Speicherkraftwerk Kaprun Hauptstufe

Das VERBUND-Kraftwerk Kaprun Hauptstufe ist ein Speicherkraftwerk und im Kapruner Tal in Salzburg gelegen. Es wurde von 1938 bis 1953 erbaut.

Besuchen Sie uns im Kraftwerk!

18. Mai 2018: Nachbarschaftstreffen im Kraftwerk 

Ein Kraftwerk in der Nachbarschaft – bedeutet das automatisch, dass der Strom in die benachbarten Haushalte fließt? Um diese und viele andere Fragen zu beantworten, laden wir unsere Nachbarinnen und Nachbarn aus den umliegenden Gemeinden ins Kraftwerk ein.

Besuchen Sie uns am 18. Mai 2018 ab 16:00 Uhr beim Nachbarschaftstreffen im VERBUND-Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe!

Es erwarten Sie Einblicke in das Kraftwerk, Informationen über Strom aus Wasserkraft sowie attraktive Angebote von VERBUND für Haushalt und Gewerbe.

Programm:
ab 16:00 Uhr - Begrüßung durch Werksgruppenleiter Helmut Biberger

  • Blick ins Innere des Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe
  • Informationen zum Frühjahrsputz am Klammsee
  • Stromangebote von VERBUND: Lösungen für Privathaushalt, Unternehmen und E-Mobilität
  • Doppelberufsausbildung bei VERBUND: So wird man „Kraftwerkerin“ bzw. „Kraftwerker“

Für Bewirtung mit dem Pinzgau Bräu ist gesorgt!

20 Uhr: Ende der Veranstaltung

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Geschichte des Kraftwerks 

Das Ensemble um das Krafthaus der Kaprun-Hauptstufe liegt am Fuß des Bürgkogels im "Kapruner Winkl" am linken Ufer der Kapruner Ache. Über die Landesstraße oder, vom rechten Ufer der Kapruner Ache kommend über die Werksbrücke, gelangt man auf einen geräumigen Platz, der von mehreren Nebengebäuden umgeben wird. Von ihm führt die Krafthausstraße zum Hauptgebäude des Kraftwerks. 

Das Hauptgebäude besteht aus dem Krafthaus mit angebauter Werkstätte. Die etwa 200 m nordöstlich liegende Gruppe von Nebengebäuden umfasst Bauten für Vermessungstechnik und Lehrlingsausbildung, Kraftfahrzeug- und Bautrupp-Werkstätten, Garagen, Magazine und einen Lokschuppen. Ein weiteres Garagengebäude befindet sich am Hang des Bürgkogels unmittelbar nordöstlich des Hauptgebäudes. Am rechten Ufer der Kapruner Ache ist am Beginn der Kesselfallstraße die Freiluft-Schaltanlage "Kaprun" mit dem Betriebsgebäude des Kraftwerks situiert. Die Häuser der Werksiedlung befinden sich beiderseits der Kapruner Ache.

Krafthaus mit Werkstättentrakt

Das Krafthaus ist mit einer Längsseite in den Hang eingetieft, wodurch der insgesamt 94,3 m lange, 33,4 m breite und 25 m hohe, flach gedeckte Baukörper nach außen nur mit einer Höhe von etwa 12 m und einer Breite von 13 m sichtbar ist. Die Ansicht des Krafthauses wird an der Zufahrtsseite durch zwei aus Naturstein gemauerte Rundbögen geprägt: Ein Rundbogen markiert den Beginn des Rohrbahn-Schrägaufzugs, der zweite bildet die Toreinfahrt an der Stirnseite des Krafthauses. Das Naturstein-Verblendmauerwerk mit Ortsteinquaderung und Keilsteinen verleiht den ansonsten ungegliederten Flächen ein lebhaftes Relief und zugleich wuchtige Monumentalität. Die horizontal durchgezogenen Fugen betonen die Breitenlagerung der Trakte.

