkräne, an deren Bahn Leuchtstoff-Röhren angeordnet sind.

Entlang der westlichen, oberwasserseitigen Längsfront des Krafthauses sind eine Abstellnische für Dammbalken und die Nischen der Dammbalken-Verschlüsse situiert. Über ihnen verläuft, auf gleicher Höhe mit dem Dach des Hauptgebäudes, die Bahn des Portalkrans, die auch über die Wehranlage führt. Eine kleinere Bahn dient dem Befahren mit der Rechenreinigungs-Maschine.

Wehranlage:
Die südlich an das Krafthaus nach einem Trennpfeiler anschließende Wehranlage ist 60,35 m breit und besitzt drei Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 15 m und einer Verschlusshöhe von 23 m. Die beiden Wehrpfeiler sind 4,8 m breit und 58 m lang. Aufgrund der großen Fallhöhe wurde ein 12,50 m hoher Staubalken eingebaut, der die oben aufgesetzten Stauklappen von den Grundablass-Druck-Segmentschützen trennt. Der Staubalken besteht aus einem über die gesamte Länge des Wehres reichenden Ortbetonkörper, der die Wangen der Wehrpfeiler etwa in halber Höhe durchstößt und im Inneren begehbare Hohlräume aufweist. In diesen Hohlräumen sind die hydraulischen Antriebe für die Verschlüsse der Wehrfelder situiert.

Die Kontrollgänge unterhalb der Einlaufrechen und der Wehrschwelle sind mit Rundbogen-Querschnitt ausgeführt.

Wartengebäude:
Das östlich des Krafthauses liegende, dreigeschoßige Wartengebäude wurde auf einer nahezu quadratischen Grundfläche von 26/ 21 m errichtet. Es ist 21 m hoch, mit einem Flachdach gedeckt und im zweiten Obergeschoß durch einen gedeckten Gang mit dem Hauptgebäude verbunden. Dieser ist an der südlichen Seite mit raumhohen Glasflächen ausgestattet, während der nördliche Teil, der Kabeltrassen enthält, mit geschlossenen Wänden ausgeführt wurde. 

Das erste Obergeschoß ist wesentlich niedriger als Erdgeschoß und zweites Obergeschoß ausgebildet und beherbergte ursprünglich die Relaisräume der Warte. Die Außenflächen sind durch rundumlaufende, den tragenden Stützen vorgehängte, querrechteckige Platten aus Sichtbeton horizontal gegliedert. Die zwischen den querrechteckigen Fenster-Öffnungen verbleibenden Wände wurden in den Obergeschoßen mit weißen Spaltplatten verkleidet. 

Im Erdgeschoß verkleidete man hingegen die Ausfachungen zwischen den Stützen mit dunkelgrauen Spaltplatten. In den nachträglich veränderten Bereichen wurden die Wände verputzt, und an der Westseite fügte man nachträglich ein Flugdach hinzu. Im Rahmen des letzten Umbaus wurden auch die Fensteröffnungen verändert. Der an der Ostseite liegende Haupteingang führt durch eine zweiflügelige Schiebetür zu einem durchgebundenen Eingangsbereich, an dessen Westseite ein frei tragender, dreiarmiger Stiegenlauf und ein weiterer Eingang angeordnet sind. 

Im zweiten Obergeschoß wurde der Wartenraum als Einsatzleitstelle für die gesamte Drau neu gestaltet: Die Belichtung erfolgt über ein Fensterband an der Ostseite und eine Lichtgitter-Decke. Die Ausstattung besteht aus Holzwänden mit integrierten Schaltmosaiken und Großbildschirmen, sowie zwei gegeneinander geschwungenen Schaltpulten. Im Erdgeschoß und im Untergeschoß befinden sich Sozialräume. Das Wartengebäude ist reich mit Kunstwerken, hauptsächlich Graphiken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, ausgestattet. 

Im Norden des Hauptgebäudes schließt der Werkshof an: Der hakenförmige, eingeschoßige Trakt mit Werkstätten, Büros, Lager und Garagen wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Östlich des Kraftwerks befindet sich am nördlichen Drauufer eine ehemalige Werkskolonie der Österreichischen Draukraftwerke AG. Der Rückstauraum mit dem Feistritzer Stausee ist etwa 15 km lang. An seinem nördlichen Ufer entstand bei Selkach ein Landart-Projekt mit Hafenbecken, Aussichts-"Zikkurat" und Begleitdamm, der an typische Wasserformen wie Strudel, Walze und Wellen angelehnt ist. Das Projekt wurde von Thomas und Ed Hoke sowie Armin Guerino entwickelt.
 
Das Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf wurde auf Konglomerat gegründet und in Trockenbauweise außerhalb des Flussbettes errichtet, wobei Kraftstation und Wehr gleichzeitig in einer Baugrube entstanden.

Kraftstation:
Die Unterkonstruktion, die Längswand zur Oberwasser-Seite und die Stirnwände der Kraftstation sind in Stahlbeton ausgeführt. Das Flachdach ist mit einer Kies-Beschüttung versehen. Die Stahlbeton-Stützen in Maschinenhalle und mechanischer Werkstätte tragen Rippendecken aus vorgefertigten Bindern mit aufgelagerten Betonplatten. Fenster, Türen und Tore sind mit Stahlrahmen oder in Stahlblech ausgeführt. Die Verglasungen bestehen aus Klarglas, Strukturglas oder Industrieverglasung. Die Böden sind überwiegend mit Klinkerplatten unterschiedlicher Färbung, in den Werkstätten mit Holzstöckelpflaster belegt. Die Betonoberflächen erhielten einen Schutzanstrich, der die Schalung sichtbar belässt.

