Laufkraftwerk Rosenheim

Das VERBUND-Innkraftwerk Rosenheim ist ein Laufkraftwerk am Inn, mitten im Rosenheimer Becken. Das Innkraftwerk liegt in der oberbayerischen Gemeinde Rohrdorf, nahe Rosenheim.

Mann in der Küche

40.108 Haushalte 

versorgt das Kraftwerk Rosenheim

Umweltbewusst

133.980 vermiedene
Tonnen CO2*

Mit seiner Leistung von 35 MW ist das Kraftwerk in der Lage, fast alle Haushalte der nahe gelegenen Stadt Rosenheim mit 100 % Ökostrom zu versorgen.
VERBUND schützt aber nicht nur die ökologischen Bedingungen bei den Kraftwerksanlagen, sondern auch die Einwohner in unmittelbarer Nähe. Durch Rückstaudämme entlang des linken Grießenbach-Ufers sowie beiderseits des Litzldorfer Baches und des Mooseckerbaches sind die Anrainer des Kraftwerks Rosenheim vor Hochwasser geschützt. Ebenso sorgen Pumpwerke, wie Grießenbach, Reischenhart und Thalreut für die Entwässerung der Anrainergemeinden Reischenhart und Kirchdorf.

* Quelle: ENTSO-E Erzeugung 2017

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber VERBUND Innkraftwerke GmbH
Inbetriebnahme 1960
Typ Laufkraftwerk
Land Deutschland
Region Bayern
Gewässer Inn
Leistung 35 MW
Jahreserzeugung 179.577 MWh
Turbine Kaplan
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe in Planung
Jedes Wasserkraftwerk am Inn besteht aus:
  • dem Maschinenhaus mit den Turbinen,
  • den Wehrfeldern zur Hochwasserabfuhr,
  • den Dämmen und Deichen für den begleitenden Hochwasserschutz
  • und - wenn die Binnenentwässerung durch die Dämme unterbrochen wurde - aus Pumpwerken und Gräben, die die landwirtschaftliche Nutzung wie vor dem Staustufenbau gewährleisten. 
Die VERBUND-Wasserkraftwerke am Inn sind also nicht nur Anlagen zur Stromerzeugung, sondern verbessern auch den Hochwasserschutz in der Region. Ein weiterer Fokus von VERBUND liegt auf der Verbesserung der ökologischen Gegebenheiten an den Standorten beziehungsweise die Wiederherstellung von natürlichen Flusslandschaften. Dafür setzen wir zahlreiche Maßnahmen, wie:
  • Herstellung der Durchgängigkeit mit Fischwanderhilfen,
  • Gewässerstrukturierungen,
  • Anbindung von Seitengewässern. 

Um die Lebensräume für Fische mit allen ihren Habitatsansprüchen – vom Laich bis zum ausgewachsenen Exemplar - zu gewährleisten wird zusätzlich ein Kiesbankmanagement im naturnahen Fischpass oder unterhalb der Staustufe durchgeführt. Eine weitere wichtige Komponente für den langfristigen Erhalt der Fischfauna ist die Aufrechterhaltung der Sedimentdurchgängigkeit mit Sedimentmanagement, einem Thema der EU –Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) für den Arterhalt im vom Menschen überformten Fluss.

Fischwanderhilfe am Kraftwerk Rosenheim: Die Fischwanderhilfe befindet sich derzeit in Planung und geeignete Bauvarianten werden geprüft. Eine Implementierung ist für 2019- 2020 vorgesehen.
Zahlreiche Strukturierungsmaßnahmen am Standort Rosenheim wurden in intensiven Abstimmungsgesprächen mit den zuständigen Behörden und den örtlichen Fischervereinen entwickelt und umgesetzt. Durch seine begradigten Ufer war der Inn im gesamten Staugebiet als Lebensraum für Fische stark beeinträchtigt. Durch den Rückbau der begradigten Uferlinie bzw. durch das Anlegen von altwasserähnlichen Strukturen wurden Lebensräume vor allem für Jungfischhabitate und andere Tier- und Pflanzenarten wiederhergestellt. Die strömungsberuhigten Flachwasserzonen stellen hochwertige Lebensräume dar und können von vielen Innfischen als Hochwasser- und Wintereinstand genutzt werden. Neu geschaffene Trockenstandorte in Deichnähe können von Arten besiedelt werden, deren natürliche Lebensräume die Brennen, also Kiesbänke ehemaliger Flussarme, sind. Mit den Steinblöcken der starren Ufersicherung sollen neue Strukturen geschaffen werden, welche neben dem Erosionsschutz auch ökologische Funktionen z. B. als Reptilienhabitate übernehmen.
 
Fischwanderhilfe

Technische Beschreibung

Das Innkraftwerk Rosenheim wurde von 1957 bis 1960 von der Innwerk AG, in der am Inn typischen Flachbauweise als Buchtenkraftwerk, errichtet.
Es besteht aus einer dreifeldrigen Wehranlage, dem Krafthaus mit 3 Maschinensätzen und einer 110-kV-Freiluftschaltanlage. Die drei Maschinensätze, bestehen aus je einer Kaplanturbine mit vertikaler Welle und einem Schirmgenerator.   Sie verfügen über eine Engpassleistung von insgesamt 35,1 MW. Der erzeugte Strom wird über eine 110-kV-Freiluftschaltanlage in das Netz eingespeist. 
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