Die Maschinenhalle überragt die anderen Baukörper und wird durch eine Reihe querrechteckiger Öffnungen mit Lamellen unterhalb der Dachkante belüftet. Talseitig vorgelagert befinden sich Räume für Transformatoren und Schaltanlagen. Durch vier hochrechteckige, mit Lamellen versehene Öffnungen, die an der Längsseite zwischen den Transformatoren situiert sind, erhalten die Generatoren ihre Zuluft. Den Kammern für die Generatoren-Zuluft entsprechen an der Bergseite Kammern für die Generatoren-Abluft. Der Innenraum der Maschinenhalle ist 80 m lang, 15,5 m breit und 15,6 m hoch, wobei das Fußbodenniveau der Halle unterhalb dem Geländeniveau liegt. Eine Gleisbühne führt an der talseitigen Längsfront des Krafthauses vom Einfahrtstor ausgehend an den Transformatoren-Nischen entlang. Am südwestlichen Ende des Krafthauses befindet sich der Raum der ehemaligen Warte, von der ursprünglich ein Balkon in die Maschinenhalle führte. Der Balkon wurde nachträglich durch eine verglaste Galerie ersetzt. Die gelb beschichteten, zylinderförmigen Gehäuse der vier Generatoren ragen bis zur Höhe der Gleisbühne auf und werden von jeweils zwei hellgrün beschichteten Turbinengehäusen flankiert. Zusammen mit dem Blau der Reglergruppen, den roten Bodenfliesen und der in Türkis gehaltenen Schallschutzdecke erzeugen sie eine stark von Farben geprägte Raumwirkung. 

Der zweigeschoßige Werkstättentrakt wird durch schmale, hochrechteckige Fenster belichtet, darüber befinden sich unter der Dachkante kleine, annähernd quadratische Öffnungen.

Nebengebäude

Die ein- bis zweigeschoßigen Nebengebäude sind mit Walmdächern versehen. Ihre Außenflächen sind teils weiß verputzt, teils mit Verblendmauerwerk gestaltet. Der eingeschoßige Bau mit den Einrichtungen für Vermessungstechnik und Lehrlingsausbildung besitzt ein ausgebautes Dachgeschoß mit dicht gereihten, abgewalmten Gaupen. Das zweigeschoßige Magazingebäude besteht aus einem werksteinverkleideten und aus einem weiß verputzten Teil, die unter ein Walmdach zusammengefasst sind. An seine nördliche Stirnseite schließt ein Lokschuppen an, dessen Pfeiler aus Werksteinen errichtet sind. Die beiden zweiflügeligen Einfahrtstore der Stirnwand sind durch die Glasfelder der Sprossenteilung belichtet. Im Giebelbereich des Satteldaches sind gekreuzte Pfostenverstrebungen angebracht.

Betriebsgebäude

Der zweigeschoßige, U-förmige Bau des Betriebsgebäudes ist mit einem flachen Walmdach gedeckt. Seine glatt verputzte Fassade wird durch ein kantig profiliertes Kranzgesimse und zwei Reihen annähernd quadratischer Fenster gegliedert. Im ersten Obergeschoß ist die Zentralwarte situiert, deren großflächige Verglasungen Ausblick auf die Freiluft-Schaltanlage gewähren. An der Eingangsfassade befinden sich zwei Mosaiken von Friedrich Inhauser mit Darstellungen von Arbeiten an den Kraftwerken von Kaprun, eines davon ist bezeichnet mit: "Inhauser 1956".

Maiskogelbahn

Die Maiskogelbahn führt vom Niveau des Krafthauses zu der auf 1.545 m Seehöhe gelegenen Bergstation, von wo die Schieberkammer Maiskogel zugänglich ist.

Werksiedlungen:
Die Gebäude der Werksiedlungen umfassen Wohnhäuser, Häuser für Gemeinschaftseinrichtungen wie etwa das Betriebsgebäude und den Werkskindergarten der Tauernkraftwerke AG, sowie die Barbara-Kapelle. Sie sind durch Aufnahme historischer, ortsüblicher Bauformen, so etwa der ausladenden Satteldächer, Balkone und klein dimensionierter Fensteröffnungen, charakterisiert.

Abtransport von Triebwasser

Nach Abarbeitung fließt das Wasser in den Unterwasserkanal und von dort in die Kapruner Ache.

Auf einen Blick:

Eigentümer: VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber: VERBUND Hydro Power GmbH                                 
Inbetriebnahme: 1953
Typ:  Speicherkraftwerk
Region: Österreich, Salzburg
Leistung: 260 MW
Jahreserzeugung: 549.455 MWh

Kraftwerk Kaprun:

VERBUND-Kraftwerk Kaprun Querschnitt
Kraftwerk Kaprun: Querschnitt

Detailinformationen zu Geschichte, Bau und Technik

Das Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe ist Beispiel für die Entwicklung eines energiewirtschaftlichen Großprojekts aus nationalsozialistischen Anfängen zu einem Wiederaufbaumythos der Nachkriegsjahre. Gleichzeitig ist es eines der wichtigsten Projekte, die aus den Mitteln des European Recovery Program finanziert wurden.

Kraftwerkspläne gab es bereits vor 1938, entwickelt von der Berliner Firma AEG im Auftrag der Salzburger Landesregierung, wobei insgesamt drei Laufkraftwerke 6,6 Mrd. kWh Strom produzieren sollten, das 2,75-fache der österreichischen Gesamtstromproduktion 1928. Konkret umgesetzt wurden diese teilweise gigantomanischen Projekte aber erst im NS-Regime. Hermann Göring selbst nahm am 16. 5. 1938 den Spatenstich vor, nachdem er am 16. 3. 1938 in Wien den Bau „eines gewaltigen Kraftwerkesin den Hohen Tauern“ angekündigt hatte. Da es sich um einen PR-Gag ohne konkrete Planungen oder Finanzierung gehandelt hatte, musste in der Folge die Projektdurchführung in kürzester Zeit vorbereitet werden. Unter Umgehung aller rechtlichen Voraussetzungen (Baubewilligung, Wasserrechtsgenehmigung etc.) starteten die Vorarbeiten vor Ort; im Mai 1939 begann der Bau des Krafthauses, der 1944 abgeschlossen wurde.
1945 war rund ein Drittel der Gesamtbausumme in das Projekt Kaprun investiert worden, so unter anderem für Seilbahnen, Stollen, Wegebau etc.; der Bau der Limbergsperre wurde 1943 gestoppt und erst 1947 wieder aufgenommen. Die Baufirmen der Arbeitsgemeinschaft Tauernkraftwerke hatten zunehmend ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt, darunter weit über 2000 polnische, belgische, französische und russische Kriegsgefangene und 8500 ausländische Zivilarbeiter (u.a. 1800 Polen, 1000 Russen, 1400 Franzosen und 1500 Italiener) sowie 30 jüdische Zwangsarbeiter. Nur rund 1100 Staatsbürger des Deutschen Reiches finden sich in den Meldestatistiken. Die Zahlenangaben über die Todesopfer bei dieser Extrembaustelle variieren; zumindest 56 Todesfälle von ausländischen Zwangsarbeitern sind bis 1945 dokumentiert (von insgesamt bis zu 83 Opfern), zwischen 1946 und 1951 kamen insgesamt 78 Arbeiter bei Unfällen oder Lawinenabgängen ums Leben.

Kaprun und der weitere Ausbau der Wasserkraft stellten einen wichtigen Bestandteil des ökonomischen Wiederaufbaus und der Lebensfähigkeit der Zweiten Republik dar. Ein hoher Prozentsatz an Investitionen aus dem Marshall-Plan ging daher auch in die Fertigstellung Kapruns.
Insgesamt erhielt die österreichische Elektrizitätswirtschaft 2961 Mio. Schilling an Marshall-Plan-Krediten, womit rund 70 % des Investitionsvolumens gedeckt werden konnten;das Tauernkraftwerk Glockner-Kaprun erhielt fast 50 % dieser ERP-Kreditsumme, 1428 Mio.Schilling. Zwischen 1947 und 1955 wurde das gesamte Kraftwerk dann vollendet.

Erst Ende der 1990er Jahre gab es eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema „Zwangsarbeiter und Erbe der NS-Zeit in der Wirtschaft“ im Rahmen einer von Verbund beauftragten Historikerinnen- und Historikerkommission unter Leitung von Oliver Rathkolb, gemeinsam mit Florian Freund und den wissenschaftlichen Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern Edith Leisch-Prost (die in der Anfangsphase mitarbeitete), Markus Purkhart, Christine Oertel sowie Margit Reiter.
 
Architektur: Fritz Haas;

Planung: 1938-1945 Alpenelektrowerke AG: Leitung und Konzept: Hermann Grengg, Harald Lauffer, Geologie: Josef Stiny (Wien), Sperren-Spezialist: Alfred Stucky (Lausanne), ab 1947 Planung durch Tauernkraftwerke AG, Gesamt-Bauleiter 1938 bis 15. August 1945: Rudolf Bratschko, Bauleiter 1945: Robert Steiner, ab August 1945: Eduard Hüttler, Bauleiter ab 1947: Ernst Rotter, Kurt Rienößl 

Ausführende Firmen: Krafthaus: Hinteregger & Fischer, Druckleitung: Leonhard Moll, gepanzerter Schrägschacht: Union-Baugesellschaft, die drei Lose des Hauptdruckstollens: Union-Baugesellschaft, Wayss & Freytag. Für die Arbeiten wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft Zwangsarbeiter eingesetzt. Natursteinarbeiten: italienische Steinmetze
 

 

Krafthaus:
Das Krafthaus wurde als bombensicherer, in den Hang eingetiefter Bunker errichtet. Ein System von Drainagen entwässert den Unterbau und die Rückwand des Krafthauses. Der Hochbau wurde mit Metallfolien auf Bitumen isoliert. Die armierten Betonmauern haben eine Stärke von 1 m, ebenso die mit fünf Dehnfugen versehene Stahlbetondecke. Die Flachdächer waren ursprünglich beschüttet und begrünt, wobei die Beschüttung vom Dach der Maschinenhalle nachträglich entfernt wurde. Die Betonbauten wurden mit Naturstein-Verblendmauerwerk verkleidet.

Die Fenster bestehen aus Metallrahmen mit Isolierverglasung, das Einfahrtstor in die Maschinenhalle ist mit Profilverglasung in Metallrahmen versehen. Die Maschinenhalle ist mit einem Bodenbelag aus roten Fliesen ausgestattet.

Bei der Sanierung der Turbinenzulauf-Leitung in der Krafthausrückwand wurde weltweit erstmalig ein so genanntes "CFK-Relining" angewendet: Dieses Verfahren erlaubt die Auskleidung der Rohre von innen mit in Epoxydharz verlegten Kohlenstoff-Fasern.

Nebengebäude:
Die Nebengebäude bestehen im Wesentlichen aus Stahlbetonskelett-Konstruktionen mit Ausfachungen. Sie sind teils als verputztes Mauerwerk ausgeführt, teils mit Naturstein-Verblendmauerwerk verkleidet. Die hölzernen Dachstühle sind mit Blech gedeckt, die Fenster sind nahezu vollständig erneuert. Der Lokschuppen besitzt einen offenen Holzdachstuhl und durchgehend in Natursteinmauerwerk hergestellte Pfeiler. Die Ausfachungen bestehen aus Bretterwänden mit Leistendeckung.

Betriebsgebäude:
Das Betriebsgebäude ist als Stahlbetonkonstruktion mit Ausfachungen hergestellt, die Oberfläche ist verputzt, das Dach besitzt eine Blechdeckung.

Werksiedlungen:
Die Siedlungshäuser hatten ursprünglich Holz-Fensterläden, Holzschindeldeckung und Kamine aus Steinmauerwerk, die zweigeschoßigen Häuser Steinverblendmauerwerk im Erdgeschoß und teilweise Holzverschalung im Obergeschoß, sowie Holzbalkone. Die erdgeschoßigen Häuser sind in verputztem Mauerwerk ausgeführt, das Dach wurde mit Gaupen ausgebaut. Die Häuser wurden meist stark überformt, Dachdeckung und Fenster sind durchwegs erneuert.