Wehranlage:
Die Wehranlage besteht nicht, wie bei den anderen Draukraftwerken üblich, aus monolithischen Pfeilern, sondern wurde mit einer Bewegungsfuge in der Pfeilermitte ausgeführt. Zweck dieser speziellen Bauart war es, je zwei ein Wehrfeld begrenzende Pfeilerhälften starr mit dem als Stahlbeton-Hohlkasten ausgebildeten Staubalken zu verbinden. Dieser trägt die Stauklappe sowie die Verankerungen der Hydraulik-Zylinder für die Klappe und das Segmentschütz. Das Schütz selbst ist wiederum in den beiden Pfeilern verankert.

Wartengebäude: 
Ein Raster von Betonstützen dient als tragendes Gerüst, die Fassadenplatten bestehen aus beschichtetem Stahlbeton, die Ausfachungen zwischen den Pfeilern wurden mit Spaltplatten verkleidet, Fenster und Türen besitzen Rahmen aus Aluminium, die erneuerten Fenster sind mit Isolierverglasung ausgestattet. Im Verbindungsgang zum Hauptgebäude sind noch die originalen Fensterkonstruktionen mit Doppelverglasung erhalten.

Feistritz-Ludmannsdorf wird als Lauf- und Schwellkraftwerk betrieben.
Turbinen und Generatoren:
Zwei vertikale Kaplan-Turbinen mit einem Laufraddurchmesser von je 5,1 m, geliefert von einer Kooperation der Chamilles Maschinenbau AG, Genf mit der VÖEST Alpine AG, Linz, erzeugen bei einer Engpassleistung von 88.000 kW eine Jahresleistung von 354 GWh. Die beiden Drehstrom-Synchrongeneratoren von der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft Austria (AEG), Wien verfügen bei einer Nennspannung von 10,5 kV über eine Leistung von je 45.000 kVA. Sie sind als Schirmläufer in Bauform W6 ausgeführt und besitzen analog zum Kraftwerk Edling je eine Haupterregermaschine und einen Hilfssynchrongenerator zur Erregung der Haupterregermaschine. Die Kühlung erfolgt durch die Luft über einen Kühlkreislauf, wobei die Abwärme zur Heizung der Maschinenhalle im Winter herangezogen wird.

Transformatoren:
Zur Transformation der erzeugten Energie von 10,5 kV auf 220 kV dienen zwei 45 MVA-Hauptumspanner von der ELIN-Union aus Weiz. 

Wehranlage:
Die an der Drau einzigartige Wehranlage mit drei 15 m breiten Wehrfeldern wurde aufgrund der großen Fallhöhe als Staubalkenwehr ausgebildet. An der Sohle ermöglicht ein Grundablass mit einem 5,8 m hohen Drucksegment die Hochwasserabfuhr, oberhalb des Staubalkens reguliert eine 6,04 m hohe Stauklappe das Stauziel. Die Steuerung von Segment und Klappe erfolgt mittels Ölhydraulik, die dafür notwendigen Aggregate wurden im Hohlraum des Staubalkens untergebracht. Die drei Wehrverschlüsse wurden aus WK-Stählen und Schweißkonstruktionen von der Abteilung Stahlbau der VÖEST Alpine Stahlwerke AG in Linz hergestellt.

Rechenreinigung:
Ein 3,2 t schwerer Putzwagen reinigt mit einem Putzvorgang den 16 m hohen Rechen auf einer Breite von 3,3 m. Das Schwemmzeug wird in einen Spülkanal, der sich zwischen den beiden Wagenschienen befindet, abgeworfen und von dort in das Unterwasser des nördlichen Wehrfelds gespült.

Hubwerke:
Der sonst übliche Portralkran ist hier lediglich als Dammbalkenkran mit Traglasten von 2x25 t, 5 t und 1,5 t ausgeführt und bestreicht über zwei vorgespannte Kranbahnträger Wehranlage und Krafthaus. Er wurde von der Waagner-Biró AG, Wien/Graz geliefert und dient dem Setzen der Dammtafeln für die oberwasserseitigen Turbinen- und Wehreinläufe. In der Maschinenhalle befindet sich ein Brückenkran in geschweißter Kastenbauweise von Andritz, Graz mit Hubwerken zu 90 t, 20 t, 5 t und 2,5 t. Ein zweiter, nahezu baugleicher Hallenkran, der ebenfalls für Feistritz-Ludmannsdorf geliefert wurde, befindet sich heute im Kraftwerk Rosegg-St. Jakob.

Pumpwerke:
Jedes der drei Pumpwerke (Selkach, Dragotschitschach, Treffen) verfügt über drei vierflügelige Propellerpumpen, zwei Transformatoren und zwei voneinander unabhängige Stromeinspeisungen, eine direkt vom Kraftwerk aus und eine über den kärntner Regionalversorger Kelag. Die Rohrdurchmesser sind mit 550 mm genormt, die Förderleistungen varriieren zwischen 600 l/sec. (Selkach) und 750 l/sec. (Dragotschitschach). 

Technik:
- zweithöchste Rohfallhöhe an der Drau
- einziges Beispiel eines Staubalkenwehres (wegen großer Fallhöhe. Beim Kraftwerk Annabrücke, das eine noch größere Rohfallhöhe aufweist, wurde das Problem durch eine sehr hohe Sohlschwelle gelöst.
 

Querschnitte des Kraftwerks:

VERBUND-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf Querschnitt Krafthaus
Querschnitt: Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf
VERBUND-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf Querschnitt Wehranlage
Querschnitt der Wehranlage im Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf