Laufkraftwerk Schwabeck

Das VERBUND-Kraftwerk Schwabeck ist ein Laufkraftwerk an der Drau und nördlich der Gemeinde Lavamünd in Kärnten.

Mann in der Küche

84.406 Haushalte

versorgt das Kraftwerk Schwabeck

Umweltbewusst

286.847

eingesparte Tonnen CO2*

Europas höchste Fischwanderhilfe

 

Fischwanderhilfe

Per FishCam

werden die Fische in der Drau nonstop überwacht.

* Quelle: ENTSO-E Erzeugung 2017

Das VERBUND-Kraftwerk Schwabeck ist ein Laufkraftwerk an der Drau, nördlich der Gemeinde Lavamünd in Kärnten. Es wurde von 1939 bis 1943 erbaut. Um das Werk leistungstechnisch zu erweitern, baute man 1995 das östliche der vier Wehrfelder in einen vierten Maschinensatz um und konnte so die Maximalleistung des Kraftwerks von 60.000 auf 79.000 kW erhöhen. Seit 2015 ist Europas höchste Fischwanderhilfe (Fallhöhe von 21 Metern) am Kraftwerk Schwabeck in Betrieb.

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Hydro Power GmbH
Betreiber VERBUND Hydro Power GmbH
Inbetriebnahme 1943
Typ Laufkraftwerk
Land Österreich
Region Kärnten
Gewässer Drau
Leistung 79 MW
Jahreserzeugung 374.759 MWh
Turbine Kaplan
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe
Umweltschutz bei VERBUND

Ökologie & Umweltschutz

Die technische Fischwanderhilfe am Kraftwerk Schwabeck überwindet einen Höhenunterschied von mehr als 20 Metern zwischen Ober- und Unterwasser und gilt derzeit als höchste Fischwanderhilfe Europas. Ein wesentlicher Punkt war die Unterquerung der bestehenden Verbindung zwischen Kraftwerk und Schaltwarte. Die Fischaufstiegshilfe musste auf der eng begrenzten Fläche zwischen Oberwasser und Verteilbauwerk bis zur Querung der Sperre entsprechend weit „abtauchen“. Gebaut wurde ein Multistruktur-Slot-Beckenpass, bestehend aus 158 Becken mit 21 zusätzlichen Ruhe-Pools. Eine sehr niedrige Fließgeschwindigkeit ermöglicht besonders Jungfischen und schwimmschwächeren Fischarten wie der Koppe eine leichte Durchquerung.

Die Funktionsfähigkeit der Fischwanderhilfen an der Drau wird kontinuierlich überprüft. Unterstützt wird dies durch ein gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur entwickeltes Video-Monitoring, der sogenannten FishCam. Die wandernden Fische werden bildlich erfasst, identifiziert und in weiterer Folge in einer Datenbank vermerkt und fachlich ausgewertet.

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Turbinen und Generatoren: Die Turbinen I bis III, Baujahr 1942, sind vertikal eingebaute Kaplan-Turbinen mit einer Höchstleistung von je 27.200 PS. Die direkt gekoppelten 22.000-kVA-Generatoren besitzen eine Nennspannung von 10.000 V. Der nachträglich in ein Wehrfeld eingebaute vierte Maschinensatz ist als Propellerturbine ausgeführt - also ähnlich einer Kaplan-Turbine, nur mit unbeweglichen Turbinenschaufeln.

Wehranlage: Drei Doppel-Hakenschützen dienen als Wehrverschlüsse der noch in Verwendung stehenden Wehrfelder mit je 18,75 m Breite, getrennt durch fünf Meter breite Pfeiler. Das mittlere Wehrfeld wurde 1995 in einen vierten Maschinensatz umgebaut.

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