 

Krafthaus:
In der Maschinenhalle Kaprun-Hauptstufe befinden sich vier Maschinensätze mit horizontaler Welle und einer Nennleistung von insgesamt 220.000 kW. Von den vier Doppel-Pelton-Turbinen von Escher-Wyss sind zwei Turbinen eindüsig und zwei Turbinen doppeldüsig ausgeführt. Die Nennleistung der eindüsigen Turbinen beträgt je 45.000 kW, die Nennleistung der doppeldüsigen Turbinen je 65.000 kW. 
Die vier Generatoren wurden von Elin und von der Maschinenfabrik Andritz erzeugt. Davon besitzen zwei Generatoren eine Nennleistung von je 70.000 kVA und zwei Generatoren eine Nennleistung von je 60.000 kVA. Die beiden Hallenkräne der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) sind für eine Tragkraft von 70/15 t, bzw. von 70/15/5 t ausgelegt.

Am Südende der Maschinenhalle befinden sich auch die beiden Maschinensätze des Kraftwerks Kaprun-Klammsee, die für den Eigenbedarf produzieren. Die zwei Francis-Turbinen mit horizontaler Welle sind durchschnittlich 7.500 Stunden pro Jahr in Betrieb und erzielen eine Nennleistung von zusammen 500 kW. Die zwei Generatoren sind Produkte von AEG, die Hydraulik wurde von Dorninger in Linz geliefert.

Warte:
Im Betriebsgebäude neben der Freiluft-Schaltanlage befindet sich die zentrale Steuerungswarte und die Einsatzleitstelle für die automatisierten Speicherkraftwerke Kaprun, Salzach, Zillertal und Malta. In die Einsatzleitstelle sind auch die Kraftwerke Schwarzach, Wallnerau und St. Veit, sowie die Freiluft-Schaltanlage Kaprun eingebunden. Die Freiluft-Schaltanlage befindet sich im Eigentum der VERBUND Hydro Power GmbH und wird von der Austrian Power Grid AG betrieben.

Die in den Kaprun-Kraftwerken der Hauptstufe und Oberstufe erzeugte Energie wird über ein unterirdisches 110 kV-Kabel in die Freiluft-Schaltanlage Kaprun am rechten Ufer der Kapruner Ache eingespeist und von dort über eine 220 kV-Leitung zum Umspannwerk Tauern weiter geleitet.
 
Die Einbindung der Kraftwerksbauten in die Landschaft unter Berücksichtigung regionaler Bauformen war ein wesentliches Ziel des Generalplaners Hermann Grengg und des Architekten Fritz Haas. Die Architektur des Krafthauses zeigt mit der Verwendung von Naturstein-Verblendmauerwerk und hohen Rundbogen-Motiven monumentalen Anspruch, der aus der Perspektive der sich auf Zufahrtsniveau nähernden Personen wirksam wird. Gegen die Wahrnehmung aus der Luft, also der Perspektive feindlicher Flieger, ist das Kraftwerk durch seine im Hang versenkte Lage und seine begrünten Flachdächer getarnt. Die Gestaltung des Krafthauses weist in diesen Aspekten auf jene der Krafthäuser Konrad Aufhammers in Roßhag und Häusling im Zillertal, sowie der Malta Oberstufe in Kärnten voraus.

Die Formen der Siedlungshäuser orientieren sich an örtlichen Bauernhäusern, wie an dem schon zur Bauzeit des Kraftwerks unter Denkmalschutz stehenden Krapfbauerngut
 

Querschnitte:

VERBUND-Kraftwerk Kaprun Hauptstufe Querschnitt Krafthaus
Kraftwerk Kaprun Hauptstufe: Querschnitt Krafthaus
VERBUND-Kraftwerk Kaprun Hauptstufe Sperren
Kraftwerk Kaprun Hauptstufe: Querschnitt Moosersperre
VERBUND-Kraftwerk Kaprun Hauptstufe Querschnitt Wehr Bürg
Kraftwerk Kaprun Hauptstufe: Querschnitt Wehr Bürg

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Stromerzeugung!

Maschinenhalle des Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe

Maschinenhalle des Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe

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