Laufkraftwerk Töging

Die einzigartige Architektur ist das Markenkennzeichen des Ausleitungskraftwerks der Stadt Töging, am Innkanal, in Bayern.

Mann in der Küche

126.636 Haushalte 

versorgt das Kraftwerk Töging

Umweltbewusst

423.021 vermiedene
Tonnen CO2*

in Bau

Neubau von Töging

Baustart geplant für 2020

Das baulich wertvolle Wasserschloss ist durch die markanten, von außen sichtbaren Druckrohre mit dem Krafthaus verbunden. In der Bauphase galt das Kraftwerk als eines der größten Wasserkraftanlagen Mitteleuropas, mit seinen beeindruckenden 85 MW Leistung. 
Der Spatenstich für das älteste und architektonisch wohl wertvollste Kraftwerk am Inn erfolgte 1919. Gebaut wurden nicht nur eine Wehranlage, sondern auch ein 20 km langer Oberwasserkanal, das Kraftwerk selbst, sowie ein 2,8 km langer Unterwasserkanal. 

Für 2020 ist ein Neubau des Kraftwerks „Töging NEU“ geplant. Die alte Bausubstanz wird dabei bestehen bleiben und die neue Anlage in das bestehende Umfeld integriert werden. Mehr dazu unter Projekt Töging NEU.

 

* Quelle: ENTSO-E Erzeugung 2017

Bild zum Standort

Eigentümer VERBUND Innkraftwerke GmbH
Betreiber VERBUND Innkraftwerke GmbH
Inbetriebnahme 1924
Typ Laufkraftwerk
Land Deutschland
Region Bayern
Leistung 85 MW
Jahreserzeugung 564.600 MWh
Turbine Francis
Durchgängigkeit Fischwanderhilfe
Fischwanderhilfe

Technische Beschreibung

Als Ausleitungskraftwerk konzipiert, nutzt die Anlage die Fallhöhe zwischen Kanal und ursprünglichem Flussbett von rund 30 m, die für den wirkungsvollsten Einsatz der damals zur Verfügung stehenden Francis-Turbine erforderlich war. 
Die Stauanlage Jettenbach staut den Inn 8 km zurück bis zur Faulbachmündung 1 km unterhalb Gars und führt über den 20 km lange Oberwasserkanal das Wasser zum Kraftwerk.
Das Kraftwerk selbst besteht aus einem Wasserschloss, 15 Druckrohren und dem Krafthaus mit 15 Francis- Stirnkesselturbinen mit waagerechter Welle. Die Turbinen trieben ursprünglich acht Drehstromgeneratoren und sieben Gleichstromgeneratoren an. Mit der Einstellung der angeschlossenen Aluminiumproduktion im Jahr 1996 wurden sechs der sieben Gleichstromgeneratoren auf Drehstrom umgerüstet, ein Gleichstrommaschinensatz wurde stillgesetzt, so dass derzeit nur noch 14 Fallrohre mit Wasser beaufschlagt werden. Die elektrische Energie wird seither in das regionale 110 kV-Netz eingespeist.